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28.4.2014

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Bandscheibenvorfall - der Klassiker für Büroarbeiter

Bandscheibenvorfall - der Klassiker für Büroarbeiter

Von Operation über Reha bis zur Wiedereingliederung in den Job

 

Diagnose: Bandscheibenvorfall – der Klassiker für viele Büroarbeiter. ERGO Mitarbeiter Willy Lünstroth berichtet über vier lange Krankheitsmonate. Nach Operation, Reha, Wiedereingliederung bei ERGO und Rückkehr in den Vollzeit-Job versteht er sich inzwischen auch „ohne Worte“ mit seinem Rücken.

 

Es war ein Wintermorgen im Februar, als mein Rücken urplötzlich auf mich einstach. Angedeutet hatten sich die Probleme schon Monate vorher. Doch beim Schuhanziehen frühmorgens war da nun dieses besonders schlimme Stechen im Lendenwirbelbereich.

 

Heute weiß ich, mein Rücken signalisierte mir: „Hör endlich auf mich, geh zum Arzt!“ Wir redeten damals aber noch kräftig aneinander vorbei. Ich dachte: „Schmerzen, na und?“ Also: Schuhe an, Tasche geschnappt und ab Richtung Bahn.

 

Im ERGO Büro in Düsseldorf schmerzte der Rücken den ganzen Tag. Beim Stehen, Sitzen, Gehen. Abends verordnete mir die liebste Ehefrau von allen ein heißes Wannenbad. Der Rücken ließ sich nicht beeindrucken.

 

Vorsichtig bewegen

 

Auch die Nacht brachte keine Linderung. Im Gegenteil. Am nächsten Morgen galt: Langsam und gaaaanz vorsichtig bewegen, irgendwie in die Hose kommen und ab zum Orthopäden. Ganze zwei Minuten brauchte der Mediziner, um herauszufinden: „Da haben Sie sich aber ganz schön was eingehandelt.“ Nur was genau, das sollte sich erst Tage später rausstellen.

 

Da lag ich in der Röhre. Das Ergebnis: schwerer Bandscheibenvorfall. Der ärztliche Beschluss: „Sie müssen sofort operiert werden.“ Gesagt, getan. In Münster fand ich mich binnen weniger Stunden im Operationssaal wieder. Keine Zeit, um wirklich nervös zu werden. Stattdessen Arztroutine: „Ihre OP ist so etwas wie die Blinddarm-OP für Neurochirurgen …“ Schön wär‘s gewesen!

 

Denn das ärztliche Schreiben am Tag nach dem vierstündigen Eingriff hörte sich nach einem wahren Fingerspitzenjob an. „Bandscheiben-Massenvorfall“ nennen das die Operateure. Als (inzwischen) geschulter Laie würde ich zusammenfassen: Die im Lendenwirbelbereich betroffene Bandscheibe hat sich größtenteils verabschiedet. Den Puffer gibt‘s nicht mehr.

 

Was folgte, war zäh: eine Woche Krankenhaus. In Sichtweite: ein lieber Blumenstrauß der Abteilungskollegen. Dann drei Wochen daheim. Immer mit dabei: Schmerzen bei fast jeder vorsichtigen Bewegung des Rückens. Nach sechs, sieben Wochen dann während der Reha in Bad Sassendorf erste kleine Erfolge. 20 Minuten Gehen nonstop sind möglich, ganz vorsichtiges Bewegungstraining ebenfalls.

 

Trotz aller klitzekleinen Erfolge – das Schönste an der Reha ist deren Ende. Das war verbunden mit der unmissverständlichen Ansage des Arztes: „Arbeitsfähig sind Sie frühestens in sechs bis acht Wochen.“ Fast täglich schwirrten Gedanken durch meinen Kopf: Ob der Rücken wieder wird, wie er mal war? Was, wenn die Bandscheiben das viele Sitzen im Berufsalltag bei ERGO partout nicht mehr mögen? Zugleich aber auch das wirklich beruhigende Gefühl, mit ERGO in einem Großunternehmen beschäftigt zu sein, das auch für den eigenen Krankheitsfall ein Stückchen Sicherheit gibt.

