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Von der Kulturliebhaberin
zur Unternehmerin für Kultur und Wirtschaft

Von Anais Röschke

 

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An der Schnittstelle von Kultur und Wirtschaft zu arbeiten. Von jeher mein Traum. Also begann ich, nach dem Abitur und einiger Zeit der Orientierung als Volunteer in Kanada, ein Studium der Malerei und Kulturpädagogik. Sehr naiv hatte ich eine Mappe mit Bildern für die Bewerbung an der Uni erstellt. Überraschend wurde ich angenommen und musste schnell feststellen, dass ich nicht zur Künstlerin geboren war. Ich ging durch tiefe Täler, stellte meinen Lebensweg in Frage und durfte nach vier Jahren jedoch feststellen, dass mein Wunsch, an der Schnittstelle von Kultur und Wirtschaft zu arbeiten, letztlich bestärkt worden war.

 

Voller Freude folgte ich meiner Bewerbungszusage in die Schweiz zur Kunstmesse Art Basel. Die zwei Jahre dort und bei der Art Basel Miami Beach waren ein Feuerwerk an Eindrücken und Möglichkeiten. Noch heute bildet das dort Gelernte und Erfahrene den Grundstock meiner Arbeitsweise.

 

Weiterhin in diesem Umfeld zu arbeiten war mein Wunsch, doch es sollte nicht sein und nach meiner zweiten Bewerbungsabsage auf eine freie Stelle im Team packte ich erneut meinen Koffer und zog, ohne jegliche Vorstellung, wie es nun weiter gehen sollte in das Gästezimmer einer Freundin nach Hamburg. Und wie es so oft ist: eine Tür schließt sich, eine andere öffnet sich. Kurzfristig bekam ich die Stelle für ein Projekt der Kulturstiftung des Bundes, für die Vermittlung Neuer Klassischer Musik, und durfte im reisenden Klang!Container meine Masterarbeit mit einem Schweizer Medienkünstler realisieren.

 

Nach nur 3 Monaten ging es weiter, der Liebe wegen nach Berlin und direkt in die Kulturrealität, das ewige Praktikum. Viele Male stand ich heulend im Klo und wusste nicht weiter. Doch wie meine Großmutter schon sagte „wenn du denkst es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her“. Meine ehemalige Chefin bei der Art Basel war frisch berufene Direktorin für die Berliner Kunstmesse art forum berlin und wollte mich als VIP Relations Manager, verantwortlich für das Begleitprogramm der Messe mit Atelierbesuchen, Führungen durch Privatsammlungen und Kunstveranstaltungen in ganz Europa. Doch nach nur zwei Jahren wurde die Messe nach 16-jährigem Bestehen abgesagt und ich war schwanger und arbeitslos.

 

Ich bekam mein erstes Kind, versuchte den Wiedereistieg, der nicht klappte und wurde wieder schwanger. Was tun? Ich war nun nicht mehr bereit, für „kein“ Geld „ganz“ viel zu arbeiten, denn ich wollte beides: Erfüllung im Job und Zeit mit meinen Kindern.

 

Art of Business Teamfoto

Durch einen Zufall und über Freunde lernte ich meinen jetzigen Geschäftspartner David kennen. Musiker und ehemaliger Sponsoring-Manager an der australischen Oper war auch er unzufrieden in seinem Job als Sales Manager für Sponsoring von b2b-Konferenzen. Wir wollten beide zurück in die Kultur, beide von unserer Arbeit leben und einen Mehrwert für Kultur und Wirtschaft schaffen.

 

Wir machten uns an den Businessplan für unsere Geschäftsidee, erhielten ein Coaching, tüftelten an unserem Geschäftsmodell und gingen weiterhin parallel unseren „anderen“ Leben nach. David verkaufte Konferenzen, ich bekam meine zweite Tochter und wir stellten fest, entweder wagen wir die Gründung ganz oder – ein „oder“ gab es nicht.

 

Im Oktober 2015 gründeten wir THE ART OF BUSINESS und beraten seitdem Unternehmen und Kulturinstitutionen bei der Entwicklung und Umsetzung von Kultursponsoring-Partnerschaften. Der nächste Schritt war die Realisierung unserer Kernidee: eine Matching-Plattform für Kultur und Wirtschaft. Den ersten Schritt des Kennenlernens und der Herausfilterung der gemeinsamen Aspekte zu erleichtern, um so Synergien zwischen Kultur und Wirtschaft zu ermöglichen.

 

Wir haben unseren Mut zusammen und Geld in die Hand genommen und vor zwei Monaten artness.net – Die Dating-Plattform für Kultur und Wirtschaft – gelauncht.

 

Jetzt gibt es immer noch Tage, an denen ich durch Täler des Zweifels und der Sorgen gehe aber ich führe das Leben selbstbestimmt – mit Kindern und Karriere, wie es gerade am Besten und Schönsten zu meinem Leben passt. An der Schnittstelle zwischen Kultur und Wirtschaft.

 

www.artness.net
www.art-of-business.eu