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Neben dem Studium
ein Unternehmen aufbauen

In einem Jahr vom Keller ins eigene Büro

 

Von Thomas Tessars

 

Gravierte HandyschaleEin Designer, eine Architekturstudentin, ein Betriebswirt, ein Maschinenbauer, ein Laser - und Bryan Adams?
Mit der Idee, Handyschalen zu personalisieren, starteten die vier Studenten ein Unternehmen, das sich innerhalb von einem Jahr zu einem professionellen Dienstleister für Laser-Metallveredelung entwickelte. Durch Engagement, Mut und viel Arbeit, dürfen Sie mittlerweile namhafte Unternehmen zu ihren Kunden zählen.

 

Die Firma RECASE

 

 

Die Idee entstand aus einer wohlbekannten, alltäglichen Situation. Thomas – der Maschinenbauer – brauchte dringend ein Geschenk. Es sollte etwas Nützliches sein und zugleich dieses gewisse Etwas haben. Weil Thomas sich leidenschaftlich mit Holz beschäftigte, war die Idee schnell gefunden: eine Handyschale mit Holzrücken. Jedoch fehlte das Persönliche. Und hier kam sein guter Freund Kevin – der Designer – ins Spiel. 

 

Die beiden überlegten gemeinsam, was sie tun konnten. Da kam Kevin die Lösung. Und zwar die Lasermaschine an der OTH Regensburg, die es erlaubt, auf Holz zu gravieren. Kevin digitalisierte hierfür eine Zeichnung und bereitete die Dateien für die nächsten Arbeitsschritte vor. Es war ein Experiment, da der Laser bisher lediglich zum Schneiden von Architektenpappe genutzt wurde. Es wurde probiert, beschriftet, markiert und geschnitten.

 

Wir sind RECASE

 

Für einen zeitweiligen Augenblick haben wir, so ehrlich müssen wir sein, uns nicht mehr auf diese Handyschale konzentriert. Wir haben uns total in der Materie verloren und immer weiter nach der „perfekten Einstellung“ gesucht, so sehr hat uns die Arbeit mit dem Laser fasziniert. Nach endlosen Tests und unzähligen Fehlversuchen hatten wir jedoch endlich unser erstes, vorzeigbares Ergebnis.

 

Das Geschenk war ein voller Erfolg und so kam es, dass immer mehr Freunde und Bekannte eine individuelle Handyschale haben wollten. Glücklicherweise durften wir auch weiterhin an der Hochschule Erfahrungen am Laser sammeln. Mit den sich häufenden Anfragen kam uns zum ersten Mal die Idee, dieses zeitaufwändige Hobby zu einem Geschäft auszuweiten. Wir informierten uns über die Möglichkeiten für Gründer, mit einer Idee auch während des Studiums in die Geschäftswelt einzusteigen. Der erste Schritt war die Teilnahme an dem sogenannten „5-Euro-Business“-Wettbewerb der OTH Regensburg. Eine Plattform, die Ideengebern, Interessenten und ambitionierten Studenten eine Möglichkeit bietet, sich zu verwirklichen.

 

Hier haben wir Anna – die Architekturstudentin – und Sebastian – den Betriebswirtschaftsstudenten – kennengelernt. Die Zwei waren von unserer Idee begeistert und wollten unser Vorhaben mit ihrem betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Knowhow ergänzen. Wir besuchten zahlreiche Existenzgründer-Seminare, die uns hierfür angeboten wurden. Die Idee wuchs immer weiter.

 

Wegen der steigenden Nachfrage hatten wir glücklicherweise von Beginn an alle Hände voll zu tun. In der 6-wöchigen Wettbewerbsphase des „5-Euro-Business“ schrieben wir seit Beginn schwarze Zahlen. Die Abschlusspräsentation war vorbereitet und wir hofften auf den Sieg.

 

So kam dann einer der wichtigsten Tage. Bei der Siegerehrung rief der Moderator bereits den Dritt- und Zweitplatzierten auf. Wir zitterten und grübelten. Der Juryvorsitzende sprach den ersten Platz aus – jedoch fand RECASE keine Erwähnung und so ergatterte sich ein anderes Team den Sieg.

 

Die Enttäuschung im ersten Moment war groß. Doch im Nachhinein betrachtet war dieser Moment eine Schlüsselszene: Aufgeben war nie eine Option.

