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29.6.2016

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Leben, sprinten und tanzen auf Prothesen

21 Jahre alt war David Behre, als er die ersten Schritte mit Prothesen machte. Bei einem Zugunfall hatte er im Alter von 20 Jahren beide Füße verloren. Wie schwierig sein Weg zum paralympischen Leistungssportler mit Hightech-Prothesen war, erzählt er uns im Interview.

David Behre

 

Die ersten Schritte

 

„Ich musste das Laufen komplett neu erlernen“, erinnert sich David Behre. „Für einen Schritt mit den Alltagsprothesen brauchte ich plötzlich doppelt so viel Kraft.“ Da der Bewegungsablauf anders ist und andere Muskelgruppen beansprucht werden als beim Gehen auf den eigenen Beinen, waren die ersten Gehversuche enorm anstrengend.

 

Training mit Gewichten.

 

Davids ersten Prothesen bestanden aus Hartplastik und waren nicht gemacht für starke Belastung. Das Material ließ sich zwar an die Beinstümpfe anpassen, die sich anfangs noch ständig veränderten. Doch die Prothesen wurden mit jeder Anpassung instabiler. Die Folgen bekam er zu spüren, als er das erste Mal wieder mit Freunden tanzen war. „Da gab es einen Riesenknall im Club, weil die Prothese brach.“

 

Beine aus Carbon

 

Neun Jahre später ist die Technik weiter. Mit seinen Carbon-Alltagsprothesen kann David bis zu 250 Kilogramm stemmen. Die künstlichen Gliedmaßen kosten 6.000 Euro und sind 2,5 Kilogramm leicht. Die Sportprothesen, genannt Cheetah Extreme, wiegen sogar nur 1,4 Kilogramm und kosten 30.000 Euro. Der größte Unterschied: Die Alltagsprothesen sehen mit ihrer Ummantelung echten Beinen zum Verwechseln ähnlich. Die Füße sind beweglich und ermöglichen die meisten Bewegungen. Die Sportprothesen dagegen sind reine Sprintfedern, die keine Ferse haben. Nur durch ständiges Getrippel lässt sich das Gleichgewicht halten.

 

Bevor David die ersten Sprintprothesen nutzen konnte, hieß es für ihn lange Zeit: trainieren, trainieren, trainieren. „Bis es mir zum Hals raushing“, so David. „Für diese Prothesen braucht man eine besonders gut ausgebaute Muskulatur. Die Rückkopplung würde dir sonst den Rücken zerfetzen“, weiß auch sein langjähriger Orthopädietechnikermeister und Freund Benjamin Born.

 

David Behre trainiert mit Gewichten.

Sportprothese versus Alltagsprothese 

Orthopädietechnikermeister Benjamin Born

 

Teile des Körpers

 

Doch ein halbes Jahr intensives Kraft- und Stabilisationstraining haben sich bezahlt gemacht. Weltmeister, Europarekordhalter, Olympiateilnehmer. David Behre hat es geschafft. Die Prothesen fühlen sich mittlerweile an wie Teile seines Körpers. In Richtung Born sagt er scherzhaft: „Wenn der nichts von mir hört, ist alles stimmig“.

 

Auf Prothesen bis Rio

schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
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