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16.4.2015

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Raus aus der Zinsfalle

ERGO Rente Chance

Eine Bundesanleihe mit zwei Jahren Restlaufzeit hat derzeit eine Rendite von minus 0,25 Prozent pro Jahr. Ein deutscher Pfandbrief gleicher Restlaufzeit „rentiert“ mit 0,0 Prozent. Wer kauft so etwas? Eine Institution kennen wir: die Europäische Zentralbank (EZB).

 

Die EZB kauft Staatsanleihen (und auch andere Wertpapiere) in unvorstellbaren Mengen. Als Gegenleistung bietet die EZB Euros an, die sie höchst selbst erschafft. Logische Folge daraus ist, dass es weniger Staatsanleihen am Markt gibt und mehr Euros, also mehr Geld. Viel mehr Geld. Weil Staatsanleihen knapp werden, steigt ihr Preis; und weil die Euros immer mehr werden, sinkt ihr Preis. Ein „billiger“ Euro bedeutet, dass einerseits die Zinsen sinken (Zinsen sind der „Preis“ für die Überlassung von Geld) und andererseits der Wechselkurs zum Dollar fällt. Das finden viele Volkswirte gut, denn:

 

1. Investitionen und Konsum nehmen zu. Das kurbelt die Wirtschaft in der Eurozone an.

 

2. Unsere Waren werden in Dollar gerechnet billiger. Das erleichtert den Export und kurbelt ebenfalls die Wirtschaft an.

 

Also: Die EZB „druckt“ Geld und es profitieren alle! Wirklich alle? Nun ja. Wer Geld anlegt, zum Beispiel für sein Alter, hat ein Problem: Es gibt (fast) keinen positiven Zins mehr. Wer trotzdem sparen will, kann Alternativen zum Nullzins suchen. Viele Anleger kaufen jetzt riskantere festverzinsliche Wertpapiere, wie zum Beispiel Unternehmensanleihen. Andere kaufen Aktien und wieder andere kaufen Immobilien für die eigene Nutzung oder als Kapitalanlage. Denn auch Immobilienkredite sind günstig wie nie (falls Sie ein Darlehen benötigen, bitte bei unserer Immobilienfinanzierung nachfragen). Die Folge dieses Verhaltens ist, dass auch die Preise für riskante Wertpapiere, Aktien (DAX ist auf Rekord) und Immobilien steigen.

 

Man kann nicht dauerhaft Geld drucken und alles wird gut

 

Wo ist also das Problem? Das Problem ist nach Ansicht anderer Volkswirte, dass es nicht ewig so weitergehen kann. Man kann nicht dauerhaft Geld drucken und alles wird gut.*) Das haben in der Wirtschaftsgeschichte schon viele versucht. Gescheitert sind sie früher oder später alle. Geld ist wie Wasser – es sucht sich seinen Weg. Und der führt früher oder später zu Preisanstiegen – entweder flächendeckend (dann nennt man es Inflation) oder selektiv am Kapitalmarkt (dann nennt man es „Blase“). Blasen platzen. Immer! Man weiß nur nicht wann. Seien Sie also auf der Hut!

 

Was bedeutet das für uns?

 

Ein Versicherer muss bekanntlich ständig Geld anlegen, da die Prämie vor der Leistung fließt. In der Schaden-/Unfallversicherung führen die niedrigen Zinsen zu geringeren Jahresüberschüssen. Ob wir das auf Dauer durch höhere Prämien oder niedrigere Kosten/Schäden ausgleichen können, ist mehr als fraglich. In der privaten Krankenversicherung spielen die Zinserträge eine noch größere Rolle. Ein Teil der Prämie wird angelegt, um Beitragserhöhungen im Alter zu bremsen. Dieser Mechanismus wird durch die ultra-niedrigen Zinsen natürlich geschwächt. Und in der Lebensversicherung? Hier haben wir bekanntlich sehr lang laufende Garantien gegeben. Dank unseres seit Jahren erprobten Asset Liability Managements (ALM) haben wir gigantische Bewertungsreserven angehäuft, mit deren Hilfe wir die Garantien finanzieren. (Anmerkung: Sinken die Zinsen, steigt der Wert eines festverzinslichen Wertpapieres vorübergehend an, bevor es am Laufzeitende zum Nominalwert zurückgezahlt wird).

 

Aber auch wir können nicht zaubern. Das Neugeschäft in Leben wird leider sowohl aus Kundensicht als auch aus Aktionärssicht immer unattraktiver. Das gilt insbesondere für klassische Garantieprodukte. Selbst unsere neue Produktgeneration ERGO Rente Garantie ist nicht immun gegen Marktzinsen nahe null. Etwa die Hälfte unserer Kunden verzichtet auch daher auf die Bruttobeitragsgarantie und kauft lieber die ERGO Rente Chance.

 

Die Strategie der extrem niedrigen Zinsen ist auf Dauer ein Irrweg

 

Wir arbeiten daran, Politik und Notenbanken davon zu überzeugen, dass die Strategie der extrem niedrigen Zinsen auf Dauer ein Irrweg ist. Als Unternehmen können wir jedoch nicht auf das Prinzip Hoffnung setzen – wir müssen reagieren. Das heißt: Produkte entwickeln und Geschäfte fördern, die weniger kapitalmarktabhängig sind.



*) P.S. Wer selbst herausfinden will, wie sich das Drucken von Geld auf die Preise auswirkt, sollte das alte Kinderspiel „Kuhhandel“ ausprobieren

schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
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