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14.4.2016

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Rechte und Pflichten von Fahrradfahrern (2)

Rechte und Pflichten von Radfahrern

Müssen Radfahrer immer Radwege benutzen? Ist eine Klingel am Rad unbedingt erforderlich? Es ist gar nicht so einfach, über alle Rechte und Pflichten als Radfahrer Bescheid zu wissen. Michaela Zientek ist Rechtsexpertin der D.A.S. und kennt sich in diesen Fragen bestens aus. Nach ihrem ersten Beitrag zum Thema informiert sie heute über das richtige Fahrverhalten und Pflichten bei der Ausstattung von Fahrrädern.

 

Abstand halten – aber wie viel?

 

Wie weit darf man in der Mitte der Straße fahren und wie weit soll man zu anderen Verkehrsteilnehmern Abstand halten? Dazu rät die Straßenverkehrsordnung (StVO) Radfahrern lediglich, „möglichst weit rechts“ zu fahren. Allgemeingültige Abstandsregeln gibt es nicht. Der ADFC empfiehlt, 70 bis 100 cm Abstand zum Straßenrand zu halten. Er orientiert sich dabei an einem Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken (Az. 3 U 186/77). Demzufolge dürfen Radfahrer bei Dunkelheit und starkem Verkehr nicht mehr als einen Meter entfernt vom rechten Fahrbahnrand fahren.

 

Viele Unfälle ereignen sich, wenn parkende Autofahrer die Tür öffnen, ohne sich vorher umzusehen. Daher sollten Radfahrer in solchen Fällen immer ausreichend Abstand halten. Das Landesgericht Berlin (Az. 24 O 466/95) und das Oberlandesgericht Karlsruhe (Az. 10 U 283/77) legten ihn auf „eine Türbreite“ fest. Dies entspricht 80-150 cm, je nach Auto. Ist der Verkehr sehr dicht, dürfen es auch weniger als 40 cm sein, ohne dass den Radler beim Zusammenstoß mit einer achtlos geöffneten Autotür eine Schuld trifft (OLG Celle, Az. 5 327/86).

 

Auto oder Rad – wer hat Vorfahrt?

 

Laut Straßenverkehrsordnung haben Autofahrer keinen Vorrang vor Radfahrern. Diese dürfen sogar nebeneinander auf der Straße fahren, so lange es die Verkehrslage zulässt und sie niemanden behindern. Grundsätzlich schreibt § 2 Absatz 4 der StVO Radfahrern allerdings vor, einzeln hintereinanderzufahren.

 

In Parkbuchten müssen sie jedoch nicht einscheren, um Autos vorbeizulassen. An Engstellen ist es aber ein Zeichen gegenseitiger Rücksichtnahme, den Autofahrer überholen zu lassen. Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, erlaubt § 5 Absatz 8 der StVO auch die Vorbeifahrt an wartenden Fahrzeugen mit Vorsicht und geringer Geschwindigkeit.

 

Richtiges Verhalten auf Radwegen

 

Ist ein Radweg vorhanden und mit einem weißen Fahrrad auf blauem Grund beschildert, besteht für Fahrradfahrer die Pflicht, ihn zu benutzen. Sie dürfen auch nicht auf der Straße fahren, wenn eine gemeinsame Nutzung des Weges durch Fußgänger und Radfahrer ausgeschildert ist. Dies ist nur erlaubt, wenn ein Radweg zwar vorhanden, aber nicht als solcher gekennzeichnet ist.

 

Verfügt ein gekennzeichneter Radweg nicht über ein eigenes Ampelsystem für Radfahrer, gelten für sie die Ampeln des Autoverkehrs. Bis auf eine Ausnahme: Wenn die Furten für Radfahrer und Fußgänger an der Ampel aneinandergrenzen, müssen Radler bis zum 31. Dezember 2016 weiterhin die Fußgänger-Ampel beachten.

 

Verkehrssichere Fahrradausstattung

 

Da Fahrradfahrer nicht über eine Knautschzone verfügen, ist Sehen und Gesehen werden für sie besonders wichtig. Bei der Beleuchtung ihrer Zweiräder können Radler seit August 2013 wählen zwischen

  • einem Dynamo mit mindestens 3 W Nennleistung und 6 V Nennspannung oder
  • einer Batterie mit einer Nennspannung von 6 V (Batterie-Dauerbeleuchtung) oder
  • einem aufladbaren Akku.

Auch Sporträder, die nur am Wochenende genutzt werden, müssen über die vorgeschriebene Beleuchtung verfügen. Sie muss fest angebracht sein, das heißt dauerhaft angeschraubt. Eine Ausnahme gilt nur für Rennräder unter 11 kg. Für sie sind ansteckbare Leuchten mit Batterien erlaubt, die der Rennradler mitführen und bei Dunkelheit natürlich auch anbringen muss. Auch Speichenreflektoren sind Pflicht.

 

Schließlich gehört auch noch eine helltönende Glocke verpflichtend zur verkehrssicheren Ausstattung. Dann sollte einer guten und hoffentlich allzeit unfallfreien Fahrt nichts mehr im Wege stehen.

schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
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