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19.2.2016

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Meine Pferde, meine Allergie und ich

Meine Pferde, meine Allergie und ich

Bald ist wieder der Liebe-dein-Haustier-Tag. Ein Tag mit dem ich mich sehr identifizieren kann, denn immerhin hatten wir seitdem ich denken kann tierischen Familienzuwachs. Meerschweinchen, Hasen, Hamster und Katzen haben uns begleitet – und Pferde. Und gegen die habe ich leider eine Allergie entwickelt.

 

Mit zwei Jahren saß ich das erste Mal auf einem Pferd. Mit acht Jahren habe ich die ersten Reitstunden bekommen. Mit 15 Jahren habe ich schließlich das erste Pferd bekommen. Mit 23 Jahren dann das zweite. Und irgendwann im Laufe dieser Jahre habe ich eine Allergie gegen mein größtes Hobby entwickelt.

 

Am Anfang war da der allergische Schock

 

Jedes Pferdemädchen kennt sie: Die wunderbaren langen Sommer im Stall. Zwischen Ponys putzen und stundenlangen Ausritten haben wir auf dem Bauernhof, auf welchem ich Reiten gelernt habe, dem Bauern immer fleißig beim Heu und Stroh machen geholfen. Die Arbeit war zwar immens anstrengend – vor allem für halbstarke 13-jährige Mädchen wie uns damals – dafür aber meistens auch unglaublich witzig.

 

Im letzten Sommer auf dem Bauernhof bekam ich an einem Nachmittag, als wir gerade das frische Heu auf dem Heuboden stapelten, plötzlich kaum noch Luft. Meine Augen schwollen zu, am ganzen Körper bekam ich rote Pusteln und ein Hustenanfall jagte den nächsten. Also runter vom Heuboden und erst einmal ausruhen – nach einer knappen halben Stunde war das ganze Spektakel schon wieder vorbei. Doch das war der der Startschuss für meine Allergie.

 

Ein 10-jähriges Rauf und Runter

 

Ab diesem Zeitpunkt habe ich immer wieder allergische Reaktionen auf Gräser, Getreide, Hausstaub oder sogar Tierhaare gezeigt. In einem Sommer konnte ich kaum einen Tag ohne eine Packung Taschentücher verbringen, im nächsten bin ich nachts mit Atemnot aufgewacht, in einem anderen Sommer haben meine Augen gefühlt vier Wochen am Stück getränt. Am schlimmsten waren aber immer die Situationen, in denen mein Hals von innen gejuckt hat und die daraus entstehenden Hustenanfälle sogar dazu führen konnten, dass ich mich übergeben musste. Aber: All die Probleme traten immer nur im Sommer auf – und auch nicht jedes Jahr. Drei Jahre lang hatte ich zum Beispiel gar keine Beschwerden.

 

Kind, mach doch endlich einen Allergietest!

 

Dennoch hatte ich natürlich immer die mahnenden Worte meiner Mutter im Kopf, dass ich wirklich mal einen Allergietest machen sollte. Immerhin wusste ich ja nicht einmal genau, gegen was ich allergisch war. Gut, irgendwelche Gräser waren wahrscheinlich, aber welche genau? Und was war mit Getreide? Und Milben?

 

Spätestens im Herbst hatte ich aber meine Teilzeit-Allergie schon wieder vergessen – und damit auch die Gedanken an einen Allergietest. Wahrscheinlich habe ich diesen unterbewusst auch absichtlich aufgeschoben: Was wäre, wenn ich auch gegen Pferde allergisch wäre? Mit den Konsequenzen einer solchen Diagnose wollte ich mich einfach nicht beschäftigen.

 

Aber nach zwei Sommern in Folge, welche ich nur noch mit verschreibungspflichtigen Antiallergika und diversen Hausmitteln überstanden habe, und auch im Winter auf einmal Probleme bei der Heufütterung der Pferde hatte, habe ich in diesem Januar endlich einen Allergietest gemacht.

 

Das Ergebnis

 

Ich bin tatsächlich gegen Gräser und Getreide allergisch. Mein Allergologe hat den Test schmunzelnd abgeschlossen mit den Worten: „Glückwunsch Frau Bock, Sie sind gegen Ihr Leben allergisch!“ Ja, Heuschnupfen ist unpraktisch als Pferdebesitzer, aber auch kein Weltuntergang. Seit zwei Wochen mache ich jetzt eine Hypersensibilisierung. Eine Verbesserung soll ich schon diesen Sommer bemerken und in zwei bis drei Jahren soll ich beschwerdefrei sein – ich werde berichten.

 

Viel wichtiger ist jedoch, dass meine Allergie meinen Körper die letzten Jahre so belastet hat, dass ich andauernd krank war. Den Zusammenhang habe ich gar nicht gesehen, dabei macht es schon Sinn: Mein Körper war durchgängig damit beschäftigt, die allergischen Reaktionen zu unterdrücken, so dass Viren für ihn nur Nebenschauplätze des Kampfes waren. Daher kann ich wirklich nur jedem empfehlen, direkt einen Allergietest zu machen und sich über mögliche Therapien zu informieren – und nicht zehn Jahre lang zu warten.

schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
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