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23.1.2015

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Till Raab lernt wieder laufen

Till Raab mit Gehstützen

Till Raab ist ein alter Sandkastenfreund von mir. Vor mittlerweile siebeneinhalb Jahren hatte er einen schrecklichen Arbeitsunfall. Er stürzte vom Dach – Querschittslähmung. Aber er hat in den letzten Jahren hart trainiert und außerdem eine ungewöhnliche Operation hinter sich gebracht. Inzwischen kann er wieder mehrere Kilometer am Stück laufen. Eine Wahnsinnsleistung, finde ich.

 

Till arbeitete damals als Zimmermann. Bei dem Sturz brach er sich zwei Brustwirbel. Das war im Juni 2007, kurz vor seinem 30. Geburtstag. An den Augenblick, als ich von dem Unfall erfuhr, kann ich mich noch genau erinnern. Ich war mit dem Auto unterwegs, mein Vater hatte mich angerufen, ich solle direkt zu Tills Eltern fahren. Ich habe erst gar nicht glauben wollen, was passiert war.

 

ERGO Serie: Unsere Kunden

 

Die Diagnose: Querschnittlähmung, Rollstuhl. Allerdings war das Rückenmark nicht vollständig durchtrennt, einige Nervenstränge waren erhalten geblieben. Der Fachausdruck dafür ist inkomplette Querschnittslähmung.

 

Muskeltraining mit der richtigen Motivation

 

Bei einem Urlaub zwei Jahre nach dem Unfall lernte Till Markus Holubek kennen, einen Journalisten, der selbst nach einem Skiunfall querschnittsgelähmt war. Holubek hatte sich mit der Perspektive Rollstuhl nicht abgefunden und trainierte hart, um wieder selbstständig gehen zu können. Holubek machte auch Till Mut, den Kampf aufzunehmen und zu trainieren, um wieder aufstehen zu können.

 

Tatsächlich begann Till nach diesem Urlaub mit Muskeltraining. Seitdem trainiert er zwei bis dreimal im Jahr für je vier Wochen in einem Reha-Zentrum, das auch Therapiezentrum des deutschen Skiverbands ist.

 

Schrittmacher für Querschnittsgelähmte

 

Doch damit alleine war es nicht getan. Zwar gab es deutliche Erfolge, aber noch keinen richtigen Durchbruch. Das linke Bein konnte er noch immer nicht bewegen. Hoffnung versprach eine neue Operationstechnik. Ein Medizin-Professor in Zürich baut Querschittsgelähmten Schrittmacher in die Hüfte ein, die per Stromimpuls die Muskeln reizen.

 

Nach einem Besuch in der Klinik stand fest: Till würde sich im Juni 2010 einen Schrittmacher in die Hüfte einsetzen lassen. Und tatsächlich, es klappte! Knapp drei Monate nach der Operation konnte Till sein auch linkes Bein wieder anheben. „Das war wie ein Sechser im Lotto“, sagt er heute über den Schrittmacher.

 

Beizeiten gut privat abgesichert

 

Allerdings: Die Kosten für diese Operation wurden nicht von der Berufsgenossenschaft übernommen. Da es sich um einen Arbeitsunfall handelte, stand diese vorrangig in der Leistungspflicht und übernahm auch problemlos die Finanzierung des Wohnungsumbaus, den Einbau eines Treppenlifts, die Verbreiterung der Türen etc. Aber eben nicht das Einsetzen des Schrittmachers, das rund 70.000 Euro kostete.

 

Jetzt machte es sich bezahlt, dass Till sich beizeiten gut privat versichert hatte. Ich habe immer zu ihm gesagt „Du hast einen risikoreichen Beruf, sicher dich ab.“ Nach dem Unfall habe ich ihn unterstützt und beraten, wo ich nur konnte und konstant meine Hilfe angeboten. Und so konnte er das Geld aus seinen Versicherungen unter anderem dafür einsetzen, die Schrittmacher-Operation zu finanzieren.

 

Zurück im Leben - auf eigenen Beinen

 

Till Raab Monoski-Action 

 

Inzwischen geht Till wieder mehrere Kilometer am Stück mit Gehstützen. Zuhause verzichtet er komplett auf den Rollstuhl. Auch Treppen sind kein unüberwindbares Hindernis mehr. An Tills Beispiel wird deutlich: Trotz eines Unfalls wie diesem, ist das Leben nicht vorbei. Und es gibt weiterhin Dinge, die das Leben lebenswert machen. Zum Beispiel fährt Till inzwischen wieder Ski – Monoski. Auch für diese Anschaffung konnte er Geld aus seinen privaten Versicherungen nutzen. „Ski fahren hat mir nach dem Unfall tatsächlich am meisten gefehlt“, sagt er. „Wenn meine Freunde losgefahren sind in den Skiurlaub, und ich musste zuhause bleiben, war das wirklich schlimm.“ Jetzt ist er wieder mit dabei. Und auch aufs Aprés-Ski muss er nicht verzichten: Seine Gehstützen stellt er vorher an der Hütte ab.

 

Weitere Berichte über Till

 

Verschiedene Medien haben schon über Till berichtet. Besonders intensiv verfolgt Stern TV seine Geschichte.

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