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13.10.2014

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Gründer: Mit Leidenschaft durch die Hölle

Ibrahim "Ibo" Evsan

Entrepreneur und Gründer Ibrahim „Ibo“ Evsan sprach mit uns über Erfolg, Mut und die Liebe zu sich selbst.

 

Mit Hosenträgern, charmantem Lächeln und umgeben von digitalen Endgeräten sitzt Ibrahim Evsan in seinem neuen Büro direkt gegenüber dem Kölner Dom. „Ist das nicht eine herrliche Aussicht?“, fragt er stolz. Evsan arbeitet noch nicht allzu lange an diesem Ort. Mit „Social Trademarks“ gründete er vor etwa einem Jahr seine sechste Unternehmung. Menschen zu „sozialen Marken“ zu machen, ist das Ziel von Social Trademarks. Ein Ziel, dem Ibo Evsan derzeit seine ganze Aufmerksamkeit schenkt, denn Unternehmensgründungen „brauchen eine Zeitlang den vollen Einsatz des Gründers“.

 

Das Interview im Video:

 

 

Was zeichnet einen erfolgreichen Gründer aus?

 

Damit sind wir auch schon beim Thema: Was zeichnet in den Augen des Internetpioniers Evsan einen erfolgreichen Gründer aus? „Jeder kann Gründer sein“, so der Start-Up-Experte. Wichtig sei eine Idee, an die selbst geglaubt wird und für deren Verwirklichung man sich mit Leidenschaft einsetzt. Also liegt es nur an einem selbst, ob auch Erfolg eintritt? „Nicht ganz. Die Idee muss auch gebraucht werden. Sie muss irgendetwas bewirken, etwas verändern oder besser machen. Nur dann kann sie zu einem Erfolg führen.“ Ibo Evsan ist sich sicher: „Richtig große Geschäftsideen entstehen dann, wenn man das bestehende System, bestehende Branchen oder Märkte nachhaltig stört.“ „Digitale Störer“ nennt er dieses Phänomen im Blick auf die Internetriesen Google, Facebook etc.

 

Wie gelingt Startups ein nachhaltiger Erfolg?

 

Wie aber gelingt kleineren Existenzgründern und Startups ein nachhaltiger Erfolg? Hier steht für den Erfinder digitaler Unternehmen wie SevenLoad und Fliplife in erster Linie die Leidenschaft im Mittelpunkt: „Für die Gründung eines Unternehmens braucht es Leidenschaft und die Bereitschaft, auf alles zu verzichten.“ Man müsse sich ganz seiner Idee hingeben und nachhaltig Zeit und Energie investieren. Mehr als andere, mehr als für das private Umfeld oftmals gut sei. „Das bedeutet, man muss bereit sein, durch die Hölle zu gehen.“

 

Wichtig: Geduld und langer Atem

 

Das Stichwort „Nachhaltigkeit“ hält Ibo Evsan an dieser Stelle für besonders wichtig: „Ich kenne keine Geschäftsidee, die innerhalb von zwölf Monaten erfolgreich war.“ Es brauche Geduld und einen langen Atem. Er selbst gebe sich mindestens zwei Jahre Zeit, um eine Idee erfolgreich am Markt zu platzieren. Dies sei notwendig, um die Idee zu formen und anhand der Rückmeldungen von außen zu optimieren.

 

Bloß kein Feedback von Freunden und Bekannten!

 

Aber woher erhalten Gründer Feedback zum Erfolg? Wer kann einem mit Rat und Tat zur Seite stehen? „Auf keinen Fall Freunde und Bekannte“, ruft der 38-Jährige spontan, „ich zumindest habe mir abgewöhnt, mein privates Umfeld nach meinen Geschäftsideen zu befragen. Diese Menschen sind ja keine Experten und sie bewerten anhand vollständig anderer Kriterien.“ Stattdessen frage er Experten um Rat und diskutiere seine Ideen im sozialen Netzwerk. Dort erhalte man vielseitiges und gutes Feedback und könne durch die Interaktivität und den Austausch mit Nutzern viel über die Akzeptanz seiner Vorhaben erfahren. „Freunde und Verwandte brauche ich, um mir Mut zuzusprechen, mir menschlich zu helfen und mir die Hand auf die Schulter zu legen, wenn es einmal schlecht läuft. Dafür sind sie unersetzlich.“

 

Was zeichnet eine gute Gründungsidee aus?

 

Und was zeichnet eine gute Gründungsidee aus und wie findet man sie? Die Idee muss etwas sein, an das man selbst glaubt. Aber in einem zweiten Schritt sollte die Idee auch auf ihre Machbarkeit hin überprüft werden. So sei es zum Beispiel nicht sinnvoll, als Geschäftsidee eine neue Suchmaschine in den Markt bringen zu wollen. „Da hat Google eine solche Vormachtstellung, dass dies wenig Sinn ergibt. Aber vielleicht kann die Idee eine Suchmaschine für bestimmte Nischen sein, beispielsweise für Brautkleider oder irgendetwas anderes.“ Um herauszubekommen, was funktionieren kann, lohnt neben der Befragung von Experten und Internetnutzern auch ein Blick in Google Trends. Wenn dort zu erkennen ist, dass entweder kein Bedarf besteht oder es schon erfolgreiche Wettbewerber gibt, sollte Vorsicht geboten sein.

 

Habe ich das Potenzial zu einem Gründer?

 

Woran erkennt man selbst, ob man das Potenzial zu einem Gründer hat? Ibrahim Evsan ist sich bei dieser Frage sicher: „Das spürt man. Es beginnt mit einem Gefühl der Unzufriedenheit, mit dem Wunsch, etwas Neues zu machen. Dann formt sich eine Idee und irgendwann fehlt dann nur noch ein letztes Quäntchen Mut. Das sprechen einem dann hoffentlich die Freunde zu.“ Ob das bei dem dynamischen Netzwerker Evsan genauso war? „Ja. Stellen Sie sich einen 18-jährigen Türken vor, der 1990 einen Job sucht und in kein Schema passt. Ich wollte Bankkaufmann werden, aber damals arbeitete man als Türke in einer Fabrik. Ich war völlig frustriert von den vielen Absagen und hatte das Gefühl, ich gehöre nirgendwo hinein.“ Daraufhin überlegte sich der junge Berufseinsteiger, wer in seinen Augen erfolgreich war. Und das waren Unternehmer. „Ich habe mir dann ein Buch gekauft mit dem Titel „Wie gründet man eine GmbH“. Und irgendwann habe ich dann den ersten Schritt getan.“ Und heute? „Heute bin ich viel entspannter. Ich kenne die Abläufe, habe ein tolles Team, weiß, wie alles funktionieren muss. Heute kann ich jeden Tag mit viel Freude genießen.“

 

Drei Tipps für Existenzgründer

 

Zum Abschluss: Welche drei Dinge empfiehlt Ibrahim Evsan den Gründern?

  • Die Idee muss stimmen. Man sollte gut überprüfen, wie die Chancen stehen.
  • Einen Businessplan erstellen, der kurz und knapp das Vorhaben in Zahlen darstellt.
  • Frei sein im Kopf und Platz haben für Neues. Man muss erst loslassen, bevor man mit etwas Neuem beginnen kann. Und man sollte sich selbst lieben, denn nur dann ist man souverän.

ERGO Serie: Gründergeist

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