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Vom Brötchen zum Kidersitz

Von Judith Schäfer

 

Jidith SchäferHallo liebe Leser, mein Name ist Judith, ich bin 28 Jahre alt und ich befinde mich am Anfang meines Weges, an dessen Ziel ein erfolgreiches Kindersitzgeschäft stehen soll. Das mag auf den ersten Blick profan klingen, meine Geschäftsidee bedeutet mir jedoch sehr viel, denn sie ist nicht nur eine Idee, sondern gleichzeitig Herzenswunsch und Berufung.

 

Wenn Paare Eltern werden, ändern sich über Nacht nicht nur die Schlafgewohnheiten, sondern auch die Prioritäten – und das war auch bei uns so: Unser kleiner Sohn verwandelte unsere Welt- und unsere Weitsicht. Plötzlich stellten wir uns Fragen über die Herkunft unseres Essens, wir beschäftigten uns mit der Herstellung von Textilien, mit Schadstoffen und mit Kindersicherheit: Welche Babyschale ist die sicherste? Brauchen wir einen Eckenschutz für den Tisch? Welche Steckdosensicherungen taugen gut?

 

Als unser Kleiner aus der Babyschale herauswuchs, fanden wir uns in einem Dschungel an Informationen wieder. Wir ließen uns in Geschäften beraten, recherchierten im Internet und stießen auf Fangkörpersitze, „normale“ vorwärtsgerichtete Kindersitze und Reboarder, also Sitze, die wie eine Babyschale gegen die Fahrtrichtung ins Auto eingebaut werden. Unsere Suche war anstrengend und beschäftigte uns tagelang: Wir fragten Freunde, wir fragten Verkäufer und jeder hatte andere Tipps für uns.

 

Am Ende stießen wir auf einige bedrückende Videos, in denen Geschichten von Babys und Kleinkindern erzählt wurden, die in einem Vorwärtssitz schwer verletzt wurden und dabei immer wieder auch auf den Hinweis, dass so schwere Verletzungen in einem rückwärtsgerichteten Sitz kaum vorkommen oder zumindest sehr viel seltener. Wir sahen uns wieder und wieder Videos von Crashtests an: Warum, fragten wir uns, sind Reboarder nicht verbreiteter? Wieso kennen nur so wenige Menschen diese Sitze? Für uns stand mittlerweile fest, dass wir einen Reboarder für unseren Sohn kaufen und kein anderer Sitz in Frage kam. Wir kauften einen Axkid Minikid.

 

Im Lauf der Zeit wurden wir mehr und mehr von Freunden auf den Sitz angesprochen und auch die Familie wurde aufmerksam. Regelmäßig zeigten wir Vorteile auf, sprachen über Kindersitze, eigneten uns neues Wissen an und fingen an, in unserem Umfeld aufzuklären. Viele Bekannte und Freunde waren schnell überzeugt und sehr dankbar darüber, dass wir sie auf die Vorteile eines Reboarders hingewiesen hatten.

 

Ich entwickelte immer mehr Freude am Thema: Es machte und macht mir unheimlich Spaß, andere über das Thema „Rückwärtsfahren“ aufzuklären. Ich sauge das Wissen über Reboarder auf wie ein Schwamm und es ist mir sehr wichtig, dass die Babys und Kinder in meiner Umgebung möglichst sicher im Auto fahren.

 

Zeitgleich sprach sich herum, dass ich mich mit Babyschalen und anderen Kindersitzen gut auskenne. Mittlerweile traten sogar entferntere Bekannte an mich heran und fragten mich, welchen Kindersitz sie kaufen sollen. Ich erkläre gerne und mit Herzblut, ich begeistere mein Umfeld mit einer eigentlich sehr nüchternen Thematik – weil sie mir am Herzen liegt.

 

Stetig wuchs mein Wunsch, mich selbständig zu machen, noch mehr Eltern und Großeltern zu erreichen und eigene, richtige Kunden zu haben. In meiner Umgebung gibt es leider kein Fachgeschäft für Kindersitze, Beratung findet eigentlich nur im Freundeskreis oder online statt.

 

Der Markt ist nicht gedeckt, ein paar Häuser, ein paar Straßen, ein paar Orte weiter sitzen Eltern vor ihren Computern und recherchieren vielleicht, einige andere fahren in den weiter entfernten Babyladen und sind nach ihrem Besuch unsicherer als vorher. Hier bei uns in Werl wird ein Kindersitzfachhandel dringend gebraucht. Mein Wissen und ich werden benötigt.

 

Ich wache morgens mit dem Gedanken an meinen eigenen „Die Kindersitzprofis“-Laden auf und gehe am Abend mit diesen Gedanken ins Bett. Ich will mich selbst verwirklichen und ich will andere Eltern glücklich machen. Ich möchte die helfende Hand im Kindersitzdschungel sein und Mamas und Papas durchs Dickicht bis zum Ziel begleiten: Dem sichersten Kindersitz für Ihren Nachwuchs. Kindersicherheit im Auto steht und fällt nicht nur mit der Fahrtrichtung, sondern auch mit dem passenden Sitz und einer guten Beratung. Nur wenn der Kindersitz richtig eingebaut ist, kann er optimal schützen. Nur wenn die Babyschale zum Kind passt, kann sie ihren Zweck bei einem Unfall erfüllen.

 

Ich habe 5 Jahre in einer Bäckerei im Verkauf gearbeitet und ich möchte unbedingt mein eigenes Ding machen. Jahrelang habe ich kleine Brötchen gebacken und bin jetzt bereit und freue mich sehr darauf, künftig Kindersitze zu verkaufen.

 

Sicherlich wird der Start nicht ganz einfach sein und ich muss mich erst einfinden in die Welt der Selbständigkeit. Ich lese, ich recherchiere und ich möchte meinen Traum und Herzenswunsch nun leben: Dafür besichtige ich aktuell Ladengeschäfte und suche das perfekte Mietobjekt (mit Parkplatz, versteht sich), um Eltern besser beraten zu können als wir es vor 2 Jahren wurden.