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LebensWert

DKV Gesundheitsprogramm LebensWert

Das DKV Gesundheitsprogramm LebensWert unterstützt Krebspatienten, nach der medizinischen Therapie zurück in den Alltag zu finden.

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4.2.2015

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Krebs: Hoffnung nach der Diagnose

Psychische Belastung

Krebs befällt nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Spezialisten können helfen, die Diagnose zu verarbeiten. Und trotz schwerer Erkrankung die Lebensqualität zu verbessern.

 

Zuerst der Schock

 

Der Moment, in dem ein Patient die Diagnose Krebs bekommt, ist fast immer traumatisch. Betroffene erleben es oft als einen mehr oder weniger lähmenden Schock. Danach ist das Denken erst einmal blockiert. Die Patienten funktionieren nur noch: Untersuchungstermine wahrnehmen und Anträge stellen. Mit den Therapien beginnen. Eine Art natürliches Notfallprogramm sorgt dafür, dass der Alltag weitergehen kann. Eine seelische Krise setzt häufig erst mit Zeitverzögerung ein. Dies kann sogar Monate dauern. Freunde, die Familie und ein Arzt, dem man vertraut, können helfen, den ersten Schock zu überwinden.

 

Zwei Strategien

 

Eine Krebsdiagnose verändert das Leben radikal. Mehr als die meisten anderen Erkrankungen. Dennoch gibt es Wege aus der Verzweiflung. Unsere Psyche leistet der Extremsituation Widerstand. Die Psychoonkologie kennt zwei grundlegende Reaktionsmuster: Abwehr und Coping (to cope with: etwas bewältigen). Diese gegensätzlichen Strategien können sich auch abwechseln oder im Wechsel auftreten. Abwehr bringt kurzfristig Entlastung. Bedrohliche Gefühle werden verdrängt. Zeitweise ist diese Taktik daher durchaus berechtigt. Coping, das bewusste und aktive Auseinandersetzen mit der Bedrohung, verbessert dagegen langfristig die Lebensqualität.

 

Resilienz – die psychische Widerstandskraft stärken

 

„Resilienz“ lautet der Fachbegriff für die Fähigkeit, Lebensfreude trotz widriger Umstände zu erhalten. Jeder Mensch besitzt dieses selbstregulative Potenzial. Allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Nach einer Krebsdiagnose ist es wichtig, es zu nutzen und auszubauen. Psychoonkologische Betreuung kann dabei helfen. Weitere Eckpfeiler können sein: soziale Beziehungen pflegen und aktiv werden. Wer dem Impuls nachgibt, sich zurückzuziehen und zu grübeln, gerät schnell in eine Abwärtsspirale. Studien haben gezeigt, dass resiliente Krebspatienten auch bei bereits metastasiertem Tumor weniger emotionalen Stress erleben.

 

Der Aktionismus

 

Eine kämpferische Grundeinstellung verbessert also die Lebensqualität. Viele Patienten verfallen dabei aber zunächst in Aktionismus. Informationen werden gesammelt. Oft sogar wahllos aus dem Internet. Dort haben Foren Hochkonjunktur, in denen sich Betroffene austauschen. Die Betriebsamkeit lenkt von unerträglichen Emotionen ab und bringt zunächst Erleichterung. Allerdings kursieren über die Erkrankung viele Mythen. Sie reichen von zweifelhaften Behandlungen bis zu umstrittenen Theorien über die Entstehung von Tumoren. Bevor sich davon etwas im Kopf zu sehr festsetzt, sollten Patienten den Arzt konsultieren. Ein guter Arzt wird dann nicht nur professionellen Rat geben. Er wird dann auch offen dafür sein und zuhören.

 

Unterstützung finden

 

Während der Primärbehandlung in der Klinik sind die Veränderungen, die eine Tumorerkrankung mit sich bringt, oft besonders dramatisch. Es kommt zu Gewichtsverlust, Haarausfall oder der Abnahme einer Brust. Deswegen sollte die Betreuung so früh wie möglich einsetzen. Wir bei der DKV bieten unseren vollversicherten Kunden mit Gesundheitsmanagement-Serviceleistungen eine umfassende Zusatzbetreuung. Unser onkologische Fallmanagement erleichtert die Suche nach Spezialisten und Behandlungszentren. Neu ist das DKV Gesundheitsprogramm „LebensWert“. Nach der Akutbehandlung ebnet es den Weg zurück in den Alltag.

