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12.1.2017

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Mein Besuch in Estland: Die digitalisierte Nation

ERGO CDO Mark Klein lernt bei den Kollegen von ERGO Baltics einen erfolgreichen Start-ups-Inkubator in Tallinn kennen – und die umfassenden digitalen Angebote, welche die estnische Regierung für ihre Bürger entwickelt hat. Im Blog berichtet er über seine Eindrücke.

 

Tallinn – eine wunderschöne, mittelalterlich geprägte Stadt an der Ostsee, Luftlinie nur knapp 80 Kilometer von Helsinki entfernt. Kestutis Bagdonavicius, CEO von ERGO Baltics, hat mich an diesen Ort zum Wissens- und Ideenaustausch eingeladen. Mit den ERGO Kollegen diskutiere ich intensiv über das Start-up Camp (für das sie einen Innovationspreis erhalten haben), Service Applikationen und das elektronische Dokumenten-Management. Und wir werfen einen Blick über den Tellerrand: Wir besuchen die Technische Universität Tallinn, an der jeder vierte Student in Estland studiert. Besonders interessieren wir uns dort für die Mektory – ein Inkubator, für dessen Konzept die Universität einige namhafte Unternehmen begeistert hat.

 

Junge Start-ups unterstützen

 

Auch wir als ERGO unterstützten die Idee, jungen Ausgründungen der Universität ein Zuhause zu schaffen. Der Erfolg gibt es dem Ansatz recht: Diverse Start-ups machen von hier direkt den Sprung über den großen Teich; zuletzt hat ein Unternehmen ein Büro in San Francisco eröffnet, das Cyber-Sicherheitslösungen entwickelt. Mich beeindruckt, wie tief Innovationen in den Köpfen der Menschen verwurzelt sind: Selbst Schüler der 3. Klasse beteiligen sich an Ideenwettbewerben zu Innovationen!

 

Am nächsten Tag geht es zu meinem persönlichen Highlight des Besuchs: e-Estonia. Die Regierung Estlands hatte es sich zum Ziel gesetzt, den digitalsten Staat auf der Welt zu schaffen – und sie waren erfolgreich: Jeder Einwohner von Estland hat einen Pass, mit dem er sich digital authentifizieren kann. Er kann auf der SIM-Karte des Mobiltelefons abgespeichert werden und ermöglicht so eine digitale Signatur, die in Estland juristisch bindend ist. In Verbindung mit einer sicheren Verschlüsselung können Bürger durch die digitale Authentifizierung 99 Prozent der Prozesse zwischen ihnen und den Behörden vollkommen digital abwickeln.

 

Digitalisierung mit Köpfchen

 

Die Vorteile sind beeindruckend: Firmengründungen dauern rund 18 Minuten, Arzneirezepte werden elektronisch ausgestellt und direkt in der Apotheke um die Ecke abgeholt. Wahlen können voll digital erfolgen, eine enorme Erleichterung insbesondere für Esten, die im Ausland leben. Und die Bürger nutzen dieses Angebot intensiv: Mittlerweile wird rund jede dritte Stimme bei Wahlen digital abgegeben. Mich inspiriert e-Estonia sehr – weil die Chancen der Digitalisierung so gekonnt, umfassend und konsequent genutzt werden. Ich bin sicher, dass wir noch viel vom Digital Leader Estland hören werden.

 

Übrigens, ein paar wenige Ausnahmen gibt es bei den Prozessen, allerdings nicht aus technischen Gründen: Um Spontan- oder Zwangsehen zu vermeiden, müssen Esten weiterhin persönlich beim Standesamt erscheinen. „Drum prüfe, wer sich ewig bindet" – das gilt also auch in Zeiten der Digitalisierung. So zeigt e-Estonia auch, dass Digitalisierung mit Köpfchen nie Selbstzweck ist, sondern immer einem übergeordneten Ziel dient.

 

Über Kommentare, Fragen oder Anregungen freue ich mich sehr.
Ihr Mark Klein

 

Mark Klein: Chief Digital Officer bei ERGO

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