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25.5.2015

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Pfingststurm: Auf unsere Soforthelfer war Verlass

Folgen von Pfingststurm Ela

Umgestürzte Bäume, kaputte Häuser: Pfingststurm „Ela“ verwüstete vor knapp einem Jahr weite Teile Nordrhein-Westfalens. Doch auf unsere Soforthelfer war Verlass. Sie rückten mehr als 1.000 Mal aus. Sebastian Schmieding war für ERGO Tag und Nacht im Einsatz.

 

Am Pfingstmontag hatte es über Tag mehrere Warnungen des Deutschen Wetterdienstes gegeben. Gegen zwanzig vor neun am Abend zog Orkantief Ela vom Süden auf Düsseldorf zu. Der Himmel verdunkelte sich, wurde schwarz. Dann brach der Orkan los. Im Online Dienst der Rheinischen Post wurde die dramatische Entwicklung im Minutentakt notiert: „20.51 Uhr. Der erste Notruf geht in der Feuerwehrwache 1 an der Hüttenstraße ein. Im Düsseldorfer Süden ist ein Baum in der Haus-Endt-Straße umgefallen. Der Erste von einigen zehntausend.

 

Naturgefahren

 

20.54 Uhr. Die erste automatische Feuermeldung einer Brandmeldeanlage vom DRK-Zentrum in der Kölner Landstraße schlägt in der Leitstelle Alarm. Im Minutentakt kommen weitere Brandmeldungen dazu.“

 

ERGO Soforthelfer Sebastian Schmieding hörte die Nachrichten und wusste, dass er seinen Urlaub am nächsten Tag vergessen könnte. Mittlerweile prasselten bis zu 1.000 Notrufe in der Stunde auf Polizei und Feuerwehr ein. Allein in der Landeshauptstadt wurden mehr als 22.000 Straßenbäume beschädigt. „Ela“ wird zum Sturm der Superlative.

 

Am folgenden Morgen klingelte zum ersten Mal Schmiedings Telefon. Und hörte gar nicht mehr auf zu klingeln. Rund 200 Sturmschäden begutachtete er in den folgenden Tagen. Das ist seine Geschichte:

 

Tornado-Windhose hinterlässt Trümmerfeld in Mülheim

 

Als ich in Mülheim eintraf, bot sich mir ein Bild der Verwüstung. Schon auf dem Weg dorthin hatte ich Stämme von zwei Metern Umfang gesehen, die der Sturm wie Streichhölzer geknickt hatte. Hier hatte eine Tornado-Windhose zwei größere Häuser auf benachbarten Grundstücken schwer beschädigt. Es handelte sich um ein 5-Parteien- und ein Zweifamilienhaus. Diverse Bäume waren eingeknickt und teilweise auf die Gebäude gefallen. Beide Dächer waren in Mitleidenschaft gezogen, eins sogar bis zu einem Drittel abgedeckt. Ziegel lagen herum, oben klaffte ein Loch.

 

10.000 Schäden meldeten ERGO Kunden nach dem Unwetter. Zwei Drittel davon betrafen Wohngebäude.

 

Hier musste schnellstens mit Dachdeckern eine Notabdeckung mit Hilfe einer Folie gezogen werden, um keine Feuchtigkeit eintreten zu lassen. Zum Glück hatten die Anwohner schon größere Äste und Baumreste zur Seite geschafft, sonst wäre man gar nicht auf das Grundstück gelangt.

 

Ich schaute mir alles an, auch eine beschädigte komplizierte und teure Haussteuerung. Die würde auf jeden Fall mindestens neu programmiert werden müssen. Für beide Häuser überschlug ich grob Kosten von jeweils 35.000 bis 40.000 Euro. Übrigens wurde meine Schätzung im Laufe der folgenden Wochen nur leicht übertroffen. Die Regulierungs-Summe belief sich am Ende auf zusammen knapp 100.000 Euro.

 

Ich veranlasste die notwendigen Räumarbeiten, beauftragte die Handwerker und sorgte dafür, dass diese in der richtigen Reihenfolge erschienen. Diesen Überblick zu behalten, war in dem Chaos die Rettung. Das schnelle Eingreifen der Handwerker verhinderte, dass einer der Mieter vorübergehend ausziehen musste. Immer wieder schaute ich mir in den folgenden Wochen die Lage vor Ort an und kontrollierte den Fortschritt der Arbeiten. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, wie es dort in jenen Tagen aussah.

