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„Live your Dream“.
Auf meinem Weg zum Profisurfer.

Von Nicolas Badarco

 

Mein Name ist Nico Badaraco, ich bin 19 Jahre jung und habe den Traum, deutscher Profisurfer zu werden. Meine Leidenschaft für das Surfen habe ich mit etwa 12 Jahren entdeckt, als ich im Spanienurlaub am Atlantik meine ersten Surfstunden nehmen konnte. Der spanische Surflehrer von damals hat mich nach der ersten Surfstunde sofort in die Gruppe der Fortgeschrittenen gesteckt, da er von meinem Können völlig „geplättet“ war und ich locker mit den Fortgeschrittenen mithalten konnte.

 

Nicolas Badarco

 

Seitdem lässt mich der Sport nicht mehr los und ich denke Tag und Nacht daran „Wann kann ich endlich wieder surfen gehen“. Mit 14 Jahren bin ich das erste Mal in ein Surfcamp in Frankreich gegangen, wo ich mein Können verbessern konnte und wieder in der Surfergruppe „Fortgeschrittene“ gelandet bin. Im darauf folgenden Jahr zog es mich natürlich wieder in ein Surfcamp und im dritten Jahr sogar in zwei. In einem der Surfcamps habe ich als Betreuer gearbeitet. So finanzierte ich mir diese Woche surfen. Ich bin immer alleine in diese Surfcamps gegangen, da die finanzielle Lage in der Familie nichts anderes zugelassen hat. Dennoch habe ich meinen Traum nicht aufgegeben, denn ich bin von meinem Talent überzeugt.

 

Nach meinem Abitur ging ich sofort arbeiten, da ich vor hatte, ein halbes Jahr in Neuseeland zu leben, um dort mein Surfen zu verbessern. So zog ich nach drei Monaten harter Arbeit in Deutschland wieder alleine los, mit einem Koffer voller Hoffnung in der einen Hand und einem Surfbrett voller Stolz in der anderen. Das Surfbrett hatte ich mir zu meinem 18. Geburtstag gewünscht und es bedeutet mir die Welt! Es wurde nach meinem eigenen Design und speziell auf meine Körpermaße angefertigt.

 

Viele wollten mir ausreden, mit einem Surfbrett zu reisen, da es so sperrig sei und es würde mir nur Nachteile bringen. Niemand konnte nachvollziehen, wie viel mir das Surfen mit meinem eigenem Board bedeutet, außer meine Familie. Letztendlich habe ich mir nichts einreden lassen, denn ich war zu 100% überzeugt, dass ich das schaffe. Viele Surfer, die ich auf meiner Reise getroffen hatte, konnten sich ein Auto leisten und hatten es sehr bequem und einfach zum Strand. Leider war mein Budget sehr knapp und ich konnte mir daher keins leisten. Deshalb lief ich immer von meinen Herbergen zum Strand, teilweise 40 Minuten einfach, doch das hielt mich nicht auf. Ich ging zweimal am Tag surfen und konnte sehr viel verbessern.

 

Der erste Surftrip lief also erfolgreich, der zweite jedoch weniger. Gleich nach 2 Tagen wurde mir mein Neoprenanzug geklaut. Leider wurde nur meiner geklaut, obwohl noch 4 andere Neoprenanzüge dort hingen. Sofort besorgte ich mir einen Ersatz, doch leider war dieser viel dünner als der vorherige. Das Geld wurde nach 2 Monaten knapp und so suchte ich mir einen Job in einem Hotel, das zu Fuß 30 Minuten vom Strand entfernt war. Ich konnte zwischen meinen Arbeitszeiten Gott sei Dank surfen gehen.

 

Irgendwann wurde das Wasser für mich und meinem Neopren zu kalt und ich entschied mich, früher abzureisen. Auf meinem Rückweg wollte ich jedoch unbedingt in Bali halten, da dort das „Surferparadies“ sein sollte. Ich muss ehrlich gestehen, Bali hat zwar ganz gute Wellen, ist aber verglichen mit Neuseeland touristisch völlig überlaufen. Ich hatte leider nur 3-4 gute „Surftage“, nichtsdestotrotz war ich froh, in Bali gewesen zu sein, da ich dort meine besten Wellen surfen konnte. Zurück in Deutschland konzentrierte ich mich auf meine Präsenz im Internet mit dem Ziel, einen Sponsor für mich zu gewinnen.

 

Mein Traum ist es noch immer, deutscher Profisurfer zu werden und für die ASP zu surfen. Viele wollen mich studieren sehen. Viele ziehen Sicherheit vor und sagen, du kannst das mit dem Surfen nach dem Studium immer noch machen, aber ich bin zu 100% überzeugt, dass ich das jetzt schaffen kann. Leider reichen Mut, Selbstbewusstsein und Leidenschaft nicht aus, um Profisurfer zu werden. Man braucht auch immer Geld, um zu den Orten zu gelangen, vor allem wenn man aus Deutschland kommt, da sich die Nord-/Ostsee nicht anbietet.

 

Die Resonanz auf Facebook, Twitter und Instagram gibt mir Hoffnung und Kraft, dass dieser Weg genau der richtige Weg ist. Ich möchte meine Leidenschaft zum Beruf machen und somit meinen Traum verwirklichen. Jegliches Preisgeld hilft mir in meinem Weiterkommen sehr. Ich hoffe, ich konnte Ihnen meinen Mut, meinen Willen und meine Leidenschaft für das Surfen nahe bringen und Ihnen zeigen, dass ich Ihre Unterstützung benötige.