Über das Blog

„ERGO ganz nah“ ist das Corporate Blog der ERGO Group AG.

Kontakt

Sie haben eine Frage zu „ERGO ganz nah“? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

RSS-Feeds

RSS Feed Icon Immer aktuell informiert: Abonnieren Sie unsere Themen als RSS-Feeds.

RSS-Feeds anzeigen

Unsere Marken

       

       

 

25.2.2016

Empfehlen Drucken

Hyposensibilisierung statt Allergie

Medikamente zur Hyposensibilisierung

Seit meinem 9. Lebensjahr leide ich an Heuschnupfen. Meine Allergien haben sich im Laufe der Jahre verändert und zuletzt hatte ich mit starkem allergiebedingtem Asthma zu kämpfen. In meiner Nähe konnte niemand einen Apfel essen, ohne dass ich Atemnot bekam. Ich habe darüber bereits in diesem Blog berichtet. Im Herbst 2014 war ich erneut bei einem Allergietest und die behandelnde Ärztin schlug mir eine subkutane Immuntherapie (SCIT) als Langzeit-Hyposensibilisierung vor.

Tatsächlich kam dieser Vorschlag für mich sehr überraschend: Bei den regelmäßigen Allergietests zuvor hatten mir die Ärzte wiederholt erklärt, dass sich eine Hyposensibilisierung bei meinen zahlreichen Allergien nicht lohnen würde, weil ich durch die Vielzahl an Überempfindlichkeiten gar nicht merken würde, dass ich auf eine Sache nicht mehr reagiere.

 

Mit Medizin gegen die Überempfindlichkeiten

 

Doch meine Ärztin erklärte mir, dass es mittlerweile viel bessere Substanzen gegen allergische Rhinitis gibt. Ich musste nicht lange überlegen, denn im Frühjahr hatte ich mehrere schreckliche Nächte, in denen ich mit Nasen- und Asthmaspray in der Hand im Bett lag, nicht schlafen konnte und kaum noch Luft bekam. Wer das einmal durchgemacht hat, weiß von den Erstickungsängsten, die überhaupt nicht witzig sind. Wir begannen also mit einer Hyposensibilisierung gegen Frühblüher, Birkenpollen und Hasel.

 

Beginn der Hyposensibilisierung

 

Seit November 2014 werden mir regelmäßig Allergene mit steigender Dosis injiziert. Ich bin mittlerweile bei der Höchstdosis von 0,6 ml angekommen. Die ersten Male reagierte mein Körper enorm darauf. Ich verspürte nicht nur ein Kribbeln am ganzen Körper sondern bekam Beklemmungserscheinungen, außerdem wurde der gesamte Oberarm heiß, rot und juckte.

 

Der Körper gewöhnt sich an die Allergene

 

Doch nach und nach gewöhnt sich mein Körper daran. Das Jucken beschränkt sich jetzt zum Glück nur noch auf zwei Tage und ausschließlich auf einen 5-cm-Radius rund um die Injektionsstelle. Besonders gut hilft es mir, direkt im Anschluss eine Calcium-Brausetablette zu trinken, denn das lindert meine Beschwerden. Da ich alle vier bis sechs Wochen eine Spritze bekomme und das drei Jahre lang, habe ich mich für eine Arztpraxis in der Nähe des Büros entschieden. So kann ich auch mal meine Mittagspause nutzen, denn als Pendler schaffe ich es kaum zu den normalen Sprechzeiten eines Arztes in meinem Wohnort.

 

Eine Kurzzeit-Hyposensibilisierung gegen Gräser und Roggen

 

Letzten Dezember erhielt ich obendrein eine Kurzzeit-Hyposensibilisierung gegen Gräser und Roggen. Ich habe mir die vier Spritzen, eine pro Woche, so eingeplant, dass sie genau zwischen den anderen Terminen lagen. Im Nachhinein betrachtet war das eine sehr kluge Entscheidung, denn die Wirkung der Dosis von 1,0 ml war immens. Mein Körper musste einiges aushalten. Der ganze Arm tat tagelang weh, ich konnte nicht auf ihm liegen und die blauen Flecke sind erst im Januar verschwunden.

 

Mein Fazit bisher

 

Ich bemerke deutliche Besserungen! Bisher habe ich (noch) keinerlei Beschwerden beim Pollenflug, normalerweise geht „meine“ Pollenflugsaison von Januar bis Oktober. Ich muss gestehen, dass ich mich zu einer erneuten Kurzzeit-Hyposensibilisierung im nächsten Jahr überreden muss, da die Reaktion meines Körpers so heftig war. Aber wenn ich dies dreimal wiederhole, ist dieses Kapitel endlich abgeschlossen.

 

Ich muss gestehen, dass ich weiterhin vorsichtig im Konsumieren von Obstsorten bin, die bei mir Kreuzallergien hervorrufen. Statt eines ganzen Apfels, teste ich nur ein Stück. Die ersten Tage direkt nach dem Spritzen verzichte ich auf Obst, da ich des öfteren ein leichtes Kratzen im Hals spürte. Ansonsten ist mir bisher alles gut bekommen und im November und Dezember sowieso, weil dies meine allergiefreie Zeit ist. Sollte die Hyposensibilisierung tatsächlich bewirken, dass ich weitere Monate beschwerdefrei bin, ist das ein riesiger Erfolg. Meine größte Hürde derzeit: Die Angst vor allergischen Reaktionen bleibt im Kopf und ich muss lernen mehr Obst und Gemüse auszutesten. Ich bleibe am Ball und werde berichten. Wer sich in diesem Beitrag wiederfindet, kann mir gern einen Kommentar hinterlassen.

schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
Bewertungen

Eigenen Kommentar abgeben:

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Bitte beachten Sie, dass Kommentare zuerst freigeschaltet werden müssen!
Mit Absenden eines Kommentars erklären Sie sich mit den Rechtlichen Hinweisen und den Kommentarrichtlinien einverstanden.

Kommentare auf Facebook

Weitere Facebook-Kommentare anzeigen