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Ich will, will gut und lange leben und das auf allen Ebenen

Von Maria Hüllen

 

Maria Hüllen

 

Schon früh hat’s bei mir begonnen, eigentlich als ich in die Pubertät kam und die Welt mit Augen sah, die immer mehr begriffen, und ich von andern aber hörte ab 30, ab 40, ab 50 und mit 60 ist’s bestimmt vorbei, das Leben, ‘dein’ Leben. Alles hört auf, das Aussehen, der Job, Familie, na ja, irgendwie, auf einen Mann treffen und besonders vorbei ist ein schönes und interessantes Leben, das ist mit spätestens 60 plus vorbei und der Weg in die Kiste ist angesagt.

 

Das will ich nicht, da mach ich nicht mit, ihr könnt mich mal… Ich gehe einen andern Weg und wer will, der kommt mit - wie mein Mann, den ich mittlerweile auch überzeugt habe. Meine Ausbildung, die Interessen, die ich habe, Leute, die ähnlich denken, positives Denken, gesunde Ernährung, Lachen und Humor, Dinge, die nicht abwendbar sind anzunehmen, aus einer Zitrone eine Limonade ‘zaubern’, im Sinn des Wortes, all das hat mich auf meinen Weg gebracht, der mich fordert, aber auch belohnt, ihn weiter zu gehen so lange bis der liebe Gott oder wer auch immer sagt, jetzt ist Schluss, jetzt ist’s genug, hör auf, ’Du machst jetzt Schluss!’ Das kann mit 80, 90 oder auch 100 Jahren sein und bis dahin hoffe ich, ein gutes und auf allen Ebenen gelungenes Leben geführt zu haben. Schicksalsschläge gehören dazu, müssen angenommen, verarbeitet werden, aber und das ist wichtig, sich immer wieder sagen, aufstehn, weitermachen, denn es lohnt sich und wer hat schon Lust frühzeitig in der Kiste zu liegen und den Würmern als ‘Delikatesse zu dienen.’

 

Und mein Weg, der war bestimmt nicht leicht. Bis 13 war‘s schön, richtig schön, wie’s in einer Familie sein soll. Dann starb mein Vater, meine Mutter hat den Tod ihres Mannes nicht verkraftet. In der Schule war ich nicht gut, machte eine Lehre, dann wollte ich weiter, mein Abitur und so. Plötzlich war ich schwanger und mein Freund, der konnte nicht, ich stand allein da und hielt plötzlich ein süßes Töchterchen im Arm und trotzdem: Ich wollte, wollte Mutter sein und weiterkommen. Meine Tochter, sie war in den ersten Jahren in einer Pflegefamilie und das war teuer, ich musste richtig Geld verdienen und das konnte ich aufgrund meiner Ausbildung und mittlerweile hatte ich auch mein Abitur gemacht auf dem Abendgymnasium, morgens arbeiten und abends auch. Als mein Kind in die Schule kam, holte ich sie zu mir, wir lebten zusammen Mutter und Töchterchen, alles lief immer, mal schlechter mal besser, aber meistens doch gut. Bekannte und Freunde halfen uns, wenn ich mal raus wollte, in die Disco und so. Mein Chemiestudium, leider und wie soll ich es sagen, es blieb auf der Strecke, den Anfang habe ich geschafft und dann musste ich mich entscheiden, entweder mein Kind oder den Job. Aufgrund meiner Lehre hatte ich ja einen, aber ich wollte weiter. Und jetzt war der Studienplatz weg, ich hatte mich für mein Kind entschieden, denn acht Stunden im Labor stehen, abends für den nächsten Tag lernen, arbeiten gehen und Mami sein und einen Haushalt hinkriegen, das kann selbst eine ‘Supernanny’ nicht.

 

‘Ein Weg wird sich finden, wie du weiterkommst‘, so habe ich mich getröstet, obwohl und trotzalledem, immer wieder wollte es nicht, mein Beautysalon, die Pleite kam, dann ging’s weiter. Mit Ende vierzig schlitterte ich in eine Ehe, ein Weg, der nicht nur mit Rosenblättern verziert war und doch es wurde, langsam, ganz langsam. Und heute?

 

Seit gut zehn Jahren bin ich Autorin, Themen wie Beauty, ‘the new way of life‘, Thriller und Erotik sind meine Genres und irgendwie, es klappt, langsam kommt alles in Fahrt, aus dem ’Why Not?’ ist ein ’I can’ geworden. Und dieses Gefühl ‘I will and I can and one day it will be’, dieses Gefühl hat mich nicht verlassen, dem bin ich treu geblieben wie meinem Mann, der übrigens der Vater meiner Tochter ist!

 

“Immer gibt es einen Weg, den nur du beschreiten kannst, mit all Deinen Talenten, Begabungen, der nur dir gehört, dir allein, den es zu finden gilt mit den dazugehörigen Rückschlägen und sich immer wieder sagen, ich will und ich kann, denn eines Tages wird es, es wird bestimmt!”, das habe ich mir in schwierigen Situationen immer wieder gesagt. Über meine Lehre, mein Abitur und mein Interesse an der Chemie/Homöopathie (vereinfacht ausgedrückt) wie über eine positive Lebenseinstellung bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es möglich sein muss, gut und lange zu leben und dabei als Frau auch noch passabel auszusehen, eben ein Leben auf allen Ebenen!