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8.5.2014

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Rauchmelder – Lautstarke Lebensretter

Rauchmelder

Dem tödlichen Qualm entkommen

 

Es ist zwei Uhr in der Nacht. Die ganze Wohnung ist voller Rauch. Draußen vor dem Haus Lärm. Feuerwehrmänner, Sirenen. Der Balkon geht in einen kleinen Innenhof nach hinten, Mehrfamilienhaus in Düsseldorf, dritte Etage, ohne Feuerleiter. Hier geht’s nicht raus. Erlebt hat dies die Freundin einer Arbeitskollegin. Zum Glück konnten die Feuerwehrleute sie noch durch das Treppenhaus retten. Ihr Rauchmelder lag nutzlos auf dem Fensterbrett. „Ich wollte schon seit Tagen die Batterien wechseln.“

 

Rauchwarnmelder sind kleine, unscheinbare Geräte. Doch sie vermögen Großes, wenn man sie ordnungsgemäß anbringt und regelmäßig die Batterien wechselt. Sie können Leben retten. Täglich sterben ein bis zwei Menschen in Deutschland durch Brände, 70 Prozent davon nachts in der eigenen Wohnung. Die meisten Opfer ersticken im Schlaf ohne überhaupt aufzuwachen. Denn der tödliche Rauch breitet sich meist ziemlich schnell und lautlos aus. Ein Rauchmelder aber schlägt frühzeitig mit einem schrillen Signalton Alarm. Damit kann er Betroffenen einen entscheidenden Vorsprung verschaffen. 

 

Brandursachen: Brennende Kerzen, Zigaretten, defekte Kabel

 

Es kann ausreichen, eine brennende Kerze zu vergessen oder die Glut einer Zigarette fällt unbemerkt zu Boden. Wenn das Feuer auf Vorhänge oder Tischdecken übergreift, kann sich die gesamte Wohnung innerhalb kürzester Zeit in ein flammendes Inferno verwandeln. Viele nehmen an, dass nur fahrlässiges Verhalten zu einem Feuer führen kann. Das ist ein Irrtum. Viele Wohnungsbrände werden durch schadhafte Kabel, defekte Elektrogeräte oder Brandstiftung in Keller und Hausflur verursacht. So geraten immer wieder Menschen ganz ohne eigenes Verschulden in Lebensgefahr. Rauchmelder können keinen Brand verhindern. Aber sie helfen, dass Menschen rechtzeitig gerettet werden. 

 

Die meisten Brandopfer sterben an einer Rauchvergiftung

 

90 Prozent aller Brandopfer sterben nicht an den Flammen, sondern an einer Rauchvergiftung. Vor allem nachts ist der Rauch lebensgefährlich: Bereits das Einatmen weniger Lungenfüllungen kann tödlich sein. Häufig werden Opfer im Schlaf ohnmächtig, ehe das Feuer die Bausubstanz angegriffen hat. Der Grund: Die Sinne von Schlafenden registrieren den beißenden Geruch nicht.

 

Alarm weckt sogar Tiefschläfer

 

Der durchdringende Ton eines Rauchmelders dagegen weckt sogar Tiefschläfer umgehend auf. Das verschafft ihnen die nötige Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Und im Brandfall kommt es tatsächlich auf jede Sekunde an: In nur 30 Sekunden kann ein Feuer außer Kontrolle geraten, in fünf Minuten kann ein Zimmer vollständig ausbrennen.

 

Rauchmelder reagieren auf Lichtstrahlen

 

Rauchmelder funktionieren dabei nach dem Prinzip der Lichtstreuung: Im Inneren der Geräte befindet sich eine Messkammer, in der regelmäßig eine Lichtquelle eingeschaltet wird. Sobald Rauch eindringt, werden die Lichtstrahlen gestreut und auf eine Fotolinse gelenkt. Dann reagiert der Melder und löst ein Warnsignal aus. Bei geprüften Meldern führen weder Zigaretten noch Kerzen zum Alarm.

 

Rauchmelder sind bereits Pflicht in 13 Bundesländern

 

In dreizehn Bundesländern sind die Warngeräte bereits Pflicht: In Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen sind Rauchmelder bei Neu- und Umbauten gesetzlich vorgeschrieben.

 

Mindestens ein Gerät pro Wohnung - besser sind mehr

 

Als Mindestschutz nach der DIN-Norm 14676 (Rauchmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung) wird ein Rauchmelder pro Wohnung empfohlen, am besten im Flur. Noch sicherer ist es, wenn zusätzlich jeweils ein Warngerät in Schlaf- und Kinderzimmern sowie im Wohnzimmer angebracht wird. Keine Rauchmelder sollten dagegen in Küche und Bad angebracht werden: Wasserdämpfe können Fehlauslösungen der Warnmelder hervorrufen. Ein guter Anhaltspunkt für die Qualität ist das Prüfzeichen ,Q' in Verbindung mit dem Siegel der VdS-Schadensverhütung oder dem des Kriwan-Testzentrums.

 

Der richtige Platz: Hier gehört der Rauchmelder hin

 

Rauchmelder gehören an die Zimmerdecke, da Rauch immer nach oben steigt. Das Gerät möglichst in der Raummitte in waagerechter Position montieren, etwa 50 Zentimeter entfernt von Wänden. In der Nähe von Luftschächten, in starker Zugluft oder in der Dachspitze haben Rauchmelder nichts zu suchen. Gleiches gilt für Räume, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entstehen. Als Faustregel gilt: Ein Gerät im Flur pro Etage sowie in den Schlafzimmern und auf jeden Fall im Kinderzimmer.

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2 Kommentare

Hier gibt es eine gute Übersichtsseite, bei der man auf einer Landkarte die Bestimmungen der einzelnen Bundesländer aufrufen kann. Für Bestandsbauten gibt es ja noch Übergangsfristen: http://rauchmelderpflicht.net/


Ach ja! Ein Eintrag im Kalender (mit Erinnerungsfunktion), dass die Batterien rechtzeitig gewechselt werden und man nicht für den Signalton "Batterie-bald-leer" aus dem Tiefschlaf gerissen wird, schont die Nerven ;-) ...und verhindert nächtliche Kletteraktionen auf der Leiter.

Hallo Dini, vielen Dank für den Link! Die nächtlichen Überraschungen wegen leerer Batterien kenne ich leider selbst auch... Viele Grüße, Kristina Tewes

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