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DKV-Report 2015

DKV-Report 2015

Zum dritten Mal präsentieren die DKV und das Zentrum für Gesundheit durch Bewegung und Sport der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) den DKV-Report „Wie gesund lebt Deutschland?“.

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26.1.2015

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Selbstversuch: Weniger sitzen...

Sybille Schneider sitzt.

„Sitzen ist das neue Rauchen!“: Auch wenn das sicher überzogen ist, kommt das Sitzen immer mehr in den Ruf, gesundheitsschädlich zu sein. Die wissenschaftlichen Fakten: Mit jeder Stunde, die jemand sitzt, erhöht sich sein Sterberisiko um 11 Prozent. Und zwar unabhängig davon, ob er sich vor oder nach dem Sitzen sportlich betätigt oder nicht. Daher haben wir uns im diesjährigen DKV-Report „Wie gesund lebt Deutschland?“ unter anderem das Thema „Sitzen“ vorgenommen.

 

Ich rauche nicht, trinke wenig, ernähre mich gesund und bewege mich ausreichend – aber ich sitze. An jedem Arbeitstag: erst im Auto auf dem Weg zur Arbeit, dann am Schreibtisch, dann in der Kantine, dann wieder am Schreibtisch, und schließlich wieder im Auto. Spätestens am Abendbrottisch zu Hause tut mir dann das Körperteil weh, auf dem ich den ganzen Tag gesessen habe. Gesund ist das lange Sitzen nicht, dazu brauche ich gar keine Zahlen von der Wissenschaft. Das spüre ich schon selbst, wenn ich aufmerksam bin: Wie das Blut in den Beinen staut, wie ich mit der Zeit immer schlaffer im Stuhl sitze, wie mir kalt wird, weil der Kreislauf auf niedrigste Umdrehungen schaltet.

 

Der durchschnittliche Deutsche sitzt 7,5 Stunden am Tag

 

Dabei habe ich beim Sitzen beste Gesellschaft: Der durchschnittliche Deutsche sitzt siebeneinhalb Stunden am Tag, Akademiker sogar über neun Stunden. Das haben wir im aktuellen DKV-Report „Wie gesund lebt Deutschland?“ 2015 herausgefunden. Wer besonders lange sitzt, scheint also gebildet zu sein, und sitzt vor allem bei der Arbeit länger als andere. Aber auch die siebeneinhalb Stunden des Bevölkerungsdurchschnitts sind schon fast die Hälfte der wachen Zeit. Wo der menschliche Körper doch von der Natur gar nicht für das stundenlange Sitzen gebaut wurde, sondern fürs Laufen, Gehen und Springen! Ich stelle mir Steinzeitmenschen vor, wie sie das Land durchstreifen, viele Kilometer weit, wie sie Büffel jagen, die Beute nach Hause tragen….

 

Und dann? Was haben die Steinzeitmenschen eigentlich nach dem Laufen, Gehen und Springen gemacht? Dann haben sie sich doch bestimmt ans Feuer gehockt und erzählt wie sie den Büffel erlegt haben! Oder sich auf einen Stein gesetzt und eine Knochenflöte geschnitzt. Oder ihr Kind auf dem Schoß gehalten! Ich bin mir sicher, dass das Sitzen eine Kulturleistung des Menschen ist, denn so kann eine Gruppe einen Kreis ums Feuer bilden, sich ansehen und miteinander reden. Also: Kein Grund, das Sitzen zu verteufeln. Schließlich waren wir alle als Babys stolz, als wir es endlich so weit gebracht hatten.

 

1. Häufiger mal die Arbeitshaltung wechseln!

 

Aber es muss weniger werden, das habe ich mir vorgenommen. Erster Schritt: Häufiger mal die Arbeitshaltung wechseln. Hier bei ERGO haben wir höhenverstellbare Schreibtische, man kann sie per Knopfdruck hochfahren und im Stehen weiterarbeiten. Mit einem leisen Schnurren fährt der Tisch hoch. Wenn ich mich nur im Stehen auch so gut konzentrieren könnte wie im Sitzen! Das klappt nicht so gut, ich muss immer an meine stehenden Füße da unten denken. Also schreibe ich diesen Text doch lieber im Sitzen weiter.

 

Sybille Schneider steht

 

2. Kleine Wege zu Fuß gehen

 

Zweiter Schritt: Kleine Wege zu Fuß erledigen. Zum Beispiel bei der Arbeit zu den Kollegen hingehen, mit denen man etwas besprechen will. Bloß: Wenn ich beim Kollegen ankomme, ist der bestimmt gerade nicht im Büro. Also vorher anrufen und Bescheid sagen, dass ich komme? Ich greife zum Hörer, der Kollege ist da, super! Schwupps haben wir alles am Telefon besprochen. Dann brauche ich gar nicht mehr hinlaufen.

 

3. Weniger Auto fahren!

 

Aber abends, da ist es Zeit für Schritt 3: weniger Auto fahren! Eben zu Fuß von zu Hause zum Supermarkt, das müsste eigentlich gehen, vorausgesetzt, ich bin rechtzeitig zu meiner Lieblingssendung wieder da. Der Blick auf die Uhr: Mmmh, das könnte doch sehr knapp werden! Da nehme ich besser schnell das Auto und bin ruckzuck wieder zurück. Fernseher an und ab aufs Sofa. Der wichtigste Grund fürs Sitzen ist übrigens das Fernsehen, haben wir beim DKV-Report herausgefunden. Durchschnittlich 30 Prozent seiner Sitzzeit verbringt der Mensch vor der Glotze, mehr als bei der Arbeit!

 

Meine Lieblingssendung ist heute aber nicht so spannend. Ich stehe zwischendurch mal auf, dann mache ich aus lauter schlechtem Gewissen ein paar halbe Liegestützen vor dem Fernseher, also weniger Stützen, als vielmehr Liegen. Ein halbe Stunde später wache ich auf dem Boden auf. Zeit fürs Bett. Morgen sitze ich weniger, ganz bestimmt!

 

Mehr Informationen zum DKV-Report

 

Eine umfangreiche digitale Pressemappe zum DKV-Report 2015 mit verschiedenen Texte, Grafiken und Bilden gibt es hier: http://www.ergo.com/de/Presse/Overview/Pressemappen/DKV-Report.

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