 

Für die Seele

 

Spezialisierte Psychologen, Therapeuten und Psychoonkologen bieten dem Patienten einen geschützten Raum, in dem er sich öffnen kann. Diesen Schutz brauchen Betroffene, um Minderwertigkeitsgefühle und heikle Fragen überhaupt anzusprechen. Männer, die nach einer Prostataoperation mit Inkontinenz oder Impotenz zu kämpfen haben, sind ein Beispiel. Ziel der Therapie ist es, dem Patienten die eigenen Ressourcen und Stärken bewusst zu machen und sie zu aktivieren. Eine weitere Säule der psychoonkologischen Betreuung ist die Einbeziehung des persönlichen sozialen Umfelds. So weiß man heute, dass eine Krebserkrankung die Kinder der Patienten extrem belasten kann. Vor allem dann, wenn Eltern nicht mit ihnen sprechen, um sie vermeintlich zu schonen.

 

Die DKV hilft

 

Das onkologische Fallmanagement der DKV hilft bei der Suche nach spezialisierten Ärzten, zertifizierten Zentren und Rehabilitationseinrichtungen. Unsere Fallmanager versorgen unsere vollversicherten Kunden mit Informationen rund um die Erkrankung und klären alle Fragen zum Versicherungsschutz. Als besonderen Service können Kunden eine schriftliche Zweitmeinung des „DKV Top-Expertenrates“ einholen. Dabei werden alle Fragen von kompetenten Ärzten beantwortet. Um die finanziellen Belastungen der Betroffenen aufzufangen, kann eine direkte Überweisung an Ärzte und Apotheken vereinbart werden.



Inhalte des Gesundheitsprogramms „LebensWert“

 

Bewegung, Ernährung, Gewicht, Erschöpfungszustände: „LebensWert“ informiert und sensibilisiert für die übergreifenden und spezifischen Lebensstilthemen - individuell abgestimmt auf die jeweilige onkologische Erkrankung.

 

Kontrolluntersuchungen: Die Kunden erfahren, welche Termine zu welchem Zeitpunkt für sie wichtig sind.

 

Gesunder Lebensstil: Teilnehmer lernen, wie sie ihren Körper stärken und ihre Lebensqualität verbessern. 

 

Gesunde  Ernährung: Häufig leiden Betroffene an Appetitlosigkeit oder Übelkeit. Gerade hier besteht ein erhöhter Beratungsbedarf.

 

Richtige Bewegung: Viele Patienten waren vor ihrer Erkrankung aktive Freizeitsportler. In der Beratung erfahren sie, wie sie zu alter Kondition zurückfinden.

 

Das Fatigue-Syndrom: Hier erfahren Betroffene, wie sie bei anhaltender Erschöpfung wieder in Bewegung kommen.

 

Dazu erhalten die Teilnehmer von „LebensWert“ hilfreiche Informationen zu Selbsthilfegruppen, Wiedereingliederung in den Beruf, psychosoziale Beratung und vieles mehr - bei Bedarf auch für ihre Angehörigen. Außerdem können Teilnehmer an einer psychoonkologischen Expertensprechstunde teilnehmen.

 

Hier finden Sie weitere Informationen zu unserem neuen Gesundheitsprogramm.

 

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2 Kommentare

Auch Lebensmittel wie z. B. Graviola (s. http://pagewizz.com/graviola-naturliches-heilmittel-gegen-krebs-31452/) haben einen positiven Einfluss auf den Serotonin-Level und leisten somit einen Beitrag zur psychischen Gesundheit der Betroffenen. Gerade im Bezug auf die Belastungen einer Chemotherapie existieren hierzu vielversprechende Studien (s. Artikel). Liebe Grüße Mila

Hallo Mila,


vielen Dank für den interessanten Hinweis.


Beste Grüße, Kristina Tewes

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