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12.9.2016

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Riester: „Attraktive Rendite trotz niedriger Zinsen“

Die Riester-Rente musste viel Kritik einstecken. Trotzdem bringt die VORSORGE Leben jetzt ein neues Produkt an den Markt. Vorstand Michael Fauser erklärt im Interview, warum Riester weiterhin sinnvoll für die Altersvorsorge ist und was die neue Riester-Rente Fonds auszeichnet.

 

Herr Fauser, Politiker, Verbraucherschützer und Presse üben lautstark Kritik an der Riester-Rente und die Abschlüsse sind branchenweit rückläufig. Warum bringen wir jetzt ein neues Produkt?
Fauser: Laute Argumente sind nicht automatisch die besten. Die Riester-Rente ist einen großer Erfolg. Es gibt heute rund 16,5 Millionen Verträge, obwohl Riester erst 2002 eingeführt wurde. Wir brauchen solche private Vorsorge um den Lebensstandard zu sichern. Da sind sich praktisch alle Experten einig und versuchen möglichst viele Bürger davon zu überzeugen. Deshalb ärgert es mich schon, wenn die Kritiker jetzt Menschen verunsichern, die in den vergangenen Jahren etwas für ihre Altersvorsorge getan haben. Riester abzuschaffen und womöglich die Guthaben in die gesetzliche Rentenversicherung zu überführen, wäre ein echter Vertrauensbruch.

 

Michaeln Fauser, VorsorgeWas entgegnen Sie denn Kritikern, die Riester-Verträge einfach für zu teuer halten?
Fauser: Was heißt denn zu teuer? Natürlich entstehen bei einem Riester-Vertrag höhere Kosten als beispielsweise bei einem preisgünstigen Indexfonds. Dafür bietet Riester aber mehr. Nach Ende der Sparphase erhält der Kunde eine garantierte monatliche Rente, sein Leben lang. Und flexibel ist Riester auch noch: Der Kunde kann sich beispielsweise zum Rentenbeginn 30 Prozent des Guthabens auszahlen lassen. Der Staat stellt zu Recht hohe Anforderungen an die Produkte, für die er Zulagen zahlt. Leistungen haben aber immer einen Preis. Wer dann fairerweise die nötige Beratung und die aufwändige Verwaltung der Zulagen berücksichtigt, wird zu dem Schluss kommen, dass Preis und Leistung bei Riester durchaus angemessen sind.

 

Kunden interessieren sich vor allem für den Ertrag. Da kann er bei Riester nicht viel erwarten.
Fauser: Geringe Erträge sind ein Problem der anhaltenden Niedrigzinsphase. Davon sind alle Sparer betroffen, nicht nur die mit einem Riester-Vertrag. Wer sein Geld zur Bank trägt, bekommt praktisch gar keinen Ertrag mehr. Riester-Verträge bieten da mehr: Schließlich zahlt der Staat den Bürgern Zulagen. So können Kunden eine attraktive Rendite trotz niedriger Zinsen erzielen.

 

Aber bieten Aktien langfristig nicht viel mehr Rendite?
Fauser: Im Prinzip stimmt das. Nur können Sie mit einem reinen Aktieninvestment keine garantierten Leistungen darstellen. Zudem sind die Deutschen nicht gerade begeisterte Börsenfans. Unsere neue Riester-Rente Fonds geht daher einen Mittelweg. Eine klassische Kapitalanlage stellt dabei in Kombination mit einem Garantiefonds die Beitragsgarantie sicher. Durch den Einsatz dieses Fonds nutzen die Kunden gleichzeitig Chancen am Kapitalmarkt. Wenn auch in beschränktem Maße, weil die Garantien erst gesichert sein müssen. Ist das der Fall, kann ein Kunde sogar in reine Aktienfonds investieren und so seine Renditechancen noch verbessern.

 

Die Menschen mit kleinen Einkommen haben davon aber wenig. Sie können oft gar nicht sparen.
Fauser: Da muss ich widersprechen. Wer beispielsweise auf Hartz IV angewiesen ist, muss nur fünf Euro im Monat sparen, um die vollen Zulagen zu bekommen. Natürlich wird er so nicht reich. Bezogen auf den finanziellen Einsatz ist das jedoch ein Super-Geschäft. Auch für Geringverdiener und Auszubildende lohnt sich Riester besonders. Berufseinsteiger bekommen sogar noch einen Einmalbonus von 200 Euro. Und jetzt stellen Sie sich bitte vor, der Versicherungsberater erklärt einem jungen Menschen am Beginn seines Arbeitslebens die ganzen Riester-Vorteile, die der wegen der kritischen Presse vielleicht gar nicht wahrnimmt. Eine solche Beratung schafft Vertrauen und ist oft die Eintrittskarte für eine partnerschaftliche Geschäftsbeziehung, die Jahre halten kann.

 

Was könnte bei Riester ihrer Meinung nach verbessert werden?
Fauser: Zuerst sollte der Gesetzgeber die Fördergrenzen erhöhen. Die Einkommen sind in den vergangenen Jahren gestiegen, ohne dass der Gesetzgeber den Höchstförderbetrag entsprechend angepasst hat. Bei der Beantragung und Verwaltung der Zulagen kann man sicher einiges vereinfachen und so die Kosten senken. Mit Blick auf Geringverdiener halte ich es auch für sinnvoll, wenn die Anrechenbarkeit auf eine staatliche Grundsicherung entfallen würde. Das ist in der Altersvorsorge eine Motivationshürde für Menschen mit niedrigem Einkommen. Und nicht zuletzt sollte die heute vorgeschriebene Beitragsgarantie von 100 Prozent auf den Prüfstand. Sie ist für den Kunden zu teuer und verhindert, dass ein größerer Teil der Beiträge in Sachwerte wie Aktien und Immobilien fließt. Das sind bei einer Langfristanlage jedoch die wichtigsten Renditetreiber und für eine ertragsstarke Altersvorsorge unverzichtbar. Die höheren Kursschwankungen sind wegen der langen Ansparzeiten dagegen kein echtes Problem. Wer 20 Jahre und länger anspart, hat mit Sachwerten fast immer gute Erträge erzielt.

 

Weitere Informationen: http://www.ergo.de/de/Produkte/Rentenversicherung/Riester-Rente

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