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Vom Bücherwurm in die große weite digitale Welt

Mich umgibt momentan eine Ruhe, die ich niemals zuvor so gespürt habe. Denn auch wenn mein Weg noch weit ist, und ich noch viel vor mir habe, merke ich, dass es das Richtige ist und ich ankomme. Ich denke, dass jeder Mensch mindestens einmal in seinem Leben an dem Punkt ankommen sollte, an dem ich bin. Ich nenne ihn den „sch***-auf-alles-ich-mach-jetzt-mein-Ding“-Punkt.

 

Dein Weg Daniela WittkeEr äußert sich durch eine innere Zufriedenheit mit sich selbst und seiner Umgebung, gepaart von einer Neugierde, wie weit man wohl damit durchkommt. Denn dieser Punkt ist alles andere als das, was die Gesellschaft von einem verlangt. Dieser Punkt kehrt die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund um einem ureigenen Verlangen nachzugehen: glücklich in seinem Leben zu sein.

 

Ich war nicht mehr glücklich in meinem Leben. Ich hatte, was andere Menschen sich wünschten: eine Stelle in der örtlichen Stadtbibliothek im öffentlichen Dienst, nette Kollegen, ein ordentliches Büro, das Gehalt reichte vollkommen, und ich hatte Freunde um mich herum, die sesshaft wurden und Kinder bekamen. Ich war so unglücklich wie niemals zuvor in meinem Leben.

 

Veränderungen

 

Ich veränderte meine Umgebung zunächst nur in kleinen Maßen. Ich reduzierte meine Stunden und fing eine Weiterbildung als Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing an, denn ich wusste, ich brauchte eine Alternative. Doch auch das half nicht. Nach einem weiteren Jahr war ich genervt, dauerhaft schlecht gelaunt und kam aus dieser Laune nicht mehr raus. Ich hatte Ideen in meinem Kopf, die ich nie umsetzen konnte, ich stellte viele Abläufe in Frage und vertiefte mich weiter in meine Interessen. Ich musste mich aufgrund hierarchischer Strukturen Entscheidungen beugen, die für mich keinen Sinn ergaben. Und ich musste ständig Konflikte austragen, die auf unterschiedlichen Sichtweisen basierten. Zudem war ich immer der Typ Frau, die sagt was sie denkt, was noch mehr Konflikte hervor rief. Mit 27 Jahren sollte mein Leben doch gerade erst anfangen, aber ich fühlte mich, als wäre ich schon am Ende angekommen. Ich kündigte.

 

Das war vor 2 Monaten. Ich wollte in meinem Leben mit Menschen zusammen arbeiten, die meine Einstellung teilen und dadurch angetrieben werden, sich ständig weiterzuentwickeln und selbst herauszufordern. Die dankbar für Kritik und schonungslos ehrlich sind. Und das in einem Umfeld, das nicht an starre Strukturen gebunden ist, sondern flexibel und individuell. Zudem wollte ich aus der gesellschaftlichen Norm ausbrechen. Wenn für alle um einen herum Beziehung und Familie an erste Stelle stehen, muss es für einen selbst dann automatisch auch gelten?

 

Mein Plan

 

Ich entwickelte einen Plan in meinem Kopf. Er besteht aus mehreren Teilen. Und hier bin ich nun auf dem Weg diesen zu verwirklichen.

 

1. Ich habe durch meine bisherige Arbeit viel im EDV-Bereich gearbeitet und interessiere mich sehr für Zahlen und Marketing. Deshalb ist es mein Ziel, als Quereinsteiger im Online-Marketing eine Beschäftigung zu bekommen. Die Gespräche, die ich bisher mit Leuten aus dieser Branche geführt habe, haben mich immer weiter in diesem Wunsch bestärkt. Seit etwa 1,5 Jahren beschäftige ich mich regelmäßig mit Digitalem Marketing und habe sämtliche Fachbücher und Blogs verschlungen, die mir in die Hände fielen. Meine Weiterbildung trägt auch dazu bei. Trotzdem möchte ich so viel wie nur möglich dazu in einem professionellen Umfeld lernen, zum Erfolg beitragen und mich damit in einer Firma etablieren.

 

2. Ich bin dabei einen Blog zu schreiben und ihn hoffentlich bald online stellen zu können (www.bibliotheken-online.com). Dieser soll meine bisherige Arbeit in einer Bibliothek mit meinem Interesse für Online-Marketing verbinden und Bibliotheken Tipps geben, wie sie Social Media, Suchmaschinenoptimierung und diverse Tools in ihre Arbeit einbringen und welchen Mehrwert sie daraus ziehen können. Ich weiß durch meine Arbeit, dass dort hoher Optimierungsbedarf besteht und welchen Problemen sich Mitarbeiter dabei stellen müssen. Da ich allerdings absolut perfektionistisch bin, dauert es etwas länger, bis ich ihn auch an die Öffentlichkeit lasse.

 

3. Ich würde damit verbunden gerne Fachvorträge oder Workshops in (ferner) Zukunft halten. Ich mag den Kontakt mit Menschen und kann mein Wissen verständlich und humorvoll anderen vermitteln. Dabei kann ich meine Zeit selbst einteilen und bin an keine Hierarchien gebunden.

 

4. Ich würde das alles gerne in einer anderen Stadt verwirklichen, gerne in Hamburg als nächste Großstadt. Ich möchte durch eine neue Umgebung neue Anregungen bekommen und mich voll und ganz auf meinen Beruf konzentrieren und erfolgreich sein. Denn auch wenn inzwischen viele meiner Freunde Kinder bekommen, merke ich immer mehr, dass es nicht meinem Lebensplan entspricht.

 

Bisher befinde ich mich auf einem guten Weg. Ich arbeite an meinem Netzwerk, erstelle Content für den Blog, habe immer wieder Gespräche und bisher auch schon zwei Jobs absagen müssen. Wichtig ist mir nämlich, dass es wirklich „passt“, und das auch langfristig. Es ist eine spannende Zeit. Wo werde ich landen? Besonders freue ich mich auch auf einige Messen, die sich mit den Karrieremöglichkeiten im Online-Marketing auseinander setzen. Es wird interessant für mich sein, mich dort mit Spezialisten unterhalten zu können und mir ihre Visionen anzuhören. Wie werden sie meine Erfolgsaussichten als Quereinsteiger bewerten?

 

Klar werden über die eigenen Wünsche

 

Es ist noch ein langer Weg und noch vieles im Unklaren. Aber vielleicht ist auch der Weg das Ziel, nämlich dass man sich einmal die Freiheit nimmt sein Leben anzuhalten, auszusteigen und sich über sich selbst und seine Wünsche klar wird. Natürlich gibt es auch Gegenstimmen, die nicht verstehen können, wie man so etwas tun kann, ohne Sicherheiten. Aber auch das hat den Vorteil, dass man dadurch leichter den Ballast von den wirklich wichtigen Menschen im Leben unterscheiden kann, die einen in allen Lebenslagen unterstützen. Denn man muss nicht immer alles verstehen oder rational denken, Glück ist nicht rational. Wichtig ist, dass man sich immer wieder die Frage stellt, ob man glücklich ist. Bist du es nicht, ändere es! Und wenn man das tut, glaube ich fest daran, dass sich alles so entwickelt, wie es sein soll.

 

Ich bin glücklich auf meinem Weg. Ich habe die Ruhe einer Bibliothek gegen den Traum, Teil einer schnell wachsenden und verändernden Branche zu werden und mich beweisen zu müssen, eingetauscht, was nicht jeder nachvollziehen kann. Ich würde es jeden Tag wieder tun.