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27.8.2015

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Lost in Translation: Reisen für Fortgeschrittene

Warnhinweis in Südkorea

Reiseziel Südkorea? Zugegebenermaßen ist das nicht das klassische Reiseziel in Ostasien. Nach Japan oder China fliegen deutlich mehr deutsche Touristen. Dennoch hat es mich gereizt, dort Urlaub zu machen und das „Land der Morgenstille“ zu erleben. Allerdings brachte mich die Reise an Grenzen, die ich nicht erwartet hatte.

 

Ich reise gerne und viel – und Seoul ist eine Stadt, die ich schon immer sehen wollte. Ich liebe koreanisches Essen und Filme. Es gab also genug Gründe, die für eine Reise nach Südkorea sprachen. Eins hatte ich jedoch unterschätzt: die Sprachbarriere.

 

Hoch technisiert und doch einsprachig

 

Südkorea ist ein hoch technisiertes Land, selbst in den entlegensten Winkeln gibt es WiFi und so ziemlich jeder hat ein Smartphone. Umso mehr hat es mich überrascht, dass die Englischkenntnisse im Land eher dürftig sind. Lediglich bei jüngeren Städtern war dies etwas anders. Zwar sind viele Straßenschilder zweisprachig, aber Erklärungen zu Sehenswürdigkeiten waren entweder in einem eher skurrilen Englisch geschrieben oder einfach zu knapp.

 

Überraschungen auf dem Teller

 

Eine andere Herausforderung waren Restaurants: In den kleinen Lokalen gab es nur koreanische Karten, in manchen immerhin Speisekarten mit Fotos, und nur in seltenen Fällen auch englische Karten. In einem kleinen Fischrestaurant an der Südküste kam es dann zu einer bizarren Situation, als die aufmerksame Besitzerin uns einen Vorspeisenteller servierte, auf dem sich ein lebender Oktopus (San Nakji auf Koreanisch) befand. Diesen reichte mir die Dame vorsichtig mit Stäbchen. Um nicht unhöflich zu sein, nahm ich an. Wenn ich auf Englisch höflich hätte ablehnen können, ich hätte es getan – doch so schluckte ich tatsächlich einen Bissen herunter.

 

Eine andere Lernkultur

 

Die Begegnung mit einem pensionierten Englischlehrer führte dann in gewisser Hinsicht zu mehr Klarheit: Sein Englisch war so schwer zu verstehen, dass wir nun ahnten, weshalb koreanische Schüler nur so wenig Englisch sprechen – obwohl sie Englisch als erste Fremdsprache lernen. Offenbar geht es dabei aber weniger um eine gute Aussprache oder Verständlichkeit, sondern eher um die richtige Grammatik.

 

Unwissenheit wird überspielt

 

Eine weitere Schwierigkeit war die Tatsache, dass Unwissenheit nur ungerne zugegeben wird. Wenn man zum Beispiel nach dem Weg fragt und der Befragte den Weg nicht weiß, überspielt er sein Nichtwissen gerne mit einem sicher klingenden „Yes!“ Ich kannte dies zwar bereits aus anderen asiatischen Ländern – aber in Südkorea kam hinzu, dass die Menschen noch nicht einmal meine Frage verstanden hatten.

 

Sinnvolle Hilfsmittel für die Verständigung

 

Dennoch: Südkorea ist wunderschön, faszinierend, spannend, die Menschen sensationell nett (eben auch mit Händen und Füßen). Aber ein paar Hilfsmittel waren durchaus sinnvoll.

 

Vor allem diese vier Dinge haben mir immer wieder geholfen, mich halbwegs verständlich zu machen:

 

1. Eine Übersetzungs-App auf dem Smartphone. Man gibt den Text auf Deutsch oder Englisch ein und er wird ins Koreanische übersetzt. Diese Übersetzung kann man dann seinem Gegenüber zeigen. Darauf achten, einfache Sätze zu formulieren, so dass die Übersetzung nicht doppeldeutig wird. Solche Apps gibt es natürlich auch für viele andere Sprachen!

 

2. Die App „Word Lens“: Man fotografiert das Wort oder den Satz (zum Beispiel in einem Geschäft) mit der Handykamera und die App übersetzt das Fotografierte ins Deutsche.

 

3. Das Büchlein „Point it“: Es zeigt im praktischen Taschenformat hunderte Fotos von Alltagsgegenständen, auf die man dann deuten kann (vom Doppelbett bis zum Schraubenzieher).

 

4. Eine gewisse Entspanntheit, die ich mir auch erst angewöhnen musste. Am Anfang fühlte ich mich sehr isoliert – etwas, was ich noch in keinem anderen Land so erlebt hatte.

 

Insofern ist das Reisen in einem Land, in dem so wenige Menschen Englisch sprechen und in dem es so wenige westliche Touristen gibt, wirklich Reisen für Fortgeschrittene. Aber das macht die Erlebnisse meiner Erfahrung nach noch intensiver und eindrücklicher. Lassen Sie sich davon also nicht abschrecken – bleiben Sie neugierig und entdecken Sie das Unbekannte!

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