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29.2.2016

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Glücklich älter werden – (wie) geht das?

Glücklich älter werden - (wie) geht das?

Im letzten Drittel ihres Lebens beginnen viele Menschen, den eigenen Lebensweg zu bilanzieren. Aufgrund zunehmender körperlicher Wehwehchen und Beeinträchtigungen rückt auch die eigene Endlichkeit verstärkt ins Bewusstsein. Manche überkommt die Angst vor dem Älterwerden oft gepaart mit der bangen Frage: Wer kümmert sich um mich, wenn ich durch eine schwere Krankheit zum Pflegefall werde? Sind die eigenen Kinder dazu willens und in der Lage?

 

Älterwerden – ein mühseliger Lernprozess

 

Ältere, die sich selbst körperlich und geistig fit fühlen, verschließen oft die Augen und Ohren vor Dingen, die sie anders wahrnehmen, als die Menschen in ihrer Umwelt und reagieren auf Bemerkungen wie „Das habe ich dir doch schon erzählt!“ oder „Hast du die Klingel etwa nicht gehört?“ ungläubig oder ungehalten.

 

Leben im Alter

 

„Älter werden bedeutet, nach Kompromissen zu suchen – ein mühseliger Lernprozess. Aber wir müssen ihn vollziehen, wenn wir brauchbar über unsere verbleibende Zeit kommen wollen: Ein 60-Jähriger hat heute noch ein Drittel seines Erwachsenenlebens vor sich, und diese Spanne wird immer größer“, so der Altersforscher Harmut Radebold im Spiegel-Gespräch „Alt sind nur die anderen“.

 

Gemeinsam mit seiner Frau Hildegard hat er im Jahr 2009 den Ratgeber „Älterwerden will gelernt sein“ verfasst. Darin sprechen sie neben Themen wie der altersgerechten Wohnungseinrichtung und den teils unterschiedlichen Vorstellungen von (Ehe-)Partnern vom gemeinsamem Älterwerden auch den Bereich Sexualität an, der bei den Älterwerdenden selbst, wie auch bei ihren erwachsenen Kindern oft nach wie vor ein Tabu- und Reizthema ist.

 

Der (Un-)Ruhestand

 

Konfliktstoff bietet auch der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand, der sich bei vielen Älteren immer weiter nach hinten verschiebt, wenn sie aus finanziellen Gründen erwerbstätig bleiben müssen. Ihr Erfahrungswissen ist heute auch nicht mehr so viel wert wie früher. Zu schnell schreiten die Entwicklungen in Forschung, Medizin und Arbeitswelt voran, als dass die nachfolgenden Generationen von ihren Kenntnissen profitieren könnten. Schnell kann sich das Gefühl einstellen, nicht mehr gebraucht zu werden.

 

Gelassen älter werden

 

Was also tun, um zufrieden und glücklich älter zu werden? Der Schlüssel hierzu liegt, wie so oft, im eigenen aktiven Zutun. Wer die Augen vor den „Altlasten“ seines Lebens nicht verschließt, bei Problemen Rat und Hilfe und generell die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten sucht, verringert die Gefahr, in Trübsinn zu verfallen. Die 82-jährige Marianne, die mit zwei künstlichen Hüftgelenken beim Berliner Club der Lebensfrohen mittanzt, ist überzeugt: „Man kommt über manche schwere Stunde besser hinweg, als wenn man nur zu Hause sitzt“. Unter dem Motto „Schwung hält jung!“ treffen sich im Stadtteil Reinickendorf an die 460 Clubmitglieder regelmäßig zu Tanz- oder Kartenspielnachmittagen, Gymnastik oder Ausflügen. Gegründet wurde der Club von der ehemaligen Ballett-Tänzerin Berbé Schmidt, die auch mit 73 Jahren noch nicht ans Aufhören denkt und ihre größtenteils über 70-jährigen „Golden Girls“ für regelmäßige Showtanzauftritte trainiert.

 

Zufriedenes und gelassenes Älterwerden lässt sich lernen, davon ist nicht nur Anselm Grün überzeugt, der mit „Gelassen älter werden. Eine Lebenskunst für hier und jetzt“ den passenden Ratgeber dazu verfasst hat. Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Professorin für Geriatrie an der Berliner Charité, kennt zwar kein Patentrezept, gibt aber den Rat:

 

„Wichtig ist nur, dass Sie sich rechtzeitig mit dem Alter auseinandersetzen. Lassen Sie es an sich herankommen, es ist nicht so schlimm, wie Sie denken. Und entscheiden Sie rechtzeitig und in Ruhe, wie Sie später leben wollen. Denn im Alter werden solche Entscheidungen immer schwieriger. Nicht nur, weil die Kräfte nachlassen, sondern weil wir uns im Alter immer schwerer auf Neues einstellen können und wollen.“

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