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Heuschnupfen und andere Allergien: Wenn das Immunsystem verrücktspielt

Andreas Morawietz

Wusstest du, dass circa 15 % der Menschen in Deutschland unter Heuschnupfen leiden?[1] Und es werden immer mehr: Zwischen 2010 und 2020 stieg der Bundesdurchschnitt um rund 8,7 %. Die Gründe dafür sind vielfältig: Einerseits spielen genetische Ursachen eine Rolle. Andererseits sind Klimawandel, Umweltverschmutzung, Ernährungsgewohnheiten, Lebensstil und Hygienestandards für die Zunahme verantwortlich.

Da ich selbst unter Heuschnupfen leide, möchte ich meine Erfahrungen und mein Wissen mit dir teilen.“

Wenn im Frühling die ersten Gräser wachsen, die Blumen anfangen zu blühen und die Blätter an den Bäumen zurückkehren, beginne ich zu niesen. Jedes Jahr, wenn die Natur erwacht, leide ich sehr stark unter dem Pollenflug. Gerade sind Haselnuss, Erle und Birke die Auslöser. Meine Augen jucken, ich bekomme nur schlecht Luft und fühle mich schlapp und müde.

Wenn der Körper einen Fehlalarm auslöst

Aber was passiert eigentlich genau im Körper bei einer Allergie wie Heuschnupfen? Schwirren Pollen in der Luft herum, ist der Körper irritiert und reagiert falsch:

Mein Immunsystem denkt, die harmlosen Pollen sind böse Eindringlinge und bildet deshalb Antikörper.“

Mit einer Allergie-Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, konnte ich glücklicherweise den Heuschnupfen ein bisschen in den Griff bekommen. Vielleicht ist das auch für dich eine Möglichkeit. Aber es muss nicht immer eine Hyposensibilisierung sein. Auch mit anderen Mitteln kannst du deine Beschwerden lindern:

Das hilft gegen Heuschnupfen und Allergien

  • Allergen meiden: Versuche am besten den Übeltätern, soweit es möglich ist, aus dem Weg zu gehen.
  • Antihistaminika: Sie hemmen die Wirkung des Botenstoffs Histamin, der unter anderem für die Rötungen und den Juckreiz verantwortlich ist. Das Medikament gibt es in Tablettenform, als Saft, Nasenspray oder Augentropfen. Und meiner Erfahrung nach machen die neuen Präparate nicht mehr so müde, wie ich das noch von früher kenne.
  • Kortisonpräparate: Kortison hat eine antientzündliche Wirkung und lindert dadurch deine Beschwerden. Auch davon stehen dir Tabletten, Nasensprays oder Cremes zur Auswahl.
  • Stresssituationen meiden: Ein durch Stress geschwächtes Immunsystem kann eine Allergie verschärfen. Lebe also lieber nach dem Motto „Keep calm“.
  • Natürliche Heilmittel: Alternativ kann die Naturheilkunde mit Akupunktur oder Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) deine Allergiebehandlung unterstützen.

Allergiebehandlungen versichern

Zum Glück hatte ich mit einer ambulanten Zusatzversicherung vorgesorgt. Die hat einen Teil meiner Behandlungskosten übernommen. Je nachdem, welchen Tarif du wählst, kannst du Leistungen wie ein Privatpatient erhalten. Jetzt informieren!

Außerdem habe ich Mittel und Wege gefunden, die Symptome zu lindern. Es gibt beispielsweise Apps, die mir sagen, zu welcher Zeit die verschiedenen Pollen fliegen – und wann für mich die Luft dünn wird. Gerade beim Sport sind solche Informationen wichtig. Auch im Büro habe ich im wahrsten Sinne ein gut verträgliches Arbeitsklima geschaffen.

Wenn mich die Kollegen mit dem feuchten Lappen winken sehen und jeder Schreibtisch zweimal abgewischt wird, wissen sie: Es ist Heuschnupfen-Zeit.“

Bei 15 % der Erwachsenen wird im Laufe ihres Lebens ein Heuschnupfen diagnostiziert. Frauen sind mit 16,5 % häufiger betroffen als Männer (13 %).

Und als ob das noch nicht genug ist, kommt bei ca. 50 % der Betroffenen eine Kreuzallergie hinzu. Das heißt: Allergiker reagieren auch auf „verwandte“ Lebensmittel. Esse ich zum Beispiel einen Apfel, fängt meine Zunge an zu jucken.

Hausstauballergie: Unsichtbare Übeltäter

Jetzt aber genug gejammert. Es gibt nämlich noch viele andere unangenehme Allergien, die mich zum Glück nicht betreffen. Ich muss mich gar nicht weit umsehen, um Beispiele zu finden: Meine Kollegin Tanja hat eine Hausstauballergie. Im Gegensatz zum Heuschnupfen ist die Hausstauballergie ganzjährig und verschwindet in den Herbst- und Wintermonaten nicht einfach wieder.

