Wusstest du, dass der höchste Campingplatz Europas auf stolzen 1.950 Metern liegt? Und zwar in der Schweiz in einer atemberaubenden Berglandschaft.[1] Wer hier zeltet, sieht zu jeder Jahreszeit schneebedeckte Gipfel. Tatsächlich wird Wintercamping immer beliebter. Aber ist das nicht zu kalt? Wir haben Tipps für dich, worauf es beim Zelten bei Kälte ankommt.
Immer mehr Urlauber möchten auch bei eisigen Temperaturen nicht auf die Flexibilität und Freiheit eines Campingurlaubs verzichten.
Kennst du diese Stille, wenn es draußen schneit und Straßen, Wege und Wiesen ganz weiß sind? Dieses Gefühl können Camper im Winter besonders intensiv erleben.“
Außerdem sind bei frostigen Temperaturen deutlich weniger Nachbarn auf den Campingplätzen zu erwarten. Das sorgt zusätzlich für Entschleunigung und Ruhe und macht Zelten bei Kälte damit zur perfekten Auszeit vom Alltag.
Abenteuerlustige kommen beim Zelten bei Kälte ebenfalls voll auf ihre Kosten: Skifahren, Snowboarden und Co., Après-Ski, Eisbar, Schneewanderungen oder Eisbaden im Meer oder an einem See – es gibt viel zu erleben.
Egal was du vorhast: Die Aktivitäten beim Wintercamping können schnell zu einem Risiko für deine Gesundheit werden. Mit dem ERGO Reise-Krankenschutz bist du im Ausland sehr gut abgesichert. Er leistet für Unterkunft und Verpflegung sowie medizinisch notwendige Leistungen im Krankenhaus. Und bietet außerdem einen telefonischen 24-Stunden-Notruf, wenn du Hilfe brauchst.
Winterliche Besonderheiten einplanen
Damit du beim Zelten im Winter keine buchstäblich kalten Füße bekommst, ist eine gründliche Vorbereitung elementar. Als Allererstes solltest du dir überlegen, wo dein frostiges Campingabenteuer stattfinden soll.
Ausschlaggebend ist dabei der Wetterbericht für den geplanten Reisezeitraum: Temperaturen über dem Gefrierpunkt sind für den Start optimal.“
Bei der Wahl des Campingplatzes solltest du neben deinen persönlichen Wünschen auch die Öffnungszeiten im Blick behalten. Denn manche Plätze haben im Winter geschlossen.
Damit das Zelten bei Kälte ein voller Erfolg wird, achte außerdem gut auf die Ausstattung des Campingplatzes.
Das braucht ein wintertauglicher Campingplatz
- Beheizte Sanitärräume
- Trockenräume
- Stromanschluss
- Möglichkeit zum Gasflaschentausch
- Campingshop
- Feuerstellen für lauschige Winterabende
- Beheizte Aufenthaltsräume zum Lesen, Spielen oder Kochen
- Nach Wunsch weitere Indoor-Angebote wie Schwimmbad, Sauna oder Fitnessstudio
Zelt und Standort sorgfältig auswählen
Vor Ort ist die richtige Platzwahl für das Zelt entscheidend, damit du es möglichst trocken, warm und gemütlich hast. Um Pfützen und damit nasse Füße beim Zelten zu vermeiden, sollte der Stellplatz möglichst ebenerdig sowie windgeschützt und nicht unter schneebedeckten Bäumen liegen.
Zur Befestigung empfehlen wir dir, spezielle Schneeheringe einzupacken. Liegt Schnee, drücke ihn platt, bevor du dein Zelt aufschlägst.
Dein Zelt muss übrigens unbedingt winterfest sein – sonst wird das Zelten bei Kälte schnell ungemütlich. Achte beim Kauf darauf, dass es beidseitig beschichtet und leicht geneigt ist.“
Vor allem im Winter ist außerdem viel Platz zum Trocknen von sperrigem Winterequipment wie Ski und Schlitten elementar. Ein großes Vorzelt bietet ausreichend Stauraum.
Wappne dich außerdem mit der passenden Ausrüstung gegen Nässe im Zelt, Schnee und Eis.
Die richtige Ausrüstung für das Zelten bei Kälte
- Abstreifmatte vor dem Zelteingang, z. B. eine Fußmatte aus dem Auto
- Schneeschaufel
- Hammer
- Besen oder Stange zum Abklopfen von Schnee
- Wasserfeste Stromkabel
- Taschenlampe und Gaslaterne
- Heizung
- Ausreichend Gasflaschen
- Kühlbox, damit Lebensmittel nicht einfrieren
- Wasserkocher und Thermoskanne
- Isomatte
- Schlafsack mit Komfort-Temperatur bis mindestens -10 °C
- Decken bzw. Felle
- Wärmflasche
- Wasserdichte Winterkleidung
- Skiunterwäsche und Thermosocken
- Mütze, Schal und Handschuhe
Um Nässe und Kälte aus dem Zelt zu verbannen, solltest du als Wintercamper außerdem darauf achten, feuchte Stellen sofort trockenzureiben, alle Öffnungen direkt zu schließen und am besten nur zu lüften, wenn gerade kein Schneesturm über den Platz fegt. 😉
Wichtig beim Campen mit Wohnwagen oder Wohnmobil im Winter
Wenn dir Zelten bei Kälte zu extrem ist, du aber trotzdem das Naturerlebnis und die Entschleunigung des Wintercampings erleben möchtest, kannst du mit einem Caravan oder Wohnmobil losstarten.
Ein wintertaugliches Fahrzeug ist dann natürlich ein absolutes Muss. Neben einer Heizung und einer frostgeschützten Wasserversorgung ist besonders eine gute Isolierung wichtig. Die Profiltiefe der Winterreifen sollte mindestens 4 Millimeter betragen, besser sind sogar 5.
Noch ein Tipp: Prüfe vor der Abfahrt das Frostschutzmittel und fülle es gegebenenfalls nach – das gilt übrigens für alle Autofahrer.“
Weitere Besonderheiten beim Wintercamping im Caravan und Wohnmobil:
- Schneeketten und Starthilfekabel mitnehmen.
- Um Frostschäden zu vermeiden, den Hahn des Abwassertanks geöffnet lassen und das Wasser direkt in einem Eimer sammeln.
- Dach regelmäßig von Schnee befreien.
- Frostschutzmittel – oder Heizstäbe bzw. -bänder – in den Waschbecken verhindern, dass die Leitungen einfrieren.
- Thermohauben auf den Scheiben sorgen dafür, dass sie eisfrei bleiben und halten die Wärme im Fahrzeug.
Camping im Winter allein ist schon eine frostige Angelegenheit. Damit dir nicht zusätzlich ein kalter Schauer über den Rücken läuft, wenn das Vorzelt beschädigt oder etwas gestohlen wurde, ist eine spezielle Versicherung für Wohnmobile sinnvoll. Mit dem Baustein „Camper Plus“ der ERGO Kfz-Versicherung sind Camping-Inhalte bis 10.000 € versichert.
Wenn dich jetzt die Abenteuerlust gepackt hast, wünschen wir dir eine gute Reise und natürlich gutes Wetter 🙂
Gehörst du zu den wahren Campingfans und warst vielleicht sogar schon mal im Winter unterwegs? Oder bist du zu verfroren für Zelten bei Kälte? Teile deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.
#EinfachWeilWichtig
[1] https://www.bergwelten.com/a/die-hoechsten-campingplaetze-der-alpen
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