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17.7.2015

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Klimaschutz trotz Autofahren – so geht’s!

Felix von Zwehl, Project Climate

In Deutschland gibt es über 50 Millionen registrierte Autos, die gemeinsam jedes Jahr Millionen Tonnen von CO2 ausstoßen. Aber Auto fahren und trotzdem etwas Gutes für das Klima tun? Wie soll das gehen? Durch die Kooperation mit PROJECT CLIMATE bieten wir unseren Kunden und Interessenten die Möglichkeit dazu.

 

Seit Kurzem kooperieren wir mit PROJECT CLIMATE und bieten umweltbewussten Kunden und Interessenten damit den Service, einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Mit PROJECT CLIMATE lassen sich die CO2-Emissionen des eigenen Autos ganz einfach berechnen und durch eine monatliche Spende in Höhe von rund fünf bis zehn Euro ausgleichen.

 

Was genau das bedeutet, wie es funktioniert und warum jeder Einzelne damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet, hat uns Felix von Zwehl, Gründer und Geschäftsführer von PROJECT CLIMATE, im Interview erklärt.

 

Herr von Zwehl, wie ist die Idee mit PROJECT CLIMATE entstanden?

Mit geht es wohl wie vielen anderen Autofahrern auch. Ich bin immer wieder auf das Auto angewiesen. Dennoch will ich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ein privat genutzter PKW stößt pro Jahr rund drei Tonnen CO2 aus. Das ist das Gewicht eines Elefanten! Oder stellen Sie sich einen Ballon vor, der hinten am Auspuff eines Autos befestigt wird. Am Ende eines Jahres hat dieser einen Umfang von 50 Metern!

 

Am besten wäre es sicher, ganz auf das Auto zu verzichten. Das ist aber leider nicht immer möglich. Mit der Initiative PROJECT CLIMATE wollen wir klimabewussten Autofahrer eine Möglichkeit bieten, etwas für den Klimaschutz beim Autofahren zu tun.

 

Mit einer monatlichen Spende von rund fünf bis zehn Euro in ein Klimaschutzprojekt kann ein Autofahrer dieselbe Menge CO2 der Luft wieder entziehen. Die Klimabilanz – auf die es entscheidend für den Klimawandel ankommt – bleibt damit ausgeglichen.

 

Wie muss man sich das mit CO2-Ausgleich vorstellen?

Für den Klimawandel spielt es keine Rolle, wo auf der Welt CO2-Emissionen ausgestoßen und wo diese eingespart werden. Wenn man CO2-Emissionen nicht vermeiden kann, reduziert man sie einfach an anderer Stelle – dort nämlich, wo es technisch machbar und ökologisch sinnvoll ist.

 

Wer als Autofahrer einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will, kann mit PROJECT CLIMATE mit einer Spende beispielsweise ein Klimaschutzprojekt in Brasilien unterstützen. 

 

Strom wird in Brasilien teilweise für ganze Dörfer immer noch mit Dieselgeneratoren produziert. Ein Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass gerade in Brasilien Strom ganz einfach über die Nutzung von Biomasse hergestellt werden kann. Durch das Klimaschutzprojekt werden ca. fünf Millionen Liter Diesel pro Jahr eingespart und 80.000 Einwohner mit klimafreundlichem Strom versorgt.

 

Wie erfahren die Teilnehmer, was aus den Projekten geworden ist, die mit der Spende unterstützt werden?

Wir haben uns bewusst dafür entschieden, ausschließlich Klimaschutzprojekte nach dem Gold Standard zu unterstützen. Der Gold Standard  ist der weltweit führende unabhängige Qualitätsstandard für Klimaschutzprojekte. Er wurde federführend von namhaften Organisationen wie dem WWF entwickelt und wird heute weltweit von mehr als 80 Umweltschutzorganisationen sowie dem Umweltbundesamt und Verbraucherschutzorganisationen unterstützt.

 

Die Unterstützung der Klimaschutzprojekte erfolgt über Kauf von sogenannten Emissionszertifikaten. Der Vorteil ist, dass das Klimaschutzprojekt die entsprechende Menge CO2 bereits eingespart hat, wenn der Autofahrer mit seiner Spende die CO2-Emissionen seines Autos ausgleicht. Es besteht also keine Gefahr, dass die Wirkung der Spende verpufft, beispielsweise indem das Klimaschutzprojekt nicht umgesetzt wird.

 

Natürlich informieren wir unsere Klima-Helden in regelmäßigen Abständen über die Entwicklung des Klimaschutzprojekts.

 

Worin liegen in Ihren Augen das Ziel und die Chance der Kooperation und worin sehen Sie den Nutzen für die Kunden?

Wir können uns in Sachen Klimaschutz nicht allein auf die Politik verlassen. Jeder einzelne muss für sein Verhalten selber Verantwortung tragen. Nur gemeinsam können wir die Welt ein Stück besser machen. Durch die Kooperation mit ERGO können wir eine Vielzahl von Autofahrern in Deutschland erreichen.

