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25.8.2015

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Renteninformation: Was verrät sie mir?

Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung

Wie die meisten Versicherten erhalte ich seit meinem 27. Lebensjahr meine persönliche Renteninformation von der Deutschen Rentenversicherung. Jedes Jahr bekomme ich aufs Neue Post – jedes Jahr hat sich die Höhe meiner gesetzlichen Altersbezüge geändert. Aber was bedeutet das alles eigentlich genau?

 

Natürlich werfe ich jedes Mal einen kurzen prüfenden Blick auf die Zahlen. Immerhin geht es in dem Schreiben um meine persönliche Rente. Und: Im ersten Moment sehen die Werte auch gar nicht so schlecht aus. Außerdem liegen bis zu meiner Rente noch viele Arbeitsjahre vor mir, die mir angerechnet werden – das wird schon ausreichen... Und ganz ehrlich: In meiner Freizeit beschäftige ich mich ungern mit solch „schweren“ Themen. Also hefte ich meine Renteninformation brav ab und stelle den Ordner zurück in den Schrank.

 

Ähnlich wie mir geht es auch knapp zwei Drittel aller Deutschen: Sie wissen nicht, wie viel Geld sie in etwa im Ruhestand zur Verfügung haben werden. Das zeigt die repräsentative Allensbach-Umfrage* vom Juni 2015. Doch man hört und liest es fast täglich: „Altersarmut“, „…nicht nur auf die staatliche Renten verlassen…“, „Mindestrente“, „Schichtenmodell“, „demografischer Wandel“, „Babyboomer“ usw.. Es wäre vielleicht doch gar nicht verkehrt, sich mal ausführlich mit seiner eignen Renteninformation zu beschäftigen.

 

Renteninformation unter der Lupe

 

Also habe ich meine Renteninformation ein wenig genauer unter die Lupe genommen. Dabei fiel mir die „Regelaltersgrenze“ als erstes ins Auge. Woher weiß ich, ob ich diese überhaupt erreichen werde? Oder vielleicht früher in Rente gehen muss oder möchte? Zudem sind die angegebenen Leistungen alle in brutto ausgewiesen. Das heißt: Von der angegebenen Rente werden später noch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie Steuern abgezogen. Die Rentenanpassung sollte im Vergleich zur Inflation in diesem Zusammenhang ebenso bedacht werden wie mögliche gesetzliche Änderungen. Niemand kann mir zum Beispiel garantieren, dass in 40 Jahren das Renteneintrittsalter immer noch bei 67 Jahren liegt.

 

Zudem legt meine Renteninformation die Beiträge mit dem „Durchschnitt der letzten fünf Jahre“ zugrunde. Zukünftige Einkommenssteigerungen oder -senkungen werden also nicht berücksichtigt. Und schon auf der ersten Seite weist die Deutsche Rentenversicherung selbst darauf hin, dass „…die Renten im Vergleich zu den Löhnen künftig geringer steigen werden und sich somit die spätere Lücke zwischen Rente und Erwerbseinkommen vergrößert..." und somit „…eine zusätzliche Absicherung für das Alter wichtiger [wird].“

 

Auf der zweiten Seite meiner Renteninformation bin ich dann über die „Entgeltpunkte“ und deren Berechnung gestolpert. Hier wird jedes Jahr mein Verdienst mit dem Durchschnittsverdienst aller Versicherten verglichen. Würde mein Verdienst also exakt dem Durchschnitt in diesem Jahr entsprechen, bekäme ich einen Entgeltpunkt angerechnet. Entspricht mein Verdienst nicht dem Durchschnitt, bekäme ich entsprechend mehr oder weniger als einen Entgeltpunkt.

 

Fragezeichen über Fragezeichen

 

Obwohl ich mir Vieles zum Thema Renteninformation anhand meiner Internetrecherche erläutern konnte, verursachte mir zwei Fragen weiterhin großes Unbehagen: Wie sieht meine persönliche Versorgungslücke im Alter aus? Und wie kann ich meine Versorgungslücke sinnvoll schließen? Gerade noch glücklich und ein bisschen stolz, dass ich den Inhalt meiner Renteninformation wirklich verstanden habe, sah ich mich plötzlich wieder mit vielen neuen Fragezeichen konfrontiert…

 

Ich möchte schließlich nicht ein Leben lang arbeiten, um dann meinen Ruhestand nicht so verbringen zu können, wie ich es mir vorstelle. Wenn ich mir überlege, dass mir im Alter beispielsweise das Geld zum Reisen fehlen würde, dann weiß ich nicht, ob ich „der besten Zeit des Lebens“ so gelassen entgegen schauen könnte. Also weiter nachgedacht: Riester-Rente? Betriebliche Altersversorgung? Sparvertrag? Private Lebens- oder Rentenversicherung? Fondsanlagen oder doch Kapitalanlagen?

