Über das Blog

„ERGO ganz nah“ ist das Corporate Blog der ERGO Group AG.

Kontakt

Sie haben eine Frage zu „ERGO ganz nah“? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Partner des DFB-Pokals

Offizieller Partner des DFB-Pokals

ERGO ist offizieller Partner des DFB-Pokals. Hier kann man Großes schaffen – auch als Kleiner. Wir glauben daran und sagen „Mach was draus!“

RSS-Feeds

RSS Feed Icon Immer aktuell informiert: Abonnieren Sie unsere Themen als RSS-Feeds.

RSS-Feeds anzeigen

Unsere Marken

       

       

 

28.7.2016

Empfehlen Drucken

Vollmacht und Verfügung: Wofür? Was ist das?

Mutter und Kind

Als Unternehmerin und alleinerziehende Mutter einer neunjährigen Tochter habe ich mich schon früh mit dem Thema „Vollmacht und Verfügung“ auseinandergesetzt. Ich weiß, niemand spricht gerne darüber, dass ihm oder ihr etwas zustoßen könnte. Nur sind wir doch mal ehrlich: Kann ich das wirklich wissen? Können Sie das wissen? Und genau deswegen finde ich es wichtig, für den Fall der Fälle etwas in der Hand zu haben.

 

Wir lesen täglich in den Medien von tragischen Schicksalen die Menschen passieren. Ein an sich harmloser Unfall kann dazu führen, plötzlich nicht mehr handlungsfähig und entscheidungsfähig zu sein.

 

Wenn ich mich mit meinen Freunden und Bekannten über dieses Thema unterhalte, geht wirklich jeder davon aus das automatisch Familienangehörige entscheiden dürfen. Leider ist das ein weit verbreiteter Irrtum. Rechtsverbindliche Entscheidungen für minderjährige Personen dürfen von Dritten nur dann durchgeführt werden, wenn eine gültige Vollmacht vorhanden ist (vgl. BGB §164 und §662).

 

Im Ernstfall die Angehörigen entlasten

 

Ohne eine entsprechende Vollmacht wird eine fremde Person (gerichtlich bestellter Betreuer) eingesetzt. Würde Ihnen das gefallen? Mir auf jeden Fall nicht. Mit einer Vollmacht hingegen schützen Sie sich und Ihre Kinder davor und können sicher gehen, dass einen von Ihnen benannte Vertrauensperson in Ihrem Sinne handelt.

 

Welche Vollmachten und Verfügungen sind wichtig?

 

Für mich gehören diese fünf dazu:

 

1. Vorsorgevollmacht

 

Bei einer gesundheitlichen Beeinträchtigung für den Fall, dass Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen hilft die Vorsorgevollmacht. Sie bestimmen eine Person Ihres Vertrauens, die an Ihrer Stelle für alle Lebensbereiche Entscheidungen in Ihrem Sinne treffen soll.

 

2. Patientenverfügung

 

Bei einer Patientenverfügung legen Sie schriftlich fest, ob und wie in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden soll, wenn Sie nicht mehr entscheidungsfähig sind (vgl. BGB §1901a Absatz 1). Auf diese Weise behalten Sie Ihr Selbstbestimmungsrecht, auch wenn Sie zum Zeitpunkt der Behandlung nicht ansprechbar sind.

 

3. Betreuungsverfügung

 

Bei der Betreuungsverfügung handelt es sich um eine Willensäußerung, mit der jemand für den Fall seiner Betreuungsbedürftigkeit Vorschläge zu der Person seines Vertrauens (Betreuer) oder Wünsche zur Wahrnehmung der Aufgaben des Betreuers äußert (Ort der Pflege, Art der Versorgung). Die Wünsche muss der spätere Betreuer unter Beachtung des Wohls des Betroffenen und der Zumutbarkeit für den Betreuer ausführen.

 

4. Unternehmervollmacht

 

Führen Sie Ihr Geschäft alleine? Über eine Unternehmervollmacht regeln Sie wie und vor allem von wem Ihr Unternehmen weitergeführt wird – für den Fall, dass Sie dazu vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr in der Lage sein sollten. Das gilt auch, wenn ein Ehepartner mit in der Firma arbeitet. Das ist ein sehr wichtiger Bereich für alle Selbstständigen, Geschäftsführer oder Firmeninhaber. Damit Ihr Geschäft auch in dem Fall weiterlaufen kann, wenn Sie nicht mehr handlungsfähig sind.

 

5. Sorgerechtsverfügung

 

Für mich persönlich  ist diese Verfügung eine Pflicht! Besonders für alleinstehende Mütter und Väter, die das alleinige Sorgerecht haben, nicht wegzudenken! Dennoch sollten auch Eltern, die das gemeinsame Sorgerecht haben, eine Sorgerechtsverfügung besitzen. Sie gibt Ihnen die Möglichkeit, namentlich einen Vormund des Vertrauens für Ihr Kind oder Ihre Kinder zu bestimmen. Sie können auch bestimmte Personen vom Erhalt des Sorgerechts ausschließen. Dadurch legen Sie verantwortungsvoll fest, bei wem Ihre Kinder am besten aufgehoben sind für den Eintritt eines Unglücksfalls.

 

Überprüfen, informieren, tun!

 

Wie schon oben erwähnt, setzt sich niemand gerne mit diesem Thema auseinander. Hierbei gilt aber: Je eher daran, desto eher davon. Und das schöne ist: Wenn Sie erstmal alles beisammen haben, ist der erste Schritt schon getan.

 

Links und weitere Informationen

  • www.bmjv.de Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz
  • www.das.de Musterschreiben, Merkblätter und Checklisten für Kunden mit DAS Rechtsschutz
  • www.vorsorgeregister.de Das Zentrale Vorsorgeregister (ZVR) ist die Registrierungsstelle für private sowie notarielle Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Kontakt

 

Kathrin Wiebusch
Versicherungsfachfrau (IHK) Finanzanlagenfachfrau (IHK)
Agentur der ERGO Beratung und Vertrieb AG

Brühlstr. 31
71640 Ludwigsburg

Tel. 0162 165 56 58 
Kathrin.Wiebusch@ergo.de
www.Kathrin.Wiebusch.ergo.de

schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
Bewertungen

Eigenen Kommentar abgeben:

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Bitte beachten Sie, dass Kommentare zuerst freigeschaltet werden müssen!
Mit Absenden eines Kommentars erklären Sie sich mit den Rechtlichen Hinweisen und den Kommentarrichtlinien einverstanden.

1 Kommentare

Ein Unfall oder ein Unglück kommt nie zu einem günstigen Augenblick - das ist klar. Da ist es sehr gut, wenn man sanft darauf hingewiesen wird, die Zukunft nicht nur nach dem eigenen Vorstellungen festlegen zu können, sondern schon jetzt das Gespräch zu suchen und so mögliche dunkle Schatten von der Zukunft seiner Leibsten, per anordnender Bestimmung oder Vollmacht, nach einem gemeinsam gemalten Zukunftsbild aller Betroffenen gestalten zu können!

Vielen Dank für diesen Denkanstoß!

Auf Kommentar antworten

Antwort abgeben:

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Bitte beachten Sie, dass Kommentare zuerst freigeschaltet werden müssen!
Mit Absenden eines Kommentars erklären Sie sich mit den Rechtlichen Hinweisen und den Kommentarrichtlinien einverstanden.

Kommentare auf Facebook

Weitere Facebook-Kommentare anzeigen