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14.8.2017

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DFB-Pokal: In der Heide wird gefeiert

Die Kleinen ärgern die Großen: Das Grundmotiv der ersten DFB-Pokalrunde, die heute mit vier Partien zu Ende geht. Die Bundesligisten Hamburg und Augsburg flogen gegen niedrigklassige Gegner raus. Nur relativ knapp konnte sich Mainz in Lüneburg durchsetzen. Eine Reportage aus der Heidehauptstadt.

 

„Hermann Löns, die Heide, Heide brennt“, dröhnt der regionale Feten-Kracher vor dem Spiel aus allen verfügbaren Lautsprechern im Sportpark an den Sülzwiesen. Nun ja – anbrennen kann nicht viel an diesem herbstlich anmutenden Samstag-Nachmittag. 16 Grad, Nieselregen, echt norddeutsches Schmuddelwetter. „Nichts anbrennen lassen.“ Das ist auch das Motto für die Bundesliga-Cracks vom FSV Mainz 05. Sie beschäftigen sich vor der für Lüneburger Maßstäbe imposanten Kulisse von rund 4.000 Zuschauern noch mit letzten Aufwärmübungen. Mainz hat den Druck, ist nicht bloß Favorit. Mainz ist haushoch auf Sieg gewettet.

 

Die Lüneburger Regionalliga-Kicker hingegen haben nichts zu verlieren, nur zu gewinnen. Das sieht Achim Otte, Trainer der Heidestädter, ähnlich. Der 49-Jährige hat vor kurzen noch ein Team in der Bezirksliga trainiert. In Emmendorf, Landkreis Uelzen. Ein Dörfchen mit nicht mal 1.000 Einwohnern. Idyllisch gelegen, Sportanlage am Elbe-Seiten-Kanal. Automatisch stellen sich im Hinterkopf die unvermeidlichen Heidschnucken-Herden ein. Aber Otte ist ein echter Profi, parliert fachmännisch in den Pressegesprächen während die TV-Kameras surren. Jetzt also nicht mehr gegen den Vastorfer SK und den VFL Breese, sondern im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Mainz. Ohne Frage: Auch das die Erfüllung eines ganz großen Traums. Heute wird für ihn ein Heide-Märchen wahr.

 

Mit Fynn durch die halbe Republik

 

Märchen, das sind für Fynn Woschnitza immer noch Rotkäppchen und der Wolf oder Hänsel und Gretel. Aber heute merkt der Sechsjährige: Auch im wahren Leben kann es Märchenhaftes geben. Gleich wird Fynn in dieser Partie der 1. Pokalrunde den Ball aufs Spielfeld bringen. Von so etwas hat er schon immer geträumt, denn er ist ein Mainzer Bub. „Wir wohnen nur rund 500 Meter von der Mainzer Arena entfernt“, verrät seine Mutter Bettina Veit-Woschnitza. Nach Lüneburg hingegen sind es für Fynn und seine Eltern fast exakt 500 Kilometer. Immer Richtung Norden. Durch die halbe Republik. „Mein Lieblingsspieler heißt Danny Latza“, betont der kleine Mainz 05-Fan. Gemeint ist der Mittelfeldspieler des Bundesligisten. „Ich spiele auch schon Fußball. Meistens Torwart, wie Rene Adler.“ Feste Positionen gibt es bei den G-Junioren noch nicht.

 

Für den kleinen Mainzer Fynn Woschnitza (rotes Trikot, hier im Kreise der Einlaufkinder) war der Auftritt DFB-Pokal ein unvergessliches Erlebnis.

 

Dann setzt sich die Kolonne aus Spielern, Schiedsrichtern, Balltragekind und Einlaufkindern in Bewegung: Neben dem Schiedsrichter Sven Jablonski und an der Seite seiner Idole von Mainz 05 marschiert Fynn auf den Lüneburger Rasen. Der Ball wird ordnungsgerecht abgeliefert und platziert. Shakehands mit den Kapitänen Niko Bungert und Jannis Opalka (Lüneburger SK). Winken und dann geht´s zurück. „Tja, in den Tagen vor dem Spiel war Fynn ziemlich cool“, erzählt seine Mutter. „Aber vor dem Spiel hat man ihm doch angemerkt, dass die Anspannung steigt.“

 

Ein Erlebnis, was verbindet.

 

Sei´s drum. Glücklich und zufrieden verfolgt Familie Woschnitza jetzt die Anfangsphase der Partie auf der Tribüne. Genauso wie übrigens Jann Socha. Der Vertriebspartner der Regionaldirektion Lüneburg mit einer Agentur nur einen Steinwurf vom Lüneburger Stadion entfernt, besucht das Spiel mit Kunden. „Für mich ist das eine Gelegenheit etwas Besonderes zurückzugeben.“ Solche Erlebnisse seien eben etwas anderes als die üblichen versicherungstechnischen Absprachen. „Das gibt neue Impulse. Das ist emotional. Das verbindet.“

 

Was wiederum Mainz 05 und den Lüneburger SK verbindet, ist ein kampfbetontes und lange Zeit offenes Match. Großen Anteil daran hat der fantastisch haltende Lüneburger Keeper Ole Springer. Die 1:0-Führung der Gäste (13. Minute, Muto) gleicht der LSK in der 31. Minute (Vobejda) aus. Das erste DFB-Pokal-Tor in der Vereinsgeschichte wird frenetisch gefeiert. Aber ein Elfmetertor in der 45. Minute (Brosinski) und ein Rechtsschuss wiederum von Muto (60. Minute) besiegeln dann die Niederlage der über das gesamte Spiel gut organisierten Amateure.

 

Die Kleinen ärgern die Großen:  Auch in Lüneburg war das lange Zeit so. Die heimische Regionalligamannschaft hielt gegen den Bundesligisten Mainz (blau) lange Zeit mit.

 

Zum Schluss intonieren die Mainzer Fans, die mit dem Abbrennen von Pyrotechnik negativ in Erscheinung treten, noch ganz kurz den Narrhalla-Marsch. Und Balltragekind Fynn schunkelt ein bisschen mit. Er jedenfalls tritt mit seiner Familie stolz und zufrieden die Heimreise an. 500 Kilometer Retour. Das familiäre Fazit lautet: „Kilometerschrubben hat sich gelohnt. Anstrengend. Aber unvergesslich für Fynn. Und deshalb auch ein ganz tolles Erlebnis für alle.“ Und das Fazit aus Lüneburger Sicht: Besser abgeschnitten als beim letzten DFB-Pokalauftritt 2008 gegen den VFB Stuttgart (0:5). Rein sportlich gesehen, brannte die Heide zwar nicht. Dennoch bleibt in Lüneburgs Altstadt später kein Kneipenstuhl unbesetzt.

 

schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
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