 

Damals war ich froh und dankbar für das ausführliche Beratungsgespräch mit meinem Partner für Versicherungsfragen. Er zeigte die verschiedenen Möglichkeiten, meine Versorgungslücken zu schließen. Letztendlich entschied ich mich für die Variante, die mir persönlich am meisten zusagte.

 

Eine Pauschal-Lösung gibt’s nicht

 

Da jeder Mensch anders risikofreudig ist, gibt es nicht „die beste Lösung“ wenn es um das Thema Altersvorsorge geht. Oft werde ich im Freundeskreis angesprochen: „Du arbeitest doch in der Versicherungsbranche. Sag doch mal, wie kann ich am besten für meinen Ruhestand vorsorgen?“. Aber ich bin kein Vorsorgespezialist und möchte mich auch nicht mit den Finanzen meiner Freunde auseinandersetzen. Also verweise ich sie immer an die entsprechenden Ansprechpartner. Denn: Auch wenn es wirklich Aufregenderes gibt, als sich mit seiner Renteninformation und den Versorgungslücken zu befassen, so möchte ich doch gerne auf die Aufregung im Alter verzichten, wenn ich meine tatsächliche Altersrente von der Deutschen Rentenversicherung erhalte. Dann möchte ich wirklich lieber ganz andere Abenteuer erleben…

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1 Kommentare

Liebe Kollegen-innen,
Rentenbescheide müssen nicht immer richtig sein. Beim Zusammenschluss der Systeme LVA +BFA wurden oft Daten falsch übertragen wie z. B. die Ausbildungsjahre (max. 3 Jahre) wurden als einfache Beitragsjahre verbucht oder Ausfallzeiten waren völlig verschwunden. es macht also Sinn beim Kunden die Bescheide mit ihm gemeinsam zu prüfen und notwendige Korrekturen zu veranlassen. Solche Anlässe sind ein hervorragender Grund für einen Beratungstermin in Sachen Versorgung fürs Alter etc. Aufwendige komplizierte Analysesysteme, wie der Beratungskompass, können hier eher hinderlich sein. Auf einem Blatt Papier lassen sich derartige Bedarfsermittlungen übersichtlich und einfach darstellen.
Was die Altersversorgung betrifft, sollte man verständliche Bedarfsdarstellungen präsentieren wie z.B.:
1, Der Versorgungsbedarf kann nur an Hand der bestehenden Bruttoeinkünfte ermittelt werde da annähernd alle Rentenarten steuerpflichtig sind. Hinzu kommt die KV / Pfl im Rahmen aller BAV's Diese Betrachtungsweise vereinfacht die Bedarfsermittlung enorm.
2, Bestehende Versorgungsversicherungen sollten grundsätzlich in Form von Rentenbarwerten dargestellt werden, dass macht jede Bedarfsermittlung transparenter. Dabei sollte man sich auf die derzeitigen Ablaufleistungen beziehen. Übertreibungen bei der Gewinnbeteiligung sind momentan relativ unwahrscheinlich. Die Zinsen / Gewinnbeteiligungen werden zukünftig eher steigen, als fallen. Dies war in den Jahren v. 1970 - 2000 eher umgekehrt.
3, Aus der Betrachtung, Verhältnis Rente derzeit und Rentenbarwerte aus den bsetehenden Versorgungsversicherungen, ergibt sich automatisch die Bruttorentenlücke und in der Folge der notwendige Beitragsaufwand.
4, Diese Vorgehensweise trifft für alle Zusatzrisiken (BU-Tod) ebenfalls zu.
Fazit:
Selbstverständlich sind die Aufwendungen wegen der aktuellen Zinslage hoch und überfordern auf dem ersten Blick den Geldbeutel des Kunden. Deshalb sollte man alle Möglichkeiten bestehender Versorgungsangebote incl. möglicher Steuerspar / Sozialabgabensparkonzepte durchrechnen und anbieten. Nur so lässt sich dauerhaft eine lückendeckende Versorgung aufbauen. Selbstverständlich hat unser Haus die Aufgabe faire und nachhaltige Versorgungsprodukte anzubieten, bei denen es nicht nur auf die eigenen Gewinnerzielungswünsche ankommen kann. Der Kunde lohnt die Fairnes eines Versicherungsnuternehmens ebenso wie die Unfairnes.
Ihr S. Hartmann
G. 88228

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