 

So entwickelte sich auch ein wichtiger Firmengrundsatz sowie eine aus erster Hand erfahrene Firmenphilosophie gleich dem Zitat ,,Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sichere Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen'' (Thomas Alva Edison) So entschlossen wir uns, dieses „Planspiel am realen Markt“ in eine echte Firma umzuwandeln. Wir gründeten im November 2015 aus. Der Plan war einfach: Einen eigenen Laser kaufen.

 

Jedoch mussten wir feststellen, dass diese Lasermaschinen ein halbes Vermögen kosten. Deshalb haben wir zu Beginn mit anderen Firmen kooperiert und uns einen Laser gemietet.

 

Die arbeitsbedingten Umstände zeigten sich allerdings bereits nach kurzer Zeit als zu aufwändig und ein Abarbeiten der Aufträge war so nicht mehr möglich.

 

Es gab 2 Optionen: Kredit aufnehmen oder Investoren für Gesellschaftsanteile generieren.An letzteres war nicht zu denken, da die Firma komplett in unseren Händen bleiben sollte.

 

Thomas: Ich fasste einen Entschluss, die Entscheidung zwischen Zukunft und Spaß lag auf der Hand. Ich habe mich für die Firma entschieden und so verkaufte ich meinen geliebten Oldtimer, ein Auto mit dem ich mir einen Kindheitstraum erfüllt hatte. Es hatte eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis ich mir meinen Traum hatte leisten können: ein schicker Ami-Schlitten aus den 70ern.

 

Mit dem Verkauf des Oldtimers konnten wir uns schlussendlich einen gebrauchten Laser käuflich erwerben, mit dem wir seitdem unabhängig und zu jeder Zeit arbeiten konnten. Damals noch in Thomas Keller.

 

Es war kalt, dunkel, mitten in der Winterzeit und der Platz war mit ein paar wenigen Quadratmeter alles andere als einladend. Doch der Ehrgeiz überwog und wir schafften es, unsere ersten Stammkunden zu gewinnen um einen regelmäßigen Umsatz zu generieren. Einer unserer ersten Kunden war ein etwa 15 qm großer Laden mitten in der Innenstadt von Regensburg. „Christa am Kohlenmarkt“ wollte nie Smartphone-Cases verkaufen und doch kommt sie jetzt immer wieder gerne zu uns.

 

Wer kennt sie nicht, die ausgeleierte Redewendung ,,Selbstständigkeit kommt von selbst und ständig'' - So verbraucht diese Aussage auch sein mag, sie hat nach wie vor ihre Gültigkeit – diese Erfahrung musste wir am eigenen Leibe machen. Wir arbeiteten viel und häufig an der Verwirklichung unserer Idee, bis tief in die Nacht, und mussten sekundär unsere Lebensunterhaltungskosten durch Nebenjobs bestreiten.

 

Anna war neben dem Studium als Model tätig und so hatten wir das Glück, dass sogar der Sänger Bryan Adams eine Handyschale von uns bekam. Ein toller Meilenstein.

 

Mitte 2016 war dann auch der Keller zu klein, die Wohnungen voller Handyschalen und der Drang nach mehr Platz unermesslich. Wir zogen in unser erstes Büro mit Werkstatt in einem Industriegebiet nahe Regensburgs.
Unseren Stolz konnte man kaum in Worte fassen, als wir zum ersten Mal den Schlüssel zu unseren eigenen Büroräumlichkeiten umdrehten. Von nun an konnten wir richtig Gas geben. Aus der netten Beschäftigung ist schnell eine tägliche Routine geworden.

 

Bereits nach kurzer Zeit konnten wir Erfolge verbuchen und zogen die ersten mittelständischen Unternehmen als Kunden an Land.

 

Edelstahl GravurUnser anfänglicher Fokus – das Gravieren von Handyschalen – wurde bereits innerhalb von nur einem Jahr weiterentwickelt zu einer Lasergravur Dienstleistung für Unternehmen.

 

Nun stehen wir vor dem nächsten Schritt, der Gründung einer GmbH. Ebenso haben wir bereits ein weiteres Gesicht für unser dynamisches Team in Planung. Patrick wird unser Team mit seiner langjährigen Berufserfahrung im Vertrieb abrunden.

 

Kein leichter Weg

 

Wir möchten allen Startups, Ideengebern und Machern von Morgen noch eines mit auf den Weg geben:
Wenn ihr eine Idee habt, haltet daran fest, entwickelt sie weiter und lasst euch nicht demotivieren von einem verlorenen Wettbewerb oder Rückschlag. Es geht immer weiter, wenn ihr die nötige Zeit, Motivation und eine Vision mitbringt.
Euer RECASE Team

 

www.recasepage.com