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Stresscouch - Die Art dem Stress im Alltag zu begegnen

Von Katja Richter-Jacob

 

Dein Weg Katja Richter„Ich bin gestresst“, höre ich oft von Müttern, Vätern, Managern, Tänzern, Lehrern und Schülern... und auch aus meinem Mund. Stress ist zum Modewort avanciert, das ein Phänomen unserer Gesellschaft widerspiegelt. Leistungs- und Termindruck kennt jeder. Nicht alle fühlen sich belastet. Doch viele fühlen sich unter Druck. Ich bin Coach für Stressbewältigung und Mentaltraining und starte gerade mit meiner Selbstverwirklichungsidee, Menschen in Stresssitationen zu helfen und sie auf den Weg zu mehr Gelassenheit und Wiederstandfähigkeit zu begleiten.

 

„Du kannst den Pfad nicht beschreiten, solange du nicht selbst der Pfad geworden bist.“ Zen-Weisheit

 

Irgendwann vor 15 Jahre stand ich in Stralsund auf dem Uni Campus mitten auf dem großen Platz, auf dem sich die Studenten in ihren Pausen trafen und blickte auf eine Strecke von aufgestellten Steinen unterschiedlicher Größe. „Der steinige Weg“ witzelte ich meinem Freund zu, der sich damals gerade immatrikulierte.

 

An dieses Bild habe ich mich erinnert, als ich die Ausschreibung für diesen Award las. Der Titel „Der Weg ist das Ziel“ bedeutete für mich ein kurzes inne halten und rekapitulieren, was in den vergangen Jahren alles mit mir und um mich herum passiert war.

 

Kleine Steinchen und große Brocken begegneten mir in diesem Lebensabschnitt all zu oft. Über manche konnte ich leichtfüßig drüber hüpfen, manche musste ich hart erklimmen und überwinden.

 

Mein Weg: Höhen, Tiefen und Druck

 

Ich habe gelernt und kreativ gearbeitet, habe Kinder bekommen und nebenbei studiert, mich gebildet und wieder gearbeitet. Ich habe geheiratet und ein Familien-Nest gebaut. Ich habe in den Tag gelebt, war fleißig und faul, habe gesucht und gefunden, einiges wieder verloren. Ich habe Angst bekommen und Mut bewiesen – manchmal blieb ich auch feige. Ich habe mich eine Zeit lang vergraben und zurückgezogen. Ich habe getanzt und auf einer Bühne im Scheinwerferlicht gestanden. Ich habe mit Kita-Kindern Yoga gelernt. Ich habe den Sinn meines Lebens erforscht, reflektiert, und habe eine nicht so untypische „Mitte-Dreißig-Krise“ erlebt. Ich war überfordert, überreizt und gestresst von diesem Weg, der sich für mich zum Teil fremdbestimmt anfühlte, der Druck erzeugte.

 

Ständige Präsenz, diffuse Ängste, Stress

 

Dieser Druck, den ich verspürte, ist bezeichnend für unsere Gegenwart in der wir leben. Ich bin nicht allein. Gerade wir Städter fühlen uns oft gehetzt und getrieben von dieser dynamischen, reizüberfluteten, hektischen, multikomplexen Welt, in der wir ständig präsent sein müssen, in der wir uns mit den Anderen vergleichen, uns im Streben nach der Glückssuche auch verlieren können. Diffuse Ängste begleiten uns. Immer mehr Menschen fühlen sich überfordert und beklagen ihren Stress.
Dabei ist Stress nicht unmittelbar etwas Negatives. Es gibt belebenden Stress, etwa wenn ich ein Projekt voranbringe und mich kurzweilig mit Anstrengung voll in die Arbeit stürze. Dann kann Stress auch beflügeln und Wohlgefühle auslösen.

 

Hält der Arbeits- und Leistungsdruck an, ohne dass man sich Erholungsphasen gönnt, verkehrt sich die Reaktion ins Negative. Dauerstress – der Körper ist im ständigen Alarmzustand. Alles wird auf einmal schwerer zu bewältigen. Der Körper reagiert mit Müdigkeit, Verspannungen, Schmerzen. Die Seele reagiert mit Unruhe, Gereiztheit und innerer Leere, „Ich funktioniere nur noch.“. Klingt das bekannt?

 

Darüber mache ich mir seit längerer Zeit Gedanken und will etwas tun.

 

Die Idee: Stresscouch

 

Der Start für meine Selbstverwirklichungsidee begann schon vor zwei Jahren. Ich saß mit meiner Schwester auf der Couch. Wir unterhielten uns über die Zukunft und was ich machen möchte. Unverhofft antwortet sie: „Du wolltest doch dieses Stress-Couch-Ding machen.“ Ich lachte verzückt und hatte in unserem unbewussten Brainstorming das passende Label für meine Beratungsangebote gefunden. So ging es los. Eine Idee war geboren.

 

Sich Zeit nehmen und einen Rahmen schaffen, in dem Stress belastete Menschen sich ausruhen können, über ihre Problemlagen offen sprechen dürfen, ihre Bedürfnisse erkunden und lernen sich systematisch zu entspannen, ihre Kreativität und Lebendigkeit entdecken, sodass sie die täglichen Herausforderungen souveräner angehen können. Hilfe zur Selbsthilfe und gegenseitiges Lernen – das ist der Weg den ich weitergehen möchte.

 

Stück für Stück baue ich mir meine Selbstständigkeit auf, in der ich meinen Klienten die Stressbewältigung auch als eine Art Lebenskunst vermitteln möchte. Den Einklang zwischen eigener Persönlichkeit und Anforderungen der Umgebung zu gestalten, die Balance zwischen Anstrengungen und Entspannung austarieren – das ist die Art dem Stress im Alltag zu begegnen.

 

Herzliche Grüße
Katja Richter-Jacob, Coach für Stressbewältigung und Mentaltraining