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30.11.2016

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Sicher unterwegs im Straßenverkehr

In den vergangenen beiden Jahren ist die Zahl der Verkehrsopfer in Deutschland wieder angestiegen. Wir klären: Was können Verkehrsteilnehmer selbst für mehr Sicherheit tun? Und wie können sie sich vorab absichern?

 

Die Situation auf Deutschlands Straßen ist besorgniserregend: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Demnach sind insgesamt 3.475 Menschen im Jahr 2015 bei Verkehrsunfällen gestorben – 2,9 Prozent mehr als im Jahr 2014. Die Zahl der Verkehrstoten stieg damit zum zweiten Mal in Folge. Auch die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2015 waren es rund 393.700 Menschen, die im Straßenverkehr leicht oder schwer verletzt wurden.

 

Witterung sorgt für schnelleres Fahren

 

Michael AschermannDie Statistiker sehen vor allem in den veränderten Witterungsbedingungen einen Grund für den Anstieg der Opferzahlen im Straßenverkehr. Milde Wintermonate und ein trockener Frühling würden viele Menschen dazu animieren, häufig schneller zu fahren. Außerdem seien zu viele Radfahrer und Fußgänger ungeschützt unterwegs. Michael Aschermann, Fahrtrainer und Verkehrscoach aus Pfullingen in Baden-Württemberg, kennt auch andere Gründe: „Wir haben mittlerweile einen Verkehr, bei dem viele Teilnehmer zu abgelenkt sind.” Das betreffe besonders den Gebrauch von Smartphones am Steuer. Außerdem würden viele Menschen die Geschwindigkeit ihres Fahrzeugs falsch beurteilen. „Auch die niedrigen Geschwindigkeiten sorgen für Bremswege, die unterschätzt werden”, sagt Aschermann.

 

Der Verkehrscoach weiß, wovon er spricht. Seit vielen Jahren gibt Aschermann Fahrsicherheitstrainings und schult verschiedene Verkehrsteilnehmer für den Ernstfall. Im Straßenverkehr sollten einige Punkte beachtet werden. „Generell gilt: Wach, nüchtern, ohne Ablenkung und ohne Zeitdruck unterwegs sein”, sagt der Fahrtrainer. Es sei wichtig, zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern zu unterscheiden. „Schwache Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger sollten generell auf Sichtbarkeit achten und beim Überqueren der Straße den Blickkontakt zu den Autofahrern aufnehmen”, so Aschermann. Besonders für Schulkinder ist es wichtig, sichere, eingeübte Wege zu nehmen und helle Kleidung sowie in der dunklen Jahreszeit Reflexanhänger oder -Streifen an der Kleidung zu tragen. 

 

Rad- und Motorradfahrer sollten sich besonders schützen

 

„Radfahrer sollten immer mit anständigem und ordentlich gesichertem Helm unterwegs sein”, empfiehlt der Fahrsicherheitstrainer. Moped- und Motorradfahrer sollten zusätzlich vollständige Schutzkleidung tragen. Auch die Fahrweise spielt eine große Rolle, so Aschermann: „Sie sollte für andere Verkehrsteilnehmer einschätzbar sein, tote Winkel vermeiden und klare Zeichen beim Abbiegen und Überholen beinhalten.” Bei Querverkehr und bei Vorfahrtssituationen sollten Radfahrer und Motorradfahrer immer damit rechnen, übersehen zu werden, und deshalb entsprechende Bremsreserven einplanen. Zudem sollten die das Notmanöver Vollbremsung immer wieder üben.

 

Für Autofahrer, insbesondere für Außendienstler und Berufskraftfahrer im Transportgewerbe, empfiehlt Verkehrscoach Aschermann: „Vor Fahrtantritt ausreichend und entspannend schlafen, keinen Alkohol, logischerweise auch keine Drogen, realistische Wegezeiten und bei längeren Fahrten immer mal wieder eine Pause einplanen.” Außerdem sei auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und auf leichte, nicht zu üppige Mahlzeiten zu achten.

 

Unnötige Risiken auf der Straße vermeiden

 

Auf Deutschlands Straßen stirbt im Durschnitt alle zwei Stunden ein Mensch, im Minutentakt gibt es Verletzte. Aschermann empfiehlt daher: „Beobachten Sie sich selbst. Bei Stress oder Müdigkeit nicht mit der Brechstange weiterfahren, sondern sich abregen, eine Pause machen und vielleicht eine Runde spazieren gehen.” Es sei wichtig, unnötige Risiken zu vermeiden und mit Abstand sowie vorausschauender Übersicht zu fahren. „Lieber einmal zu viel und zu heftig gebremst als einmal zu wenig und zu lasch”, so der Experte.

 

Und auch wenn es sehr verlockend ist: „Ein Stau oder eine Verzögerung lässt sich nicht mit schnellerem Fahren wieder aufholen oder nur um den Preis eines exponentiell steigenden Risikos”, erklärt Aschermann. Als realistische Durchschnittsgeschwindigkeiten sieht der Fahrtrainer 30 km/h innerorts, 60 km/h auf der Landstraße und 100 km/h auf der Autobahn, bei Regen oder Schnee sogar erheblich weniger.

 

Ablenkung auf der Straße ein großes Problem

 

 

Ein großes Problem der vergangenen Jahre sei Ablenkung, glaubt der Verkehrscoach. „Kaum ein Fußgänger, der nicht gehend auf sein Smartphone starrt. Kaum ein Radfahrer oder Jogger, der keine Ohrstöpsel trägt”, so Aschermann. Autofahrer würden sich permanent durch Radio, SMS und Navigationsgerät unterhakten lassen. „Mittlerweile ist es Polizeiroutine, nach einem Unfall mit Personenschaden die Handydaten auszulesen”, sagt der Fahrtrainer. Seine Mahnung: „Wenn es gekracht hat, ist jeder Zeitplan dahin, manchmal auch der ganze Lebensentwurf.”

 

Der ideale Versicherungsschutz

 

Bevor ein Unfall überhaupt passiert ist es deshalb von großer Bedeutung, sich mit dem richtigen Versicherungsschutz auseinanderzusetzen. „Eine Unfallversicherung ist in diesem Fall das Wichtigste”, sagt Marcel Kornik von der ERGO Agentur in Erkelenz. Sie sichere das eigene körperliche Gebrechen und die eigene Arbeitskraft ab. „Wer möchte schon nach einem Unfall auf seinen gewohnten Lebensstandard verzichten?”, fragt Kornik. In diesem Zusammenhang sei auch eine vernünftige Berufsunfähigkeitsversicherung ein wichtiger Baustein. „Ein Verkehrsunfall kann immer auch dazu führen, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann”, sagt Kornik. Besonders für Handwerker, die viel körperlich arbeiten, sei das enorm bedeutend. Als dritte wichtige Säule sieht der ERGO Experte den Verkehrsrechtsschutz.

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