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14.3.2017

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„Mit ganz viel Herz ist der BVB zu schlagen“

Die Chancen gegen Borussia Dortmund. Der Wechsel des Spiels nach Osnabrück. Der Medien-Hype in der Provinz. Interview mit Kevin Freiberger, Angreifer der Sportfreunde Lotte und ERGO Kunde, vor dem heutigen DFB-Pokal-Viertelfinale.

 

Mal ehrlich, Herr Freiberger, sehen Sie gegen den Champions-League-Giganten Borussia Dortmund überhaupt eine realistische Chance?
Kevin Freiberger: Hatten wir eine Chance gegen Bremen? Oder gegen Bayer Leverkusen, auch Champions-League? Nein. Das Spiel beginnt bei 0:0 und dann mal schauen, was geht. Klar. Von Dortmund trennen uns im Normalfall Welten. Aber was ist, wenn sie an diesem Tag weit unter 100 Prozent bleiben? Was, wenn sie schon an das Bundesliga-Spiel gegen Köln denken, keine Verletzung riskieren wollen? Der Bundesliga-Letzte Darmstadt hat gezeigt, dass Dortmund mit ganz viel Herz auch von einem Außenseiter zu schlagen ist. 

 

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Mit ganz viel Herz werden Sie auch gegen Ihren wahrscheinlichen Gegenspieler Marcel Schmelzer zu Werke gehen…
Gegen den Marcel Schmelzer habe ich schon mal gespielt. Das war während meiner Zeit beim VFL Osnabrück. Wir haben ein Freundschaftsspiel gegen den BVB gemacht. Das waren wirklich enge Zweikämpfe. Mein Eindruck: Der ist auch nur ein Mensch. Da ist nichts unmöglich.

 

Apropos Osnabrück – so schließt sich jetzt der Kreis. Denn Sie werden das Viertelfinale nicht im heimmischen Stadion in Lotte austragen. Sondern an der Bremer Brücke in der Nachbarstadt.
Ja, leider. Da war bei uns die Enttäuschung im Team riesengroß. Wir wollten unbedingt in Lotte spielen. Der DFB hat es dem Verein – sagen wir mal – nahe gelegt, in ein anderes Stadion auszuweichen. Bei ähnlichen Bedingungen wie bei der Absage am 28. Februar in Lotte wäre wohl die Gesundheit der Spieler nicht gewährleistet. Ich stelle mir dann aber die Frage, was mit unserer Gesundheit zuletzt beim Drittliga-Heimspiel gegen Chemnitz war. Da waren die Platzverhältnisse auch nicht gerade optimal. Wird da mit verschiedenem Maß gemessen? Fest steht: Der Wechsel aus Lotte nach Osnabrück ist für unser Spiel nicht von Vorteil.

 

Woran macht sich das fest?
Nichts gegen Osnabrück. Wirklich – das ist auch ein atmosphärisch tolles Stadion. Aber bei uns ist das Spielfeld besonders eng. Die Leute sind total dicht dran. Der Funke springt sofort über. Auch, wenn der Boden oft tief ist, kann man meiner Meinung nach in Lotte vernünftig Fußballspielen. Aber weil er tief ist, sind die Bedingungen sehr anspruchsvoll. Man muss topfit sein, um da zu bestehen. Und wir sind topfit. Unter dem Strich machte das die Magie unserer Pokalsiege aus.

 

Immerhin haben Sie in Osnabrück mehr Zuschauer…
In Lotte sind es gut 10.000, in Osnabrück rund 17.000 Menschen. Da sehe ich nicht so einen gewaltigen Unterschied. Aber wir werden auch vor der bestimmt großartigen Kulisse in Osnabrück alles raushauen, was geht.

 

Beansprucht der DFB Pokal nicht viel Kraft und Konzentration, die Sie und ihr Team in der Liga gut brauchen könnten?
Es ist weniger das zusätzliche Spiel, das da jetzt noch eine Rolle spielt. Viel mehr sind es die vielen Interviews und Medienanfragen, die wir in diesem Rahmen zu bewältigen hatten. Das kennen wir so nicht. Aber natürlich genießen wir auch das Interesse. Das Viertelfinale ist eine Zugabe, und wir werden fokussiert bleiben. Unser Ziel ist es, bis zum Saisonende noch ein Wörtchen beim Aufstieg in die zweite Liga mitzusprechen. Das hat Priorität. Der Aufstieg wäre ein Traum.

schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
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