 

Mit Hubwagen gegen Scheinzypressen

 

In Essen sah ich mich mit einer mächtigen Scheinzypresse konfrontiert, die durch die Kraft des Windes gegen ein Zweifamilienhaus gestürzt war. Der haushohe Baum war derart üppig, dass ich nicht sofort sehen konnte, was an dem Haus im Endeffekt kaputt gegangen war. Die Bewohner waren stark beunruhigt, auch ich war mir unsicher: Das Schlimmste musste befürchtet werden. Eine alte Dame aus dem Erdgeschoss zog aus Angst zu ihrer Tochter, was aber nach meiner Ansicht zu keiner Zeit erforderlich gewesen wäre. Aber in solchen Momenten ist es wichtig, dass man die Sorgen der Betroffenen ernst nimmt.

 

Ein Drittel der Fassade war unter dem Baum begraben. Mit Hilfe eines Hubwagens, eines so genannten Steigers, wie man ihn von der Ampelreparatur von der Straße kennt, näherten sich Experten dem Koloss. Behutsam wurde zunächst mit einer Ausdünnung begonnen. Um sicherzustellen, dass von innen keine Schäden vorliegen, ließ ich rund vier Quadratmeter der bis dahin noch intakten Vertäfelung des Dachgeschosses abnehmen. Eine schwere Entscheidung, aber das gehört zu meiner Verantwortung und meiner Arbeit: Manchmal muss man so einen Schaden bewusst herbeiführen, um einen möglichen unentdeckten Schaden, der viel gravierender sein könnte, aufzuspüren.

 

Zum Glück zeigte sich schnell, dass die Scheinzypresse das Haus tatsächlich nur von außen geschädigt hatte. Ich besprach mit dem Sohn der Dame den Ablauf der Arbeiten. Verschiedene Handwerker, denen ich seit Jahren vertraue, wurden schnell aktiv. Der Baum wurde behutsam demontiert, dann die Fassade wieder repariert. Es hatte alles schlimmer ausgesehen, als es war. Zum Glück.

 

Kahlschlag in Gelsenkirchen

 

In Gelsenkirchen fuhr ich durch eine unwirkliche Straße. Gestern hatten hier noch Platanen gestanden, eine neben der anderen – alle weg. Keine einzige hatte „Ela“ überlebt. Es sah aus, als hätte ein Riesenschiff alles umgepflügt. Dann kam ich zum eigentlichen Ziel meines Einsatzes: Eine ältere Dame hatte erst vor wenigen Monaten die Fassade ihres Hauses renovieren lassen und auf ihrem großen Grundstück einen aufwändigen Erlebnisparcours für Hunde aufgebaut. Die Bäume: entwurzelt oder umgeknickt. Die Zäune: stark beschädigt. Das Dachfenster: zerstört. Die neue Hundeanlage im Garten: eine Trümmerlandschaft. Die war allerdings nicht mit versichert. Die Kundin war am Boden zerstört. Ich plante sofort die ersten Aufräumschritte.

 

63% der Schäden wurden innerhalb von nur einer Woche durch unsere Soforthelfer begutachtet.

 

Das größte Problem war in den Folgetagen nach „Ela“ bald, überhaupt noch Leute für die notwendigen Arbeiten zu bekommen: Bäume zerkleinern, abtransportieren, Dächer oder Dachfirste sichern, Zäune richten. Zum Glück waren wir durch unser Netzwerk an Partnerunternehmen gut aufgestellt. Die Firma, die erst kürzlich hier alles hergerichtet hatte, schickte Kostenvoranschläge für den Wiederaufbau. Wir gingen alles im Detail durch: Was war vorher Standard, was sollte jetzt wodurch ersetzt werden? Das war alles schnell geklärt. Die Dame war sehr froh und dankbar, dass ihr in dieser schweren Stunde jemand so zur Seite stand. Das ist ein tolles Gefühl, dafür sind wir schließlich da.

 

Dieser Text ist bereits im ERGO Kundenbericht 2015 erschienen.

 

8 Tipps für den Ernstfall

 

Das rät ERGO Schadenexpertin Mareike Pesch bei Unwetter.  

 

Bündnis Blickwinkel Ela

 

ERGO hat das Bündnis Blickwinkel Ela mitgegründet. Gemeinsames Ziel der Bündnispartner ist es, mitzuhelfen, die Grünanlagen wieder aufzuforsten.

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