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Warum wird meine private Krankenversicherung so teuer?

Wir müssen in diesem Jahr die Beiträge stärker erhöhen – nach Jahren mit nur geringen Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung. Zum 1. April 2016 werden wir die Tarife in der Krankheitskostenvollversicherung, der Beihilfe und der Tagegeldversicherung anpassen. Knapp 60 Prozent unserer DKV-Vollversicherungskunden sind von einer Veränderung ihrer Beiträge betroffen. Wir wollen hier versuchen zu erklären, warum dieser Schritt unausweichlich ist.

 

Was sind die Gründe für die Beitragsanpassung?

 

Hauptverantwortlich für die Anpassungen sind gestiegene Ausgaben. Unter anderem haben neue Medikamente, Diagnostik und Behandlungsmethoden für einen Kostenschub gesorgt, zudem werden zunehmend mehr Leistungen in Anspruch genommen. Gerade die Ausgaben für sehr teure Krankheitsfälle mit Kosten von mehr als 50.000 oder 100.000 Euro im Jahr sind stark angestiegen.

 

Ebenfalls zur Beitragserhöhung trägt die notwendige Senkung des Rechnungszinses bei. Was bedeutet das? Die privaten Krankenversicherer – und damit natürlich auch die DKV – kalkulieren mit einem bestimmten Rechnungszins. Dieser Zinssatz orientierte sich lange an dem Höchstrechnungszins von 3,5 Prozent, der vom Bundesfinanzministerium festgelegt wird. Eine solch hohe Verzinsung ist derzeit jedoch an den Kapitalmärkten nicht zu erwirtschaften – zehnjährige Bundesanleihen etwa werden derzeit nur noch mit 0,12 Prozent verzinst. Dementsprechend mussten wir den Rechnungszins senken. Um trotz der Rechnungszinssenkungen die nötigen Rückstellungen fürs Alter bilden zu können, müssen die monatlichen Beiträge steigen. 

 

Ein weiterer Faktor, der zu diesen Beitragserhöhungen geführt hat, ist die Tatsache, dass die Menschen länger bei uns versichert bleiben: Die Zahl der Kündigungen ist zurückgegangen, gleichzeitig steigt die Lebenserwartung. Damit müssen wir für mehr Menschen länger fürs Alter vorsorgen. Auch das bedeutet, dass die Rücklagen fürs Alter erhöht werden müssen und damit die monatlichen Beiträge steigen. 

 

Darf ERGO bzw. die DKV selbst über die Höhe der Beitragsanpassungen entscheiden?

 

Nein, das dürfen wir nicht. Alle privaten Krankenversicherer sind gesetzlich verpflichtet, jährlich ihre Ausgaben zu überprüfen. Bei einer Abweichung von mehr als fünf Prozent zwischen in der Prämienberechnung angesetzten Ausgaben und tatsächlichen Ausgaben kann die Versicherung die Beiträge anpassen. Die Berechnung der Beiträge folgt dann einem festen rechtlichen Regelwerk. Ein unabhängiger Treuhänder prüft, ob die Kalkulation der erhöhten Beiträge im Einklang mit diesen Vorschriften steht. Ohne Zustimmung des Treuhänders darf der Versicherer seine Beitragshöhe nicht ändern. Über die Prämienkalkulation wacht zudem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

 

Die DKV hat die Möglichkeit, Beitragserhöhungen zu begrenzen. Die Mittel dazu kommen aus den Erträgen der DKV, die wir zu einem Großteil an die Kunden zurückgeben. Mit diesen Mitteln begrenzen wir die Beitragsanpassung in unserem am stärksten betroffenen Tarif BM4 auf 129,90 Euro bzw. 79,90 Euro für Versicherte über 65. Diese Obergrenze bezieht sich auf den Tarifbeitrag. Zuschläge (z.B. der 10-prozentige Zuschlag für die Beitragsstabilität im Alter oder Risikozuschläge) werden grundsätzlich nicht limitiert. Auch für den Umfang und die Verteilung der Mittel zur Begrenzung der Beiträge ist die Zustimmung des Treuhänders erforderlich.

 

Was können betroffene Kunden tun?

 

Kunden, die mit der Erhöhung ihrer Beiträge unzufrieden sind, beraten wir gerne zu einem Tarifwechsel. Dafür stehen unsere Agenturpartner, unsere Berater im Kundenservice (Tel. 0800 3746-444) und auch unser Online-Tarifcheck zur Verfügung. Mit dem Online-Tarifcheck kann der Kunde alle in Frage kommenden Tarife vergleichen und sieht direkt die Beiträge, die er im jeweiligen Tarif zahlen müsste.

 

Mehr Infos

 

Weiterführende Infos zum Thema Beitragsanpassungen hat der PKV Verband zusammengestellt: https://www.pkv.de/themen/krankenversicherung/so-funktioniert-die-pkv/warum-bekomme-ich-eine-beitragserhoehung/