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17.12.2014

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Wie berechnet man ein Leben?

Geburtstagskarten / © Dean Jones / Alamy #CP95JP

Damit ein Versicherer ein langes Leben finanziell absichern kann, muss er sich auch intensiv mit dem Sterben auseinandersetzen. Martin Hintz ist Versicherungsmathematiker. Hier erklärt er, wieso er und seine Kollegen ständig mit dem Tod von Kunden rechnen – ohne darauf zu hoffen.

 

Wenn jemand bei uns Kunde wird, interessiert uns Versicherungsmathematiker die Frage: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Mensch im nächsten Jahr stirbt? Oder im übernächsten? Oder in zwanzig Jahren? Das klingt makaber, finde ich auch. Es ist aber notwendig, um Tarife zu berechnen.

 

Sterbewahrscheinlichkeit

 

Wir ermitteln die Sterbewahrscheinlichkeiten unserer Kunden auf der Grundlage der langjährigen Erfahrungen, die wir mit unseren Versichertenbeständen sammeln konnten. Dabei kalkulieren wir vorsichtig: Zum Beispiel bei einer Risikolebensversicherung rechnen wir in unseren Tarifen mit mehr Todesfällen, als man im Mittel erwarten würde. Bei einer Rentenversicherung ist es andersherum.

 

Längeres Leben, längere Rente

 

Wir gehen also bei der Rentenversicherung rechnerisch von einer längeren Lebensdauer unserer Kunden aus als bei der Risikolebensversicherung. Dafür werden wir oft kritisiert – aber wir müssen es tun, um gegen zukünftige Entwicklungen gewappnet zu sein. Wenn zum Beispiel die Medizin größere Fortschritte macht als vorhergesehen, dann sterben unsere Kunden später als erwartet und beziehen länger Rente. Das muss ein Versicherer leisten können. Wenn solche Veränderungen ausbleiben, erzielt die Versicherung Überschüsse. Sie kommen zum größten Teil wieder unseren Kunden zugute.

 

Sonderbare Überlegungen?

 

Aus diesen für Laien vielleicht sonderbaren Überlegungen darf man nicht folgern, dass wir allen Kunden einen frühen Tod wünschen, weil das etwa für Rentenversicherungen günstiger wäre. Wir brauchen diese Form der Sterblichkeitsanalysen schlichtweg, um die Versicherungsbeiträge zu berechnen.

 

Was beeinflusst die Sterblichkeit?

 

Viele Faktoren beeinflussen die Sterblichkeit. Den größten Einfluss haben das Alter und das Geschlecht. Gleichzeitig lassen diese beiden Eigenschaften sich auch zuverlässig erfassen und kontrollieren. Frauen leben länger als Männer. Aber seit Dezember 2012 dürfen wir geschlechtsspezifische Unterschiede nicht mehr in den Lebensversicherungstarifen berücksichtigen – das sind verbindliche Vorgaben des Gesetzgebers. Also müssen wir nun auch das Mischungsverhältnis der Geschlechter unserer künftigen Kunden möglichst präzise vorhersagen.

 

Weitere Kriterien wie Familienstand oder Body-Mass-Index haben ebenfalls einen Einfluss auf die Sterblichkeit. Sie sind aber oft nicht genau bekannt und können sich natürlich auch jederzeit ändern. Deshalb berücksichtigen wir sie grundsätzlich nicht in der Kalkulation. Bei einigen unserer Tarife unterscheiden wir aber auch nach dem Beruf oder nach dem Rauchverhalten.

 

Bei unseren Tarifkalkulationen spielen auch Kosten eine wichtige Rolle. Dazu gehören Abschluss-, Verwaltungs- und Regulierungskosten. Viele Kunden glauben, dass vor allem die Vermittlerprovisionen die Preise in die Höhe treiben. Diese Provisionen sind aber nur für einen Teil der Abschlusskosten verantwortlich. Und die machen wiederum nur einen Teil der Gesamtkosten aus. Als großer, kundenorientierter Versicherer haben wir natürlich auch Kosten aus der Antragserfassung, Risikoprüfung, Bestandsverwaltung, Leistung, Geschäftssteuerung und anderen Bereichen. Das wird manchmal übersehen.

 

Hinweis: Dieser Text ist bereits im ERGO Kundenbericht 2014 erschienen.

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