 

Dann ist es so weit: Ziemlich genau vier Monate nach der OP begrüßt mich der ERGO Betriebsarzt in Düsseldorf. Nach einem ausführlichen Gespräch, inklusive einiger Expertentipps für das richtige Sitzen und Bewegen, rät sie zu einem wohldosierten Wiedereinstieg. Die Erfahrung zeige, dass sich viele Kollegen nach monatelangen Fehlzeiten zu viel zumuten. Dann riskiere man einen verzögerten Heilungsverlauf oder sogar einen Rückfall. In solchen Fällen lohne es sich, mit der Belastung behutsam zu beginnen.

 

Tipps vom Betriebsarzt

 

Im Verlauf der stufenweisen Wiedereingliederung vereinbaren wir mehrere Termine, um die Belastung der dann jeweils aktuellen Leistungsfähigkeit anzupassen. Wenn möglich kann man später dann auch schneller steigern, als ursprünglich geplant. Also Herantasten an langes Bahnfahren, Sitzen am Schreibtisch. Und an den Rhythmus des ERGO Büroalltags – gar nicht so einfach, wenn vier Monate der Rücken den Takt des Tages vorgegeben hat. Fünf Wochen lang aktives Austesten, Hineinhorchen. Und immer wieder die Frage: Was sagt der Rücken zum Bürojob bei ERGO?

 

„Beweg dich!“

 

Na ja, wirklich still ist er nicht. Stattdessen spricht er fast täglich mit mir, gibt eindeutige Befehle: „Setz dich doch mal anders hin!“ Oder: „Steh vom Schreibtisch auf, beweg dich!“ Klare Ansagen. Denn er ist anspruchsvoll, mag es gar nicht, wenn er nicht beachtet wird. Und er lässt sich gerne pflegen: im Büro durch ständige Wechsel zwischen Sitzen, Stehen, Gehen. Nach Feierabend durch Physiotherapie, spezielles Kraft- und Beweglichkeitstraining oder auch mal einen entspannenden Saunabesuch. So ist er halt, mein Rücken. Wir kennen uns inzwischen bestens. Und reden nur noch ganz selten aneinander vorbei...

 

Was tun gegen Rückenschmerzen?

 

Das Schlüsselwort lautet: „Bewegung, Bewegung, Bewegung“. Sport nach dem Job ist gut. Aber bitte: Entwickeln Sie ein Gefühl dafür, was das Richtige für Sie ist. Für den einen ist das ein Waldlauf, für den anderen sind es Entspannungskurse, zum Beispiel Yoga, oder Kurse zur Beweglichkeitserforschung wie Feldenkrais.

 

Auch an Ihrem Arbeitsplatz können Sie etwas gegen Verspannungen tun, zum Beispiel, indem Sie nicht alles im Griffbereich am Schreibtisch haben. So ist man gezwungen, aus den üblichen Bewegungsmustern auszubrechen. Aufstehen wird unterschätzt: Wenn Sie sich von einer sitzenden in eine stehende Tätigkeit begeben, läuft damit eine komplexe Muskelreaktion ab, die Ihren ganzen Körper belebt und erfrischt. Planen Sie regelmäßige Stehphasen fest in Ihren Arbeitstag ein.

 

Und setzen Sie sich früh genug wieder: Wenn Sie anfangen das Gewicht auf ein Bein zu verlagern und in der Hüfte einknicken, ist das ein Überlastungszeichen Ihrer Rumpfmuskulatur. Dann ist es Zeit, sich zu setzen, bevor das Stehen unangenehm oder gar schmerzhaft wird.

 

Gestalten Sie Ihren Arbeitsalltag insgesamt ein wenig dynamischer und überlegen Sie, was Sie alles im Stehen erledigen könnten: Zum Beispiel Telefonieren, die Post lesen oder kurze Besprechungen.

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