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9.6.2015

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Jung und Alt: Was wir voneinander lernen können

Chat mit Oma

Viele junge Menschen drehen sich vor allem um sich selbst und die eigenen Freunde. Doch Letztere müssen nicht unbedingt jung sein. Die Freundschaft mit älteren Menschen kann für beide Seiten sehr bereichernd sein.

 

Sie wurde zum Internethit: die Geschichte des 18-jährigen Aldi-Mitarbeiters, der an einem stürmischen Tag einen 96-jährigen Mann nach dem Einkaufen nach Hause begleitete. Diese Geschichte handelt aber nicht nur von Hilfsbereitschaft, sondern auch vom Austausch unter den Generationen. Denn auf dem gemeinsamen Weg erfuhr der junge Mann, Christian Trouesdale, nicht nur Interessantes aus der Vergangenheit seines britischen Wohnortes Horwich. Auch über Politik habe er mit dem alten Mann diskutiert. Warum aber ist diese Geschichte offenbar so besonders?

 

Dialog der Generationen: Eher die Ausnahme statt die Regel

 

Unterhaltungen zwischen Alt und Jung gibt es tendenziell immer weniger. Immer seltener sieht man junge und alte Menschen gemeinsam. So zumindest ist mein Eindruck. Ein Grund dafür könnte die zunehmende räumliche Distanz zu den Großeltern sein. Aber auch die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft, genau wie die zunehmend voranschreitende technische Entwicklung tun ihr Übriges, dass wir Jungen gegenüber älteren Menschen immer weniger Geduld und Zeit aufbringen. Unsere Lebenswelten fühlen sich einfach zu verschieden an.

 

Leben im Alter

 

Dabei könnten durch mehr Austausch sicherlich beide Seiten profitieren. So haben junge Menschen meist das Know-how, um Senioren die neue digitale Welt zu erklären – wie man das Internet nutzt oder ein Smartphone bedient. Im Gegenzug können die Älteren den Jüngeren analoge Fertigkeiten näher bringen, die für meine Generation alles andere als selbstverständlich sind – wie zum Beispiel lecker Brotbacken, Nähen, einen platten Reifen am Rad flicken oder aber, wie man eine Steuerklärung macht. Im Ruhestand lebende Menschen haben in der Regel mehr Zeit als unsere zumeist berufstätigen Eltern. Sie verfügen über noch mehr Lebenserfahrung und wollen diese auch gerne mit jemandem teilen. Mehr Kommunikation zwischen Jung und Alt wäre für ein besseres Verständnis der anderen Generation hilfreich. Eine schöne Blogparade zu dem Thema mit spannenden Lesebeispielen gibt es zum Beispiel auf dem Blog "Sweet Sixty". Denn tatsächlich gibt es bereits Initiativen, die beispielhaft daran arbeiten.

 

Beispiel 1: Neue Großeltern, neue Freunde

 

Wer noch eigene Großeltern hat, die im besten Fall auch noch in der Nähe wohnen, kann mit ihnen Zeit verbringen und sich mit ihnen austauschen. Was aber, wenn Oma und Opa weit weg wohnen oder gar nicht mehr da sind? In Köln können Kinder über das Projekt „Zeit mit Kindern“ ihre Wunsch-Oma oder ihren Wunsch-Opa finden. Diese sollen allerdings kein Ersatz für eine Kinderbetreuung sein, sondern eine emotionale Bindung zu den Heranwachsenden aufbauen – gerade so, wie es bei leiblichen Großeltern der Fall ist.

 

Beispiel 2: Stricken lernen und zuhören

 

Nicht nur der Kontakt zu Kindern, sondern auch zu jungen Erwachsenen kann eine Bereicherung für alle gleichermaßen sein. Genau da setzt das Projekt „Tante Inge“ aus Berlin an. Gemeinsam mit der Initiative „Auf halber Treppe“ werden Kaffeekränzchen mit Bewohnern von Altenheimen und jungen Menschen aus der Nachbarschaft organisiert. „Tante Inge“ ermöglicht zudem gemeinsames Stricken sowie Alt-Jung-Tandems, bei denen durchaus langfristige Freundschaften entstehen. „Alt und Jung teilen auch gemeinsame Wünsche und Vorlieben“, erklärte eine junge Teilnehmerin hierzu erst kürzlich in einem Fernsehinterview. Häufig handelt es sich dabei um banale Dinge wie ins Kino gehen, sich auf einen Kaffee treffen, einen Ausflug ins Grüne machen oder mal ein Internetcafé besuchen.

 

Gewinner auf beiden Seiten

 

Jeder von uns begegnet im Alltag alten Menschen. Wer die Scheu überwindet, mit ihnen ins Gespräch zu kommen oder eine helfende Hand zu reichen, wird nicht nur Dankbarkeit erhalten, sondern auch etwas für sich selbst gewinnen können. Das wäre in meinen Augen wünschenswert, damit ein Ereignis wie das des englischen Aldi-Mitarbeiters bald keine Schlagzeile mehr wert, sondern selbstverständlich ist.

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