 

Eine Mehrzahl der Deutschen betrachtet Klimaschutz als wichtige Angelegenheit und möchte einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Den Kunden und Interessenten von ERGO, die etwas für den Klimaschutz tun wollen, bieten wir mit unserer Kooperation die Möglichkeit, genau das zu tun – ganz unabhängig von den Versicherungsprodukten.

 

Was ist Ihre langfristige Vision? Wo sehen Sie PROJECT CLIMATE in zehn Jahren?

Unsere Vision ist, dass es die Initiative PROJECT CLIMATE in zehn Jahren nicht mehr gibt. Jeder fährt dann mit dem Elektroauto – oder noch besser gleich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Die mobilitätsbedingten CO2-Emissionen in Deutschland liegen anders als heute statt bei 20 Prozent bei null Prozent.

schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
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7 Kommentare

Es ist toll sich frei zu kaufen nur hilft das wirklich dem Klima
Die kommenden Generationen werden sich freuen wenn wir uns frei kaufen.
Irgendwann haben wir nich nur Kriegsflüchtlinge sondern auch Klimaflüchtlinge bei uns

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Eigentlich eine gute Sache, aber:
- die Verwaltungskosten von 1,85 €/Monat sind - im Verhältnis zum Beitrag - m.E. relativ hoch;
- die CO2-Berechnung hinkt etwas - zumindest dann, wenn man selbst - zum Beispiel durch den Einbau einer Flüssiggas-Anlage - den CO2-Ausstoß seines Fahrzeugs schon nachweislich reduziert hat (was durch eine verminderte KfZ-Steuer dokumentiert wird). Wäre es nicht besser, die CO2-Berechnung so umzustellen, dass man den CO2-Wert aus dem Fahrzeugschein (V.7) eingeben kann? Denn wenn ich angebe, dass ich 7 L (LPG)/100 KM verbrauche, ist das schon wesentlich weniger CO2, als wenn ich auf dieselbe Strecke 6,5 L Benzin verbrauche.

Hallo Herr Uhlenbock, es ist großartig, dass Sie bereits Möglichkeiten nutzen, die CO2-Emissionen Ihres Fahrzeuges über die Nutzung von Flüssiggas-Anlagen zu reduzieren. Leider sind die Angaben im Fahrzeugschein zum durchschnittlichen CO2-Ausstoß ähnlich wie die Angaben zum Kraftstoffverbrauch nur unter Laborbedingungen getestet (NEFZ) und sind damit für eine glaubwürdige Berechnung nicht geeignet. Bei Flotten berücksichtigen wir bereits Gasfahrzeuge, da man dort mittels Tankrechnung genau nachvollziehen kann, welche Art von Gas getankt wurde. Bei privaten Autofahrern sind wir leider noch nicht so weit, haben Ihre Idee aber aufgenommen und suchen nach einer Möglichkeit diese umzusetzen.

Wir bemühen uns täglich den Verwaltungsbeitrag zu gering wie möglich zu halten. Es fallen aber Kosten für Herstellung und Versand der Klimaplakette, Infrastukturkosten und die Kosten für Mitarbeiter an. Wir sind keine kirchliche Organisation oder staatliche Einrichtung, so dass wir diese Kosten erwirtschaften müssen. Im Gegensatz zu anderen gemeinnützigen Organisationen bieten wir Ihnen aber dafür auch eine konkrete Dienstleistung an. Mit besten Grüßen, Felix Zwehl

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Das gute Gewissen mit einer Spende für CO2-Zertifikate zu erkaufen ist der falsche Weg. Statt Zertifikate zu promoten sollten wir die reale CO2-Reduktion fördern. So fördert ERGO die Nutzung des Dienstwagens. Die Nutzung des Fahrades oder durch Öko-Strom betriebene öffentliche Verkehrmittel wird nicht unterstützt. Hier sollten wir aktiv zum Klimaschutz beitragen.

Hallo Herr Dr. Kiesel, natürlich haben Sie absolut Recht. Es ist immer besser mit dem Fahrrad zu fahren als mit dem Auto - auch wenn man die CO2-Emissionen ausgleicht. Es gibt aber einfach Fälle, wenn man auf das Auto als Transportmittel angewiesen ist. Für diese Fälle wollen Fahrern die Möglichkeit bieten, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Unser Ziel ist es ein Bewusstsein zu schaffen, welche Umweltauswirkungen die Nutzung von Fahrzeugen insgesamt hat und hoffen, dass dann viele auf das Fahrrad und den ÖPNV umsteigen. Mit besten Grüßen, Felix Zwehl

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Tolle Idee, nur leider funktioniert das nur für Autos, die aus dem Baujahr 2001 oder jünger sind.

Hallo Herr Lange, nur zu gerne würden wir auch Fahrern von Fahrzeugen vor 2001 die Möglichkeit geben, CO2-neutral zu fahren. Für die Berechnung der CO2-Emissionen sind wir aber auf Fahrzeugdatenbanken angewiesen. Wir greifen auf die Daten der Fahrzeugdatenbank von Schwacke zu, die bereits die umfänglichsten Daten liefert. Wir bleiben aber an dem Thema dran. Mit besten Grüßen, Felix Zwehl

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