Die winzig kleinen Hausstaubmilben, die sich in Kissen, Matratzen oder Teppichen wohlfühlen, sind für Tanja echte Quälgeister. Die Tierchen selbst beeinflussen das Immunsystem nicht. Es sind bestimmte Stoffe im Kot, die eine Allergie hervorrufen. Mehrmals in der Woche holt Tanja den Staubsauger und Staubwedel aus dem Schrank, um die Milben einzufangen und damit ihre Atemwegsbeschwerden zu lindern.

Themenwelt „Besser Atmen“

Kennst du schon die neue DKV Gesundheitswelt mit der Themenwelt „Besser Atmen“?

Dort kannst du dich über Atemwegserkrankungen informieren und erfährst, wie Atmen zum Wohlbefinden beiträgt. Schau doch gleich mal rein!

In Deutschland leiden etwa 7 % der Bevölkerung an einer Hausstaubmilbenallergie. Auch da können Kreuzallergien in Form von Lebensmittelunverträglichkeiten ins Spiel kommen. Bei Tanja sind deshalb Krebse, Krabben, Garnelen, Hummer, Scampi, Muscheln und Austern vom Speiseplan gestrichen.

So diagnostiziert der Arzt Allergien wie Heuschnupfen

Mit meinem Heuschnupfen muss ich schon leben, seit ich ein kleiner Junge war.“

Damals wurde bei mir der sogenannte Prick-Test durchgeführt. Das ist aber nur eine Möglichkeit, um Heuschnupfen oder andere Allergien festzustellen.

Verfahren, um eine Allergie festzustellen

  • Beim Prick-Test tröpfelt dir der Arzt eine allergenhaltige Lösung auf den Arm und ritzt dann die Haut leicht an, damit die Flüssigkeit eindringen kann. Wird die Haut an der entsprechenden Stelle rot und beginnt zu jucken, hast du mit ziemlicher Sicherheit eine Allergie.
  • Der Intrakutan-Test läuft ähnlich ab wie der Prick-Test, ist aber empfindlicher. Der Arzt spritzt die allergenhaltige Lösung mit einer feinen Kanüle in deine mittlere Hautschicht. Der Test ist zwar seltener, wird aber zum Beispiel bei Verdacht auf eine Insektengiftallergie angewandt.
  • Ohne Einritzen der Haut kommt der Scratch-Test aus. Um eine Reaktion auszulösen, wird deine Haut mit einem allergenhaltigen Stoff eingerieben. Der dringt dabei über die Haarwurzeln ein.
  • Beim Patch-Test verwendet der Arzt Pflaster mit kleinen Kammern, in denen sich Salben oder Lösungen befinden, die eine Allergie hervorrufen sollen. Die Pflaster werden dir für 24 bis 48 Stunden auf die Haut geklebt, um eine verzögerte Überempfindlichkeit gegen eine Substanz festzustellen, beispielsweise Nickel.
  • Alternativ oder ergänzend lässt sich eine Allergie auch mit einer Blutprobe erkennen. Vor allem wenn dein Testergebnis nicht ganz eindeutig sein sollte, kann eine Blutuntersuchung Aufschluss geben.
  • Der Provokationstest konfrontiert dich direkt mit dem Allergen, zum Beispiel durch einen Insektenstich oder durch Essen des verdächtigen Lebensmittels. Wichtig ist, dass ein Arzt bei dem Test dabei ist und diesen überwacht, um deine mögliche Reaktion sofort behandeln zu können.

Finanzielle Hilfe beim Kampf gegen die Allergie

Als Allergiker hast du sicher schon verschiedene Dinge ausprobiert, um etwas gegen deinen Heuschnupfen & Co. zu unternehmen. Wenn du ein neues Medikament oder vielleicht einmal ein Naturheilverfahren beim Arzt oder Heilpraktiker testen möchtest, hast du mit einer ambulanten Zusatzversicherung mehr Freiheiten: Du wählst genau die Tarifbausteine aus, die zu dir passen. Dann erhältst du Zuschüsse zu deiner Behandlung und profitierst von einer Zuzahlung zu deinen Medikamenten.

Leidest du auch unter Heuschnupfen oder einer anderen Allergie? Hinterlass mir einen Kommentar! Und vielleicht hast du noch einen Tipp für mich, was du gegen Niesen, juckende und tränende Augen oder eine laufende Nase unternimmst.

[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1323823/umfrage/veraenderung-des-aufkommens-von-heuschnupfen-nach-altersgruppen/

 #EinfachWeilWichtig


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