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12.9.2014

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Jetzt werde ich Ersthelfer!

Anja Franken wird Ersthelfer

Wer einmal in seinem Leben in einer Situation war, in der er Hilfe brauchte, kann ermessen, wie wichtig Ersthelfer sind. Die Berührung mit kranken und verletzten Menschen erfordert jedoch Umsicht und Mut. Ein guter Grund, sich sicher zu machen und den Sprung zu wagen. Ich habe mich entschieden: Ich werde Ersthelfer.

 

Der Blick in die Runde ist noch verhalten. Kollegen, die ich zum großen Teil noch nie gesehen habe, hat es auch hierher verschlagen. Sie sind freiwillig gekommen. Der eine oder andere Kollege ist schon „in der Auffrischung“. So unterschiedlich unsere Aufgaben im Unternehmen sind – wir haben alle ein gemeinsames Ziel: Wir wollen helfen.

 

Welt-Erste-Hilfe-Tag ist jedes Jahr am zweiten Samstag im September. Informationen dazu gibt es unter anderem auf den Internetseiten des Deutschen Roten Kreuzes.

 

Vielleicht ist es diese Gemeinsamkeit, die uns schnell in den Austausch bringt. Was hast du erlebt? Wie bist du damit umgegangen? Erfahrungsberichte und ein bisschen Seelenstrip. Viele Menschen wollen nicht nur zuschauen, sie möchten helfen. Doch sie haben Angst davor. Wir auch. Wer will schon verantwortlich sein, wenn es um die Gesundheit und das Leben anderer geht? Unsere Bedenken und Ängste lösen sich im Laufe des ersten Tages immer weiter auf. Die einfache Botschaft des Kursleiters Peter D. vom Deutschen Roten Kreuz: Wir können nichts falsch machen. Falsch wäre es, nicht zu helfen. Ja, eigentlich klar.

 

3A – Anschauen, Ansprechen, Anfassen

 

Die vielen Geschichten, die wir während der Ausbildung erzählen und hören, geben Orientierung und lösen den einen oder anderen Aha-Effekt aus. Den Verletzten nicht alleine zu lassen, ist oberstes Gebot. Die „3A“ sollen wir uns merken: Anschauen, Ansprechen und Anfassen. Beobachten und einfache Maßnahmen einleiten – schon das kann Leben retten. Unser Kursleiter mahnt aus Erfahrung: „Vergesst nicht, die Rettung zu informieren.“ Außerdem klar: Wir Helfer dürfen uns selbst nicht, in Gefahr bringen und müssen uns Hilfe von Umstehenden dazu holen, wo immer es geht. Erinnerungen an Situationen, in die ich selbst geraten bin, vermischen sich mit Bildern aus Fernsehen und Zeitungen. Ein Gedanke formuliert sich in mir: Nie weggehen. Beim Verletzten bleiben. Ihn beruhigen, schauen, ob er Luft bekommt, und zudecken.

 

Notrufnummer: 112

 

Die beiden Tage der Ausbildung sind ausgefüllt. Wir sprechen über Symptome bei Schlaganfall und Herzinfarkt. Was passiert bei Unter- oder Überzuckerung und was ist zu tun bei den unterschiedlichsten Verletzungen? Wir spielen verschiedene Szenarien durch. Zugegeben, die stabile Seitenlage üben wir bei zugezogenen Vorhängen. Ist uns doch etwas peinlich. Die Übungen, besonders die Wiederbelebungsübung an der Puppe, geben uns ein Stück Sicherheit und nehmen uns Berührungsängste. Peter D. räumt auf mit falschen oder veralteten Verhaltensanweisungen, die man irgendwo mal aufgeschnappt hat. Er macht klar: „Einem verletzten Motorradfahrer wird der Helm immer abgenommen. Lähmung geht vor Tod.“ Wir schlucken. Das hört sich hart an.

 

Staying alive gibt den Rhythmus vor

 

„Staying alive“ von den Bee Gees klingt in meinem Kopf und gibt den Rhythmus vor. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung muss mit Druck und schnellem Rhythmus ausgeführt werden. 30 Druckmassagen, 2 Atemspenden. Auch wenn die Rippen brechen. Denn die werden wieder heilen. Hauptsache, der Verletzte überlebt. Meine Ersthelferausbildung ging schnell vorüber. Eine grüne Weste liegt jetzt bei mir im Schrank. Ich hoffe, sie kommt nie zum Einsatz. Doch meine Aufmerksamkeit, mein Selbstbewusstsein, das Richtige zu tun, haben sich geändert. Ich schaue zweimal hin, bevor ich weiter gehe. Wie war das noch mal? 30-mal drücken, zweimal atmen …

schlecht ausreichend durchschnitt gut